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Kaufmann zur Kritik der Wirtschaftskammer: "Das ist eine Retourkutsche."
vergrößern 800x370Das Konzept zur Verkehrsberuhigung in der Mariahilfer Straße ist noch nicht ganz fertig.
STANDARD: Nach derzeitigem Stand soll die Mariahilfer Straße zwischen Andreas- und Kirchengasse eine reine Fußgängerzone werden - die angrenzenden Abschnitte von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden. Kann ein Stückwerk attraktiv sein?
Renate Kaufmann: Darum gibt es noch keine endgültige Lösung. Die Mariahilfer Straße ist voll bewohnt, in den meisten Häusern außerhalb dieser Kernzone gibt es Garagen, und die Anrainer müssen zufahren können - sooft sie wollen. Ich befürchte, dass mit jedem, der eine Berechtigung hat, ein anderer Autofahrer illegal zufahren wird. So wird eine Fußgängerzone natürlich ad absurdum geführt. Im Bereich Andreasgasse - Kirchengasse gibt es aber keine Einfahrten, deshalb kann es zu einer echten Fußgängerzone werden.
STANDARD: Wie soll in den anderen Abschnitten kontrolliert werden, dass kein Autofahrer unerlaubterweise fährt?
Kaufmann: Etwa durch eine Überwachung mittels Chip. Oder mit versenkbaren Pollern. Da kämpfen wir noch mit der zuständigen Magistratsabteilung. Salzburg hat aber gezeigt, dass es geht.
STANDARD: Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou möchte, dass die Mariahilfer Straße künftig durchgehend von Radfahrern befahren werden kann. Eine reine Fußgängerzone würde das unterbrechen.
Kaufmann: Das ist richtig. Wenn wir erreichen, dass die Radfahrer in der Fußgängerzone Rücksicht nehmen, wird es kein Problem geben. Allerdings müsste die Polizei zu Beginn kontrollieren.
STANDARD: Durch diesen Teil fährt der 13A. Die Wiener Linien haben bereits zu verstehen gegeben, dass sie mit einem Bus nicht durch eine Fußgängerzone fahren wollen. Wie kann das gelöst werden?
Kaufmann: Die Neubaugasse ist nach der Liefertätigkeit ab 10.30 Uhr auch Fußgängerzone, und der Bus fährt durch. Es würde gehen, wenn man ein allgemeines Fahrverbot, ausgenommen Busse der Wiener Linien, erlässt. Das wäre nach dem Gesetz keine Fußgängerzone, hätte aber die gleiche Wirkung.
STANDARD: Verkehrsberuhigung bedeutet auch, dass die beiden angrenzenden Bezirke ein Verkehrskonzept brauchen, damit sie nicht im Ausweichverkehr ersticken. Welche Maßnahmen wären für den 6. Bezirk notwendig?
Kaufmann: Die Gumpendorferstraße ist die Hauptdurchzugsroute in Mariahilf und auch ein Verkehrszubringer für die angrenzenden Gassen. Das könnte man unterbrechen, indem man bei der Einmündung am Getreidemarkt das Linksabbiegen verbietet. Erhebungen haben ergeben, dass viele Autofahrer die Route nützen, wenn die Wienzeile verstopft ist. Diese Durchfahrten müsste man mit einem Rechtsabbiegegebot unterbinden. Über die Webgasse wiederum versuchen täglich hunderte Autofahrer, dem Stau am Gürtel auszuweichen. Diesen Schleichweg würden wir mit dem Umdrehen der Einbahn im 6. und im 7. Bezirk beenden.
STANDARD: Es gibt Kritik, unter anderem von der Wirtschaftskammer, dass nichts weiter geht, weil die Bezirke ständig an neuen Vorschlägen basteln würden. Was sagen Sie dazu?
Kaufmann: Das ist unfair, weil die Wirtschaftskammer von Anfang an involviert war. Es ist eine Retourkutsche, die Wirtschaftskammer hat Zulieferverkehr rund um die Uhr gefordert, und dagegen wehren wir uns. Es funktioniert in anderen Fußgängerzonen auch, warum sollen wir ausgerechnet hier tausende Lieferfahrten zulassen? Das muss man auch aus Umweltschutzgründen unterbinden. (Bettina Fernsebner-Kokert, DER STANDARD, 29.8.2012)
Renate Kaufmann (57) ist seit 1993 für die SPÖ politisch in Mariahilf tätig, seit 2001 als Bezirksvorsteherin.
Eine Online-Umfrage ergibt, dass mehr Verweilmöglichkeiten und Grünelementen gewünscht werden
Um Fußgänger auf Gefahr aufmerksam zu machen
Abschnitt zwischen Neubau- und Esterházygasse bis Sonntag gesperrt
Von Freitag bis Sonntag soll eine autofreie Zone Gefühl für künftige Verkehrsberuhigung vermitteln
Der städtische Bus 13A wird mitten durch die Fußgängerzone fahren, an den Kreuzungen sollen Ampeln für Ordnung sorgen
Neues Verkehrskonzept ausgearbeitet - Änderungen nach Evaluierungsphase noch möglich
Wo die Mariahilfer Straße Shoppingmeile ist, kommt so etwas Ähnliches wie eine Fußgängerzone. Vor dem autofreien Bereich sind Begegnungszonen geplant, in denen alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind
Wiener Vizebürgermeisterin will gemeinsam mit Bürgern nach einer Testphase Vor- und Nachteile bewerten - Hatte bei Anrainerbefragung zu Querungsmöglichkeiten "nichts mitzureden"
Ob die Mariahilfer Straße weitgehend autofrei wird, ist nach wie vor fraglich. Mit dem Ergebnis der Anrainerbefragung sind die Wiener Grünen ihrem Ziel aber einen Schritt näher gekommen. Jetzt wird weitergestritten.
Wirtschaftskammer schickte Befragung an 9.000 Betriebe in Mariahilf und Neubau, aber nur 13 Prozent nahmen daran teil
Solange die Auswirkungen nicht klar seien, kaufe man die Katze im Sack, kritisieren Anrainer die Fragestellung
2A-Route bleibt - Kaufmann: "Fragebögen gehen nächste Woche raus" - Wirtschaftskammer plant eigene Befragung
Die Wirtschaftskammer will bei der Ausformulierung der Fragen ebenfalls mitmischen
Laut Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann soll es ein Gesamtergebnis aus 6. und 7. Bezirk geben
Abstimmung über Querungen fix - Frage zu 2A noch offen - Mit Details noch zurückhaltend - Ergebnis im Februar
Aichinger prophezeit mehr kreisenden Verkehr, weniger Parkplätze und Staus
Thomas Blimlinger, grüner Bezirkschef von Neubau, will nur Anrainer bei verkehrsberuhigenden Maßnahmen mitreden lassen
Sollen die Anrainer grundsätzlich abstimmen, ob die Mariahilfer Straße Fußgängerzone wird, oder sollen sie nur über Details der Verkehrsberuhigung entscheiden?
Sieben Teilabschnitte sollen entstehen - WK Wien befürchtet "Imageverlust" der Einkaufsstraße
Rot versus Grün versus Mariahilf versus Neubau versus Wirtschaft: Bei der Neugestaltung der Mariahilfer Straße tun sich immer neue Fronten auf. Knackpunkte sind die Querungen für Autos und der Lieferverkehr
Laut Vassilakou zwischen Andreas- und Kirchengasse: "Überall sonst Garageneinfahrten"
Fußgängerzone mit Ausnahmen geplant - Nicht sinnvoll, die Straße nur auf einem oder mehreren Abschnitten zu sperren
An die Verantwortlichen wurde von mir seit 2011 Kritik geübt,ohne Antwort bis vor kurzem. Es wurde jetzt aber mit vereinten Kräften eine verpflichtende Befragung erwirkt. Die kommt bald, wenn Sie Interesse daran haben nehmen sie am Tweet teil. Twitterkonto mit Namen und Email und Passwort eröffnen oder per Google https://twitter.com/MariahilfstrNeu eingeben und sofort ohne Login mitlesen,was ein Vorteil von Twitter ist. Dieses Medium ist frei zugänglich.
Liebe Frau Kaufmann,
Re Schleichweg Schottenfeldgasse-Webgasse, warum wiedermal den Schleichweg Stumpergasse-Kaiserstrasse ausgespart? Doch zu wenig Mut zu durchdachten und komplexen Lösungen? Mit der derzeit vorgeschlagenen Einbahnregelung wird es für Anrainer umliegender Strassen nur schwieriger. Für sie gibt es nämlich gar weder Befragung noch Verkehrsberuhigung. Sie müssen stattdessen dann für An- und Abfahrt zur Wohnadresse drei mal mit der Kirche ums Kreuz fahren. Z.B. die nun vorgeschlagene "Lösung" für die Stumpergasse ist wohl das sinnloseste und Dümmste, was man tun kann, wenn einem Verkehrsberuhigung für AnrainerInnen wichtig wäre.
Die Pollerlösung in Salzburg ist furchtbar. Die "Unauffälligkeit", die Grund für die Poller war, ist völlig flöten gegangen wegen mannshoher Warnschilder, Ampeln, Blinklichter etc., weil die Depperten trotzdem hinter einem anderen her über die Poller gefahren sind und dann von unten aufgespießt wurden...
Da ist jeder Schranken unauffälliger, und jeder Depp versteht ihn.
Oder warum nicht wie in Italien?
Da stehen einfach große Fahrverbotsschilder, die international verstanden werden, und nur auf italienisch ggf. Zusatzinfos, wer ausgenommen ist.
Dazu noch rigiros und hoch strafen, dann braucht man keine Poller.
es fahren mehr auf der Mariahilferstraße als auf der Gumpendorferstraße. Daher wäre eine Fußgängerzone falsch. Eine Verkehrberuhigung ist wenn dann die bessere Variante, wo AUCH der 13A als auch Radfahrer queren können.
Ist ja eine Tatsache, daß die Gumpendorferstraße (früher Einkaufsstraße) nach der "verkehrsberuhigung" verslummt ist. Die Anwohner haben es jetzt ruhiger, es will aber auch niemand mehr dort einkaufen. Was soll ich dort auch? Alles ist heruntergekommen, verfallen, geschlossen, verslummt.
Mit der Praterstraße war es so, mit der Taborstraße, der Nußdorferstraße, und vielen anderen.
Natürlich kaufen auch Radfahrerinnen ein. Aber vielleicht kein Abendkleid beim Adlmüller in der Kärntnerstraße (der ist schon eingegangen), sondern vielleicht einen Palästinenserschal, einen Kindertragesack, lila Pullover, oder ein Fahrradschloß. Es ändert sich halt alles, wenn wir das so wollen. Wollen wir das so?
Wo waren doch noch die Outlets??
Also scheinbar sollen Radfahrer sehr wohl auch in dieser ev. geplanten Fußgängerzone durchfahren dürfen, wenn es nach Chorherr geht:
"radwegnaschmarkt ?@radwegnaschmark
"Eine reine Fußgängerzone, das heißt auch ohne Fahrradverkehr, soll zwischen der Andreas- und der Kirchengasse entstehen." Ernst? @chorherr "
"
ANTWORT:
"
christoph chorherr ?@chorherr
@radwegnaschmark nein.
"
"radwegnaschmarkt ?@radwegnaschmark
@chorherr Wird es BürgerInnenbeteiligung zur Mariahilferstraße und zum Radweg auf Mahü geben? #mahü #mariahilferstraße #fuzu #fußgängerzone "
ANTWORT:
"
christoph chorherr ?@chorherr
@radwegnaschmark ja "
hat das jedes kleine kaff: poller, die sich automatisch im boden versenken, sobald sich ein auto mit berechtigung und entsprechendem chip nähert. technisch ist das kein problem. absurd könnte es höchstens werden, wenn dauernd so viele anrainer zu- und abfahren, daß die poller kaum zur ruhe kommen. dann könnte man sie sich auch gleich sparen. um festzustellen, wie viele anrainer es gibt, müßten die zahlen allerdings sowieso vorhanden sein.
die überlegungen der övp - dach drüber - sollten tatsächlich noch mit eingearbeitet werden und dann noch der radweg als zwischengeschoss, da ist noch viel arbeit und die bvIn vom 6ten kümmert sich nach ihrer schweren krankheit - ein ganzes jahr im krankenstand - wirklich rührend drum, mittlerweile war sie schon in china auf dienstreise und zwischendurch die aufopfernde arbeit im bezirk, geschickte medienarbeit und dann in den wohlverdienten urlaub, hoffentlich trägt das alles zur baldigen genesung bei, im forum mariahilf werden schon vermisstenmeldungen - von dauer bzw powerpostern - abgegeben, es geht einfach weiter
Man kann es nicht oft genug sagen: bitte erlösen sie die mehr als 85% der Wienerinnen und Wiener die NICHT die grünen und schon gar nicht Frau vassilakou gewählt haben und schicken sie die dame wohin auch immer. Und zwar rechtzeitig vor der nächsten Wahl. Jetzt. Ihre Wähler werden es ihnen danken, oder Blau wählen, wenn sie es nicht tun. Wollen sie das wirklich? Das kann kein sozialdemokrat wollen.
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