Crowdranking: Wiener Start-up will Ranglisten neu erfinden

  • crowdranking will frischen Wind in das Meer von Rankingplattformen bringen
    screenshot: derstandard.at

    crowdranking will frischen Wind in das Meer von Rankingplattformen bringen

  • Vielfältig: Die Startseite bildet die große Bandbreite an Themen ab.
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    Vielfältig: Die Startseite bildet die große Bandbreite an Themen ab.

  • Das Interface ist weitestgehend selbsterklärend. Sowohl das Abstimmen...
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    Das Interface ist weitestgehend selbsterklärend. Sowohl das Abstimmen...

  • ...als auch das Hinzufügen eigener Rankings geht flüssig von der Hand.
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    ...als auch das Hinzufügen eigener Rankings geht flüssig von der Hand.

Einblick in die Closed Beta - Intuitive Handhabung überzeugt - Pseudonyme willkommen

"Wir alle lieben Rankings", sagt Bernhard Krüpl-Sypien, der das TU Wien-Spinoff crowdranking gegründet hat. Und damit dürfte er durchaus richtig liegen. Unter crowdranking.com ist seit Kurzem eine neue Bewertungsplattform in die Closed Beta-Phase gestartet. Der WebStandard hat einen Blick auf das Projekt geworfen.

Rankings als Ratgeber

Rankingseiten gibt es viele und sie gewinnen an Bedeutung. Wer etwa mit Siri oder Google Now "die beste Pizzeria in der Umgebung" sucht, erhält nicht selten eine Antwort, die sich auf die Ergebnisse eines Ratingportals stützt. Im Gegensatz zu crowdranking sind diese aber oft auf bestimmte Waren- oder Dienstleistungskategorien spezialisiert.

Bunte Themenvielfalt

Nicht so beim österreichischen Neuling: Dort kann gereiht werden, was immer man möchte. Die Startseite reflektiert die Bandbreite. Von Abkühlungstipps für heiße Tage, über die besten Straßen für Nachtspaziergänge in Wien bis hin zu Filmen, Videospielen und politische Themen ist alles vertreten. Eigene Reihungen fließen in die Gesamtwertung ein, neue Punkte können ergänzt werden.

Einsteigerfreundliche Oberfläche

Das intuitiv gestaltete Interface, das aktuell in Deutsch und Englisch zur Verfügung steht, erleichtert dabei vieles. Nach wenigen Klicks ist klar, wie die Seite funktioniert. Auch das Anlegen eigener Rankings ist ein Kinderspiel. Die Einträge können dabei mit Bildern (die einfach per Link eingefügt oder via Amazon, iTunes oder der Wikipedia gefunden werden), YouTube-Videos, Homepage-Verweisen und Kommentaren angereichert werden.

Widget-Support

Wer ein Ranking nur für sich erstellt, kann es auf privat stellen. Sollen nur bestimmte Leute an der Reihung teilnehmen, kann die öffentliche Listung deaktiviert werden. Der Link zur Abstimmung muss dann manuell geteilt werden. Geachtet wurde auch auf schnelle Einbindbarkeit. Ranglisten lassen sich aktuell als Link verbreiten und auch direkt als Widget in Webseiten einbetten.

Tags sollen für Überblick sorgen

Allerdings: Auf Dauer fehlt die Übersicht. Umfragen lassen sich per User ansehen und auch suchen, ein Kategoriesystem fehlt jedoch. "Wir arbeiten an einem Tag-System, mit dem die User die Rankings eigenständig sortieren können", erklärt dazu Rafael Gattringer, PR-Verantwortlicher für crowdranking, gegenüber dem WebStandard. Über Verlinkung und Sortierfunktionen soll damit die Ordnung gewahrt bleiben.

Open Beta soll im Oktober starten

Derzeit liegt die Zahl der User noch im zweistelligen Bereich, in den nächsten Wochen möchte man aber schrittweise mehr Leute einladen, die Plattform zu testen. In dieser Zeit wird die Seite auch entsprechend skaliert, um mit einer größeren Nutzerbasis Schritt halten zu können. Geplant ist auch eine mobile Ausgabe der Website und in weiterer Folge native Apps für iOS, Android und Co.

Die Open Beta soll im Oktober starten. Im nächsten Schritt sollen die Social Sharing-Möglichkeiten erweitert werden können. So wird man etwa gezielt Facebook-Freunde zu Umfragen einladen können.

Finanzierung per Premium-Modell und Werbung

Das von der PreSeed-Förderung vom Austria Wirtschaftsservice finanzierte Projekt will künftig hauptsächlich durch Werbung und ein Premiumuser-Modell Geld einnehmen. Nutzer mit Bezahlkonto werden werbefrei unterwegs sein und können auf erweiterte Features zugreifen.

Dazu könnten umfangreichere Ranking-Auswertungen oder eine Suche mit Alarm-Funktion für bestimmte Keywords zählen. Auch gesponserte Rankings sind im Bereich des Möglichen, laut Gattringer will man aber überbordende Belästigung der Teilnehmer vermeiden. Definitiv vermeiden will man, dass Unternehmen Einfluss auf Abstimmungsergebnisse nehmen können. Dafür sollen langfristig entsprechende Schutzmechanismen implementiert werden.

Pseudonyme willkommen

Ebenso verspricht man, die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Die Seite lässt sich problemlos unter einem Pseudonym verwenden, die Teilnahme ist anonym möglich. Die Profile der Nutzer werden nicht weitergegeben. Die Server von crowdranking stehen in Wien, der Betrieb des Dienstes unterliegt damit österreichischem Recht. (gpi, derStandard.at, 29.08.2012)

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