SW Umwelttechnik kämpft mit Marktlage in Ungarn

29. August 2012, 09:02
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Firma verbessert zwar sein Ergebnis, es ist aber immer noch negativ. "Gedämpfte Aussichten" für zweites Halbjahr

Wien/Klagenfurt - Der Umsatz der börsenotierten SW Umwelttechnik mit Sitz in Klagenfurt ist im 1. Halbjahr im Vorjahresvergleich von 27,8 Mio. Euro auf 24,0 Mio. Euro gesunken. Das operative Ergebnis, wenn auch großteils negativ, verbesserte sich aber. Das Ebit stieg von minus 1,7 Mio. Euro auf minus 1,0 Mio. Euro, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von minus 2,2 Mio. Euro auf minus 0,9 Mio. Euro. Das Ebitda sei mit 0,9 Mio. Euro um 0,4 Mio. Euro besser ausgefallen als im 1. Halbjahr 2011, teilte das Unternehmen am Mittwoch ad hoc mit.

Der Umsatzrückgang sei bedingt durch die Entkonsolidierung der Beteiligung Isospan Baustoffwerk GmbH in Österreich und der starken Verzögerungen bei kommunalen Projekten in Ungarn, dem wichtigsten der drei Kernmärkte der im CEE-Raum tätigen Kärntner Firma. Mit der Abgabe der Isospan-Beteiligung ging die Übernahme aller Anteile an der SW Umwelttechnik Österreich GmbH einher - und eine Konzentration auf das Kerngeschäft erreicht, schreibt Vorstand Bernd Wolschner im Aktionärsbrief zum Halbjahr.

Personaleinsparungen

Das gesteigerte Ergebnis sei auf die Reduktion des Personals um 12 Prozent auf nunmehr 474 Mitarbeiter als auch auf die Senkung des betrieblichen Aufwandes um 14 Prozent gegenüber dem Jahr davor zurückzuführen. Alleine in Österreich arbeiten für die "SWUT" 103 Personen.

Die Marktlage - vor allem in Ungarn schwierig - lasse für das zweite Halbjahr "nur gedämpfte Aussichten zu". Im Nachbarland ist das Unternehmen "nach wie vor in allen Geschäftsbereichen mit einem rezessiven Marktumfeld konfrontiert". Im zweiten Kernmarkt Rumänien ist immerhin eine Steigerung im Bereich der EU-finanzierten Projekte festzustellen. Am Heimmarkt Österreich verlaufe die Geschäftsentwicklung positiv.

Die Umsätze der Firma sanken durchwegs: In Österreich auf 6,7 Mio. Euro (1. Halbjahr 2011: 7,1 Mio. Euro), in Ungarn auf 10,2 Mio. Euro (12,6 Mio. Euro) und in Rumänien auf 5,0 Mio. Euro (5,9 Mio. Euro). In den weiteren Ländern gab es ein Minus von 2,2 Mio. Euro auf nun 2,1 Mio. Euro. Die Bilanzsumme stieg indes von 96,3 Mio. Euro auf 97,9 Mio. Euro, das Eigenkapital blieb mit 7,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. (APA, 29.8.2012)

  • Fertigung von Kanalanlagen-Teilen.
    foto: standard/strobl

    Fertigung von Kanalanlagen-Teilen.

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