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crowdranking will frischen Wind in das Meer von Rankingplattformen bringen
vergrößern 800x441Vielfältig: Die Startseite bildet die große Bandbreite an Themen ab.
vergrößern 700x873Das Interface ist weitestgehend selbsterklärend. Sowohl das Abstimmen...
vergrößern 800x518...als auch das Hinzufügen eigener Rankings geht flüssig von der Hand.
"Wir alle lieben Rankings", sagt Bernhard Krüpl-Sypien, der das TU Wien-Spinoff crowdranking gegründet hat. Und damit dürfte er durchaus richtig liegen. Unter crowdranking.com ist seit Kurzem eine neue Bewertungsplattform in die Closed Beta-Phase gestartet. Der WebStandard hat einen Blick auf das Projekt geworfen.
Rankingseiten gibt es viele und sie gewinnen an Bedeutung. Wer etwa mit Siri oder Google Now "die beste Pizzeria in der Umgebung" sucht, erhält nicht selten eine Antwort, die sich auf die Ergebnisse eines Ratingportals stützt. Im Gegensatz zu crowdranking sind diese aber oft auf bestimmte Waren- oder Dienstleistungskategorien spezialisiert.
Nicht so beim österreichischen Neuling: Dort kann gereiht werden, was immer man möchte. Die Startseite reflektiert die Bandbreite. Von Abkühlungstipps für heiße Tage, über die besten Straßen für Nachtspaziergänge in Wien bis hin zu Filmen, Videospielen und politische Themen ist alles vertreten. Eigene Reihungen fließen in die Gesamtwertung ein, neue Punkte können ergänzt werden.
Das intuitiv gestaltete Interface, das aktuell in Deutsch und Englisch zur Verfügung steht, erleichtert dabei vieles. Nach wenigen Klicks ist klar, wie die Seite funktioniert. Auch das Anlegen eigener Rankings ist ein Kinderspiel. Die Einträge können dabei mit Bildern (die einfach per Link eingefügt oder via Amazon, iTunes oder der Wikipedia gefunden werden), YouTube-Videos, Homepage-Verweisen und Kommentaren angereichert werden.
Wer ein Ranking nur für sich erstellt, kann es auf privat stellen. Sollen nur bestimmte Leute an der Reihung teilnehmen, kann die öffentliche Listung deaktiviert werden. Der Link zur Abstimmung muss dann manuell geteilt werden. Geachtet wurde auch auf schnelle Einbindbarkeit. Ranglisten lassen sich aktuell als Link verbreiten und auch direkt als Widget in Webseiten einbetten.
Allerdings: Auf Dauer fehlt die Übersicht. Umfragen lassen sich per User ansehen und auch suchen, ein Kategoriesystem fehlt jedoch. "Wir arbeiten an einem Tag-System, mit dem die User die Rankings eigenständig sortieren können", erklärt dazu Rafael Gattringer, PR-Verantwortlicher für crowdranking, gegenüber dem WebStandard. Über Verlinkung und Sortierfunktionen soll damit die Ordnung gewahrt bleiben.
Derzeit liegt die Zahl der User noch im zweistelligen Bereich, in den nächsten Wochen möchte man aber schrittweise mehr Leute einladen, die Plattform zu testen. In dieser Zeit wird die Seite auch entsprechend skaliert, um mit einer größeren Nutzerbasis Schritt halten zu können. Geplant ist auch eine mobile Ausgabe der Website und in weiterer Folge native Apps für iOS, Android und Co.
Die Open Beta soll im Oktober starten. Im nächsten Schritt sollen die Social Sharing-Möglichkeiten erweitert werden können. So wird man etwa gezielt Facebook-Freunde zu Umfragen einladen können.
Das von der PreSeed-Förderung vom Austria Wirtschaftsservice finanzierte Projekt will künftig hauptsächlich durch Werbung und ein Premiumuser-Modell Geld einnehmen. Nutzer mit Bezahlkonto werden werbefrei unterwegs sein und können auf erweiterte Features zugreifen.
Dazu könnten umfangreichere Ranking-Auswertungen oder eine Suche mit Alarm-Funktion für bestimmte Keywords zählen. Auch gesponserte Rankings sind im Bereich des Möglichen, laut Gattringer will man aber überbordende Belästigung der Teilnehmer vermeiden. Definitiv vermeiden will man, dass Unternehmen Einfluss auf Abstimmungsergebnisse nehmen können. Dafür sollen langfristig entsprechende Schutzmechanismen implementiert werden.
Ebenso verspricht man, die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Die Seite lässt sich problemlos unter einem Pseudonym verwenden, die Teilnahme ist anonym möglich. Die Profile der Nutzer werden nicht weitergegeben. Die Server von crowdranking stehen in Wien, der Betrieb des Dienstes unterliegt damit österreichischem Recht. (gpi, derStandard.at, 29.08.2012)
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ein Unternehmen, das von TU-Studenten gegründet wurde, von der TU aber aufgrund der Situation in Österreich keinerlei Mittel oder irgendwelche Unterstützung dafür erhält, und das Projekt vmtl. nichtmal auf ein 6 ECTS-Projektpraktikum anrechnen lassen kann.
In der Wikipedia gibts analog dazu die "List of lists of lists": http://en.wikipedia.org/wiki/List... s_of_lists ;)
..Es gab eine Zeit für "Mobile", dann eine für "Social", dann eine für "Cloud" und nun ist es "Crowd".
Man muss halt nur schnell sein. Als Startup. Am Besten man kombiniert mehreres auf obigem Menü.
Tatsächlichen Nutzen braucht das alles keinen haben. Besondere Liebe sollte man insbesondere in die Gestaltung der bunten Investor Relations Rrospekte stecken, nicht wahr?
von rankings ohne begründung sollten wir eigentlich die nase voll haben - so ist es für manche ein enfaches, eine künstliche krise loszubrechen und sogar ganze staaten zu diskreditieren. mit produkten ist es noch einfacher ...
also, für was soll das sein? - nur für den der geld damit macht ...
Rankingseiten fand ich mal ganz nett, bin aber schon wieder davon abgekommen, sofern keine ausführlichen Bewertungskommentare zu finden sind (wobei ich meist die Negativ-Kommentare lese).
Ein Grund dafür ist Manipulation - beispielsweise durch Mitbewerber oder Herausgeber/Produzenten. Außerdem sind die Rankings doch sehr subjektiv - was Konsument A gut findet, ist für Konsument B schon wieder schlecht, usw. Last but not least ist das Netz schon voller "Gefällt mir" Buttons und Bewertungssterne - das macht die Sache für mich auf Dauer irgendwie fad - was ich leider gerade am Top Movies Voting auf der Seite bemerke...
Ich wünsche crowdranking aber viel Glück!
Oh ja, da bin ich ganz bei dir.
Meistens lassen sich zwar die künstlichen guten Bewertungen herauslesen, aber leider nicht immer.
Und manche Sachen stören manche Leute, und manche wiederum nicht und dann gibts Faktoren, die eine Negativbewertung herbeiführen, auch wenns unter anderen Umständen keine gegeben hätte. (Das ist ein Phänomen, das üblicherweise bei der Bewertung von Büchern auftritt: wenn man gezwungen wird ein bestimmtes Buch zu lesen, kommts meist zu einer Negativbewertung im Gegensatz dazu, wenn man es freiwillig liest.)
und jetzt die spannende Frage: Wie viel würden Sie für die werbefreie Nutzung eines Rankingportals bezahlen?
5€/Monat?
10€/Monat?
Wenn das Portal auf 25.000 registrierte User kommt und sich die üblichen 1-2% als tatsächlich aktiv erweisen und von denen dann 25% "Premium" User werden, die 5EUR im Monat zahlen... dann sind das: 25% von 2% von 25.000 * 5 EUR == 625 EUR / Monat.
Die im Portal sichtbare Werbung wird keine andere sein als überall anders auch.
Sicher technologisch ein interessantes Projekt, aber finanziell stell ich mir das echt schwierig vor...
dazu braucht man aber auch Millionen Euro, um die Millionen Nutzer zu bekommen (vor allem dauerhaft!).
Das ist wohl die spannende Frage:
Was sind meine Customer Acquisition Costs und wie lange brauch ich um die wieder herein zu bekommen. Erst dann verdiene ich was an dem Kunden.
Da kann und sollte man natürlich lang herum rechnen. Wie viele Facebook Ads brauch ich um 1000 User auf meine Platform zu locken?
Wie viele von denen bleiben? (<1% typischerweise)
Wie viele von denen die bleiben werden Premium User (<1-2%)?
Wie gesagt: Wünsche dem Startup viel Spass und hoffe sie behalten ihren Job an der Uni :)
Ich glaub du hast nicht verstanden, welches Potenzial für die bis heute gänzlich unbrauchbare, webbasierte Meinungsforschung in so einem Tool steckt. So wie ich das verstanden habe, selektieren sich Interessensgruppen zu unterschiedlichen selbstgewählten Themen und "verraten" ihre Wertungen. Mit Zugang zu den Nutzerprofilen könnte man koppeln, zum Beispiel Vorlieben von Produkten mit Vorlieben von Urlaubsdestinationen, und diese dann marketingtechnisch verwerten. Dazu braucht man gar keine näheren Informationen über demographische Kernmerkmale. Es reicht zu wissen, zum Beispiel, Menschen, die gern Gösser trinken, mögen Urlaub in den Bergen: und schon weißt Du, wie Du nächste Werbung gestalten wirst...
Was ich damit sagen will, ist was bringt das der Gesellschaft?
Kann man mit der Kohle und TU Knowhow nichts Vernünftiges anstellen? Ich mein' wofür finanzieren wir so ein Studium? Damit dann irgendsoeine MeeTo Marketing Plattform herauskommt?
Ich erwarte mir aus der Kombi TU+Steuergelder irgendwie 'Wichtigeres'....
Ich selbst bin Soziologe und fände Analysen aus dem Tool auch ohne monetäre Zielsetzung interessant. Rankings als subjektive Äußerungen in ihrem gesellschaftlichen Zusammenhang, Lebensstilanalyse, anonyme Wertsyseme in ihrer Differenz zum öffentlichen Lebensentwurf... da ließe sich schon so einiges herausholen.
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