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Ablöse: Martin Huttarsch, Manager der Mediaprint.
Wien - Nächste Runde im Management des gemeinsamen Verlags von Kronen Zeitung und Kurier: Nach Informationen des STANDARD muss Martin Huttarsch seinen Job im Management des Zeitungsriesen nach rund eineinhalb Jahren abgeben. Bestätigungen standen bei Redaktionsschluss noch aus. Huttarsch selbst war zunächst nicht erreichbar.
Huttarsch, der lange das Rechnungswesen der Mediaprint leitete, trat seinen Geschäftsführerjob mit 1. Jänner 2011 an. Davor leitete er auch die Bezirksjournale; diese Gratiszeitungen stellte die Mediaprint 2010 ein. Mangels wirtschaftlichen Erfolgs. Und um vor der Wettbewerbsbehörde den Einstieg bei den Gratiszeitungen des Konkurrenten Niederösterreichisches Pressehaus zu erleichtern.
Bei der Mediaprint stellt bisher jeder Miteigentümer einen Geschäftsführer:
Kandidaten für die Nachfolge sollen nach Standard-Infos intern gewälzt werden, Entscheidungen darüber stünden noch aus, hieß es. Ein Anzeigenverkaufsprofi gibt seinen bisherigen Job gerade auf: Reinhold Gmeinbauer, bisher Geschäftsführer der Presse. Gmeinbauer wird allerdings auch als Verkaufschef und künftiger Geschäftsführer der ORF-Vermarktungstochter Enterprise gehandelt. Deren amtierender Geschäftsführer Franz Prenner hatte zuvor Huttarschs Job als Mediaprintgeschäftsführer für Anzeigen.
Die Eigentümer der Mediaprint brüten allerdings schon seit Jahren an einer neuen Struktur für den Krone-Kurier-Verlag. Immer wieder kursiert die Idee eines starken Alleingeschäftsführers. Andererseits sehen Reformkonzepte der deutschen Managementberatung OC&C eine stärkere Autonomie und klarer getrennte Rechnung der beiden Zeitungstitel vor, was die Mediaprint auf einen Druck- und Vertriebsdienstleister reduzierte.
Die Managementberater von OC&C analysierten zuletzt auch den Kurier und seine Kostenstrukturen. Die Personalkosten dort könnten nach ihrem Befund in einem günstigeren Verhältnis zu Auflage und Umsatz stehen. Mit weiteren Sparmaßnahmen nach jenen Anfang 2011 wird in den nächsten Monaten gerechnet. (Harald Fidler, DER STANDARD, 30.8.2012)
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Ohne Ihn wären die Umsätze nicht dort, wo sie sind. Mit viel Weitsicht hat er seinen Bereich geleitet und ließ keine Gelegenheit aus den Mitarbeitern unter die Arme zu greifen. Mehr noch, in vielen Einzelgesprächen motivierte er die Mitarbeiter und spornte sie zu Höchstleistungen an. Ein Loyalist der alten Schule - Schade!
da kann man nochsoviele manager verheizen. wo nix geht, geht nix. die welt hat sich verändert. printmedien sterben aus. anzeigenkunden orientieren sich anders als in früheren zeiten. da helfen auch keine gratisabos und helicopter-abwürfe über der stadt.
Unwillkürlich muss man sich fragen, ob sich die Gesellschafter bei der Bestellung und bei der Ressortverteilung der Geschäftsführer Gedanken über die Qualifikation eines Kandidaten machen. Martin Huttarsch ist weithin als Controller, Treasurer und Bilanzspezialist anerkannt. Ihn für den Anzeigenumsatz verantwortlich zu machen, war wohl eine politische Fehlbesetzung.
Gab es denn je bei der "Krone" eine grundgute Personalentscheidung? Falls ja, wären Österreich dann nicht diverse Kräuterpfarrer, Catos, gleich mehrere reimende rechtsextreme Hinterwäldler, Katzerl- und Horoskoptanten und vieles andere erspart geblieben?
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