Flut durch "Isaac" schwappte über Deiche bei New Orleans

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Mit Windböen von 130 km/h und heftigen Regenfällen ist Hurrikan "Isaac" im Südosten der USA auf Land geschlagen. Im Bundesstaat Louisiana verursachte der Sturm Überflutungen sowie Stromausfälle in Zehntausenden Haushalten, wie der Nachrichtensender CNN am Mittwoch berichtete. Insgesamt saßen demnach etwa 300.000 Menschen zeitweise im Dunkeln. Es wurde erwartet, dass "Isaac" im Laufe des Tages New Orleans erreicht. New Orleans schloss seine 127, knapp acht Meter hohen Fluttore.

"Isaac" ist weiter in der niedrigsten von fünf Stärke-Kategorien für Hurrikane eingestuft. Das Hurrikanzentrum in Miami gab Warnungen heraus: Vor allem in flachen Küstenregionen jenseits der Deiche könnten lebensgefährliche Fluten entstehen. Menschen in Einfamilienhäusern und Wohnungen in den unteren Etagen drohe "ein sicherer Tod", sollten sie ihre Gebäude nicht rechtzeitig verlassen oder zumindest Schwimmwesten und eine Axt bereithalten, um sich aus überfluteten Räumen zu befreien.

Evakuierte Küstenstriche

Der Hurrikan war zunächst in der Gemeinde Plaquemines Parish auf Land getroffen. Dann zog er sich auf das Meer zurück, bewegte sich in Richtung der Mississippi-Mündung und schlug dann nahe dem Hafen von Port Fourchon - etwa 100 Kilometer südöstlich von New Orleans - erneut an Land auf. Der Sturm setzte Straßen unter Wasser und knickte Bäume und Strommasten um, wie CNN berichtete. Mehrere Flughäfen in der Region seien geschlossen worden und etwa 1.500 Flüge ausgefallen. Auch einige Häfen wurden gesperrt.

In den Staaten Louisiana und Mississippi, die neben Alabama auf der Route von "Isaac" lagen, ließen die Behörden niedrig gelegene Küstenstriche evakuieren. Einwohner deckten sich mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Gütern ein. In Gulfport - mit etwa 70.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Staates Mississippi - wurde eine Ausgangssperre verhängt. US-Präsident Barack Obama hatte eindringlich davor gewarnt, den Sturm zu unterschätzen, auch wenn die Vorkehrungen besser seien als 2005. Die Menschen sollten den Anweisungen der Behörden folgen. (APA, 29.8.2012)

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Am Mittwoch zog "Isaac" zum zweiten Mal über New Orleans hinweg.

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Die intensiven Regenfällen führten teilweise zu Überschwemmungen im Bundesstaat Louisiana.

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Zahlreiche Bäume in New Orleans stürzten um. Die Stärke von "Isaac" war insgesamt aber geringer als befürchtet.

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Bereits am Dienstagabend war "Isaac" im US-Bundestaat Louisiana erstmals auf Land getroffen.

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Ein Satellitenbild vom Dienstagabend um 21.55 Uhr zeigt das massive Sturmtief im Golf von Mexiko.

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Menschen gehen in der Sturmflut von Isaac entlang des Pontchartrain-Sees im Norden von New Orleans.

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Kinder nutzen die überflutete Gegend als ihren Spielplatz.

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Am Lakeshore Drive in New Orleans am Pontchartrain-See scherzen die Jugendlichen auf einer Parkbank.

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Der Pontchartrain-See ist der zweitgrößte Salzwassersee in den USA.

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In Gulfport, Mississipi blockieren entwurzelte Bäume die Straßen.

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Die Straßen sind überflutet.

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Die Wellen reißen einen Pier entlang der Mobile Bay in Alabama auseinander.

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In Coden, Alabama hat der Sturm Schutt auf der Straße hinterlassen.

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