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Frankfurt/Main - Europas oberster Währungshüter Mario Draghi setzt sich gegen die harsche Kritik an der Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Wehr. "Die Europäische Zentralbank wird alles Notwendige tun, um die Preisstabilität zu gewährleisten", schreibt Draghi in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung "Die Zeit": "Sie wird unabhängig bleiben. Und sie wird immer im Rahmen ihres Mandats handeln."
Zuletzt hatten Experten vor allem aus Deutschland der Notenbank vorgeworfen, sie habe im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise "wiederholt rote Linien überschritten". Etwa mit dem Kauf von Staatsanleihen gefährde sie die Stabilität des Euro und setze ihre Unabhängigkeit aufs Spiel.
Der frühere EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark hatte das Anleihenprogramm als "verbotene monetäre Finanzierung" von Staatshaushalten bezeichnet. Der deutsche Bundesbankpräsident Jens Weidmann warnte, solche Hilfsaktionen könnten "süchtig machen wie eine Droge". Auch für ihn ist die EZB-Strategie, Staatspapiere zu kaufen, um das überhöhte Zinsniveau in den Krisenländern zu drücken, zu nah an einer Staatsfinanzierung durch die Notenpresse.
In der "Zeit" betonte Draghi, dass die EZB auf die Störung an den Finanzmärkten reagieren müsse: "Wenn an den Kapitalmärkten Angst und Irrationalität vorherrschen, wenn sich der gemeinsame Finanzmarkt wieder entlang der Ländergrenzen aufspaltet, dann erreicht das geldpolitische Signal der EZB nicht alle Bürger der Euro-Zone gleichermaßen." Deshalb müsse die Notenbank eingreifen, um Preisstabilität zu gewährleisten: "Dies kann hin und wieder außergewöhnliche Maßnahmen erfordern."
Aus Sicht des EZB-Präsidenten müssen die Euroländer Kompetenzen abgeben, um die Währungsunion langfristig zu stabilisieren. Nötig sei eine effektive Überwachung der Staatshaushalte, Mindeststandards für die Wettbewerbsfähigkeit und eine gemeinsame Finanzmarktarchitektur. (APA, 29.8.2012)
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Wie die Sache ausgehen wird ist wohl jedem mit oekonomischen Kenntnissen inzwischen klar. Die alles entscheidende Frage fuer den Erhält wenigstens eines Teiles des eigenen Ersparten ist die nach dem Zeitpunkt des Zusammenbruchs und ob wir vor der Hyperinflation noch einen kurzen Deflationaeren Schock erleben. Denn obwohl die Geldmenge saftige ausgeweitet wird, geht die Ausweitung de facto nur zu Banken, die dafuer Staatsschulden kaufen, Lohnsteigerungen sind nirgends zu sehen und Unternehmenskreditvergabe sinkt da auch die Banken bemerkt haben, dass wir in der Rezession gefangen sind.
"Geldbeschaffung per Banknotenpresse:
Der Staat konnte die Ausgaben bald nicht mehr annähernd durch Steuereinnahmen oder die erhobenen Zölle finanzieren. Die Regierungen nahmen daher immer höhere Kredite bei der Reichsbank auf und setzten immer häufiger die Notenpresse in Gang. Im Juni 1923 wurde die bereits galoppierende Inflation zu einer Hyperinflation. Die Geldmenge stieg ins Astronomische: Das Giralgeld wuchs auf 500 Trillionen Mark, das umlaufende Bargeld auf fast dieselbe Summe. Zusätzlich gaben Kommunen und Großbetriebe "Notgeld" in Höhe von 200 Trillionen Mark aus. Etwa 300 Papierfabriken und 150 Druckereien waren mit der Herstellung von Banknoten beschäftigt."
der mensch lernt nicht dazu...
Bis 2010 war sie sogar rückläufig.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia... supply.png
Uns droht keine Inflation sondern eine Deflation.
Verbotene Staatsfinanzierung bleibt verbotene Staatsfinanzierung, wie man diese auch immer begründet. Spätenstens mit dem notwendigen 2. Hair-cut für Griechenland steht man vor einem neuen juristischen Problem - zuerst Gewährung von Krediten und dann Verzicht = eindeutige verbotene Staatsfinanzierung.
http://www.wienerzeitung.at/meinungen... -Euro.html
Meint er Zinsen erhöhen ?
Das würde Preisstabiltät schaffen.
Damit würde die vorherrschende Angst und Irrationalität enden und die Leute könnten wieder Staatsanleihen kaufen.
Draghi befürchtet nicht, dass das Geld mehr wert wird, sondern dass es weniger wert wird.
Das meint er mit gefährdeter Preisstabilität.
Wenn das sein Ziel ist, die Erhaltung der Preisstabilität, dann gibt es nur ein Mittel...höhere Zinsen.
Er kann das, dafür ist er Notenbankchef.
die Banken, der Fianzsektor und die Börsen und sonst keiner. Die Börsen machten nach der Ankündigung dees Herr Draghi schon freudensprünge. Die Banken in Italien , Spanien, sogar in Griechenalnd schnellten in die höhe.
Dass die dicke Rechung wieder der kleine Steuerzahler begleicht (Inflation ect) ist den Banken, Börsen e egal. EZB unabhängig...der größte Witz aller zeiten.
Das langfristige Ziel der Golman Sachser ist eine 1:1 Kurs Euro - Dollar. Dafür wird die Geldmenge erhöht, die Stabilität in den Keller gefahren und der Banken- und Kapitalmarktsektor gestützt bis Europa die Schulden von den USA hat und sie dann gemeinsam gegen die ehemaligen Schwellenländer vorgehen können (müssen).
Ein perfider Plan, die Amis vor dem Untergang zu retten. Wir ziehen halt alle runter, dann sind wir auf Augenhöhe.
es gab eine Wirtschaftskrise vor 100 Jahren, die mit der heutigen (alle schon von unserem Standard her) nicht vergleichbar ist. Ich glaub, kein Mensch hat ein Patentrezept wie man da so schnell wie möglich rauskommt ohne Inflation, ohne Abwertung etc. - Wenn man sich so umhört, haben die meisten Leute noch vor einer Inflation Angst (mit der kann man nötigenfalls wenn sie im Rahmen bleibt leben), sondern mit der totalen Geldentwertung. Deutschland ist derzeit sehr mächtig und ich habe schon den Eindruck, dass man dort glaubt man dort glaubt, dass das eigene Wort in der EU Gesetzt ist. So ist es dann aber wieder auch nicht - die EU besteht nicht als D. Als kleiner Mann kann man nur hoffen, dass die mächtigen dieser Welt das richtige tun.
Hat doch Merkel neulich auch gesagt.
Das stan.dard-Forum hat es schon abgelehnt!
http://derstandard.at/134516518... EU-Vertrag
Ich verfolge die Debatte um die Geldpolitik der EZB mit großem Interesse und bin wirklich gespannt, welche Folgen sich daraus ergeben werden. Grundsätzlich halte ich die Positionen der Dt. Bundesbank für richtig, allerdings hat die ordnungspolitische Vernunft in dieser völlig missratenen Währungsunion schon längst keinen Platz mehr.
Die Banken schwimmen in Geld, welches sie aber (noch) bei der EZB parken. Hinzu kommen historisch niedrige Zinsen, ein unter Abwertungsdruck stehender Euro und möglicherweise ein erneutes Anwerfen der "Notenpresse". Dies alles zusammen schafft ein enormes Inflationspotenzial für die Zukunft, wenn die Lage sich halbwegs entspannen sollte.
Grundsätzlich richtig. Allerdings ist die Frage, ob die EZB auch rechtzeitig mit dem Einsammeln beginnen würde. Ich denke, aus Rücksicht auf die Krisenländer würde sie damit möglichst lange warten und die Zinsen noch länger niedrig halten. Hier zeigt sich das Problem der Geldpolitik in einem heterogenen, sich asymmetrisch entwickelnden Währungsraum.
Auch gebe ich zu bedenken, dass die Banken sich für den relativ langen Zeitraum von drei Jahren Geld leihen konnten und davon auch Gebrauch gemacht haben. Dieses Geld kann gar nicht so schnell wieder eingesammelt werden.
Da kriegt der anständige und dauerbelastete, ehrliche Steuerzahler das nackte Grauen! Wie wir da unverschämt, heuchlerisch mit einem Lügengewitter bedient werden!
Was da Draghi von dem Stapel gelassen hat, ist unerhört, seine predigenden Märchenstunden soll er gefälligst vor seinen Goldmann&Sachs Brüdern halten!
Nur schon das Zitat, "die EZB werde im Rahmen
ihres Mandats handeln", ist eine so unverfrorene Frechheit. Weidmann hat absolut Recht, die Anleihekäufe sind verboten!
Und natürlich findet dieser "Draghiavelli", die Staaten müssten noch mehr Recht den Eurofürsten uns seiner EZB abgeben.
So werde ich als Steuerzahler endgültigt entmündigt, und die Schulden-Sumpf-Club-Med Brüder des EZB, bestimmen wie sie uns dauerhaft erpressen!
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