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Heidi Schrodt.
Nach den Sommerferien beginnt am Montag, 3. September, in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland wieder die Schule. Wir haben zum Schulbeginn die ehemalige AHS-Direktorin und Bildungsexpertin Heidi Schrodt in den Chat eingeladen. Sie wird eine Stunde lang - von 12 bis 13 Uhr - die Fragen der UserInnen beantworten.
Was soll man zu Schulbeginn beachten? Wie kann man die Kinder fördern und ihnen Lust auf die Schule machen? Welche Bildungsreformen stehen im Schuljahr 2012/2013 an? Wie werden die Reaktionen auf die ersten Ergebnisse der Bildungsstandard-Tests ausfallen?
Sollten Sie zum Chat keine Zeit haben, können Sie schon jetzt Ihre Fragen unterhalb posten. Oder schicken Sie ein E-Mail an bildung@derStandard.at!
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ich hatte die dame in der ersten klasse ahs in englisch (damals noch im 10.bezirk). nachdem ich die erste schularbeit auf sehr gut geschrieben hatte, schickte sie mich in den damals noch vorhandenen "förderunterricht" am nachmittag. begründung: ich hatte so eine schlechte aussprache. im förderunterricht bin ich dann ein semester mit kindern zusammengesessen, die mehr probleme in englisch hatten, als die aussprache. ich habe weiter einser und zweier geschrieben in diesem semester. meine aussprache hat sich nicht wesentlich verändert und hat ab der zweiten klasse keinen englisch-lehrer mehr gestört!
keine große g'schicht, hinterlässt aber eine große frage nach dem sinn, so wie vieles was ich in dieser ahs erlebt habe...
Na was wird wohl gefragt werden? Die üblichen Themen: Gesamtschule, Ganztagsschule, Lehrerdienstrecht, Lehrerausbildung, Lehrermangel, Sommerferien, usw.
Und aufgrund ihrer häufigen medialen Auftritte weiß man schon ziemlich genau, welche Positionen sie vertritt. Also empfinde ich das Ganze schon im Vorhinein als langweilig.
ihre ehemalige schule ist nicht gerade ein vorzeige objekt... ich kenne viele schüler und ehemalige aus der rahlgasse. sonderlich motiviert sind die wenigsten. und jeder bursch den ich kenne, welcher dort bildung genießt / genossen hat, wusste über geschlechterdiskriminierung zu berichten. das beste beispiel ist, dass als einer von ihnen unterschriften der schüler für eine petition zu diesem thema gesammelt hat (eine sehr zivilisierte form des protest) es disziplinäre konsequenzen gab. sprich inhaltliche auseinandersetzung mit der schulpolitik ist nur dann erwünscht, wenn sie systemkonform ist.
ich schrieb einst einen leserbrief an die zeitung des elternvereins, in dem ich mich über die ständige hervorhebung der leistung des weiblichen lehrpersonals beschwerte (ja, bei uns gab es auch männliche lehrer - trotz Schrodt). Der Brief wurde sogar abgedruckt und Frau Schrodt hat sich persönlich bei mir für den einsatz und den hinweis bedankt.
Allgemein würde ich sagen, dass Schüler, die in die Rahlgasse gingen ein etwas lockereres Verhältnis zu Authoritäten haben und sich auf gut Deutsch weniger scheißen und nicht alles für Gesetz nehmen was von den Göttern der Hierarchie kommt. Ist sicher manchmal ein Nachteil, aber im Großen und Ganzen ein Vorteil.
Eine Schulleiterin mit engen Kontakten zur Politik als BildungsexpertInnen zu titulieren ist ebenso fragwürdig wie selbst ernannte Bildungsexperten, die ohne Expertise Bücher mit Inhalten publizieren über Schule wie z.B. Hr.Salcher. Warum spricht man bitte nicht von Menschen, die am Schulsystem beteiligt sind/waren bzw. interessiert sind, als diese als BildungsexpertInnen zur eigenen Erbaulichkeit in die Öffentlichkeit zu stellen.
In den letzteen 20 bis 30 Jahren wurde der Schule immer mehr und mehr aufgebürdet wurde. Zu meiner HTL Zeit haatten wir in der 1. Klasse 48 Schüler ohne Zweitlehrer, aber dafür einen straffen Frontalunterricht, der die SChüler zwang sich mit dem Stoff zu beschäftigen und das bei ca. 48 Wochenstunden Unterricht, einschließlich 16Std. Werkstattunterricht.
Man müsste unterscheiden zwischen Pflichtschule und höheren Schulen. In den Pflichtschulen kann man jeden der es braucht aufs "Topferl" setzen und fördern, vorausgesetzt, die Eltern spielen mit und geben das Kind nicht bloß beim Schultor ab; Rest Schule. In den Oberstufen sollte die Psychologie zurückgedrängt und mehr mit der Methode "Friss Vogel od. stirb" vorgegangen werden.
Seit Jahren dreht sich die Schulpolitik im Kreis, von einem Schulversuch zum anderen, ohne dass ein wirkliches Gesamtkonzept zu erkennen wäre. Qualifizierte Expertenmeinungen gibt es genug, wie dem Schuldebakel beizukommen wäre, z.B. kleine Klassen mit 2 Lehrern, gezielter Förderunterricht, fächerübergreifende Unterrichtsgestaltung, Zeit für soziales Lernen und Motivationsförderung....engagierte LehrerInnen sind sicher auffindbar, wenn sie nicht zu "Prügelknaben" hilfloser Politiker gemacht werden. Wenn die Politik nicht gewillt ist, effiziente Veränderungen zu finanzieren, dann soll sie es auch offen kommunizieren.Glauben Sie selbst, Frau Schrodt, dass die Schulpolitik in absehbarer Zeit zu einem Paradigmenwechsel fähig und willens ist?
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