Mariahilfer Straße: "So wird eine Fußgängerzone ad absurdum geführt"

Interview | Bettina Fernsebner-Kokert, 29. August 2012, 09:49
  • Kaufmann zur Kritik der Wirtschaftskammer: "Das ist eine Retourkutsche."
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    Kaufmann zur Kritik der Wirtschaftskammer: "Das ist eine Retourkutsche."

  • Das Konzept zur Verkehrsberuhigung in der Mariahilfer Straße ist noch nicht ganz fertig.
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    Das Konzept zur Verkehrsberuhigung in der Mariahilfer Straße ist noch nicht ganz fertig.

Renate Kaufmann, die rote Bezirksvorsteherin von Mariahilf, möchte einen Teil der Mariahilfer Straße zur reinen Fußgängerzone machen. Auch für den Bus gäbe es Lösungen

STANDARD: Nach derzeitigem Stand soll die Mariahilfer Straße zwischen Andreas- und Kirchengasse eine reine Fußgängerzone werden - die angrenzenden Abschnitte von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden. Kann ein Stückwerk attraktiv sein?

Renate Kaufmann: Darum gibt es noch keine endgültige Lösung. Die Mariahilfer Straße ist voll bewohnt, in den meisten Häusern außerhalb dieser Kernzone gibt es Garagen, und die Anrainer müssen zufahren können - sooft sie wollen. Ich befürchte, dass mit jedem, der eine Berechtigung hat, ein anderer Autofahrer illegal zufahren wird. So wird eine Fußgängerzone natürlich ad absurdum geführt. Im Bereich Andreasgasse - Kirchengasse gibt es aber keine Einfahrten, deshalb kann es zu einer echten Fußgängerzone werden.

STANDARD: Wie soll in den anderen Abschnitten kontrolliert werden, dass kein Autofahrer unerlaubterweise fährt?

Kaufmann: Etwa durch eine Überwachung mittels Chip. Oder mit versenkbaren Pollern. Da kämpfen wir noch mit der zuständigen Magistratsabteilung. Salzburg hat aber gezeigt, dass es geht.

STANDARD: Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou möchte, dass die Mariahilfer Straße künftig durchgehend von Radfahrern befahren werden kann. Eine reine Fußgängerzone würde das unterbrechen.

Kaufmann: Das ist richtig. Wenn wir erreichen, dass die Radfahrer in der Fußgängerzone Rücksicht nehmen, wird es kein Problem geben. Allerdings müsste die Polizei zu Beginn kontrollieren.

STANDARD: Durch diesen Teil fährt der 13A. Die Wiener Linien haben bereits zu verstehen gegeben, dass sie mit einem Bus nicht durch eine Fußgängerzone fahren wollen. Wie kann das gelöst werden?

Kaufmann: Die Neubaugasse ist nach der Liefertätigkeit ab 10.30 Uhr auch Fußgängerzone, und der Bus fährt durch. Es würde gehen, wenn man ein allgemeines Fahrverbot, ausgenommen Busse der Wiener Linien, erlässt. Das wäre nach dem Gesetz keine Fußgängerzone, hätte aber die gleiche Wirkung.

STANDARD: Verkehrsberuhigung bedeutet auch, dass die beiden angrenzenden Bezirke ein Verkehrskonzept brauchen, damit sie nicht im Ausweichverkehr ersticken. Welche Maßnahmen wären für den 6. Bezirk notwendig?

Kaufmann: Die Gumpendorferstraße ist die Hauptdurchzugsroute in Mariahilf und auch ein Verkehrszubringer für die angrenzenden Gassen. Das könnte man unterbrechen, indem man bei der Einmündung am Getreidemarkt das Linksabbiegen verbietet. Erhebungen haben ergeben, dass viele Autofahrer die Route nützen, wenn die Wienzeile verstopft ist. Diese Durchfahrten müsste man mit einem Rechtsabbiegegebot unterbinden. Über die Webgasse wiederum versuchen täglich hunderte Autofahrer, dem Stau am Gürtel auszuweichen. Diesen Schleichweg würden wir mit dem Umdrehen der Einbahn im 6. und im 7. Bezirk beenden.

STANDARD: Es gibt Kritik, unter anderem von der Wirtschaftskammer, dass nichts weiter geht, weil die Bezirke ständig an neuen Vorschlägen basteln würden. Was sagen Sie dazu?

Kaufmann: Das ist unfair, weil die Wirtschaftskammer von Anfang an involviert war. Es ist eine Retourkutsche, die Wirtschaftskammer hat Zulieferverkehr rund um die Uhr gefordert, und dagegen wehren wir uns. Es funktioniert in anderen Fußgängerzonen auch, warum sollen wir ausgerechnet hier tausende Lieferfahrten zulassen? Das muss man auch aus Umweltschutzgründen unterbinden. (Bettina Fernsebner-Kokert, DER STANDARD, 29.8.2012)

Renate Kaufmann (57) ist seit 1993 für die SPÖ politisch in Mariahilf tätig, seit 2001 als Bezirksvorsteherin.

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Posting 1 bis 25 von 1018
Demokratiemissbrauch? 50.000 im 6/7 mussten Schweigen- jetztkommt die Befragung!

An die Verantwortlichen wurde von mir seit 2011 Kritik geübt,ohne Antwort bis vor kurzem. Es wurde jetzt aber mit vereinten Kräften eine verpflichtende Befragung erwirkt. Die kommt bald, wenn Sie Interesse daran haben nehmen sie am Tweet teil. Twitterkonto mit Namen und Email und Passwort eröffnen oder per Google https://twitter.com/MariahilfstrNeu eingeben und sofort ohne Login mitlesen,was ein Vorteil von Twitter ist. Dieses Medium ist frei zugänglich.

Liebe Frau Kaufmann,
Re Schleichweg Schottenfeldgasse-Webgasse, warum wiedermal den Schleichweg Stumpergasse-Kaiserstrasse ausgespart? Doch zu wenig Mut zu durchdachten und komplexen Lösungen? Mit der derzeit vorgeschlagenen Einbahnregelung wird es für Anrainer umliegender Strassen nur schwieriger. Für sie gibt es nämlich gar weder Befragung noch Verkehrsberuhigung. Sie müssen stattdessen dann für An- und Abfahrt zur Wohnadresse drei mal mit der Kirche ums Kreuz fahren. Z.B. die nun vorgeschlagene "Lösung" für die Stumpergasse ist wohl das sinnloseste und Dümmste, was man tun kann, wenn einem Verkehrsberuhigung für AnrainerInnen wichtig wäre.

" Etwa durch eine Überwachung mittels Chip. Oder mit versenkbaren Pollern. Da kämpfen wir noch mit der zuständigen Magistratsabteilung. Salzburg hat aber gezeigt, dass es geht."

Die Pollerlösung in Salzburg ist furchtbar. Die "Unauffälligkeit", die Grund für die Poller war, ist völlig flöten gegangen wegen mannshoher Warnschilder, Ampeln, Blinklichter etc., weil die Depperten trotzdem hinter einem anderen her über die Poller gefahren sind und dann von unten aufgespießt wurden...

Da ist jeder Schranken unauffälliger, und jeder Depp versteht ihn.

Oder warum nicht wie in Italien?

Da stehen einfach große Fahrverbotsschilder, die international verstanden werden, und nur auf italienisch ggf. Zusatzinfos, wer ausgenommen ist.

Dazu noch rigiros und hoch strafen, dann braucht man keine Poller.

die optish schönste lösung ist eine kamera - sowas gits soweit ich gesehen hab in graz - also wer unberechtigt reinfährt bekommt zu 100% eine strafe, so wie die, die durch die sectioncontrol rasen.

gratuliere - ich rege an dass jemand der das tausendste mail schreibt vom standard ein kleines geschenk bekommt!

Danke an die 999 Vorposter. Ich hatte, glaube ich, noch nie das 1.000ste Posting :-))

Mariahilferstraße ist Hauptverkehrsroute von Radfahrern

es fahren mehr auf der Mariahilferstraße als auf der Gumpendorferstraße. Daher wäre eine Fußgängerzone falsch. Eine Verkehrberuhigung ist wenn dann die bessere Variante, wo AUCH der 13A als auch Radfahrer queren können.

Ja bitte, das stiemd ...

Ist ja eine Tatsache, daß die Gumpendorferstraße (früher Einkaufsstraße) nach der "verkehrsberuhigung" verslummt ist. Die Anwohner haben es jetzt ruhiger, es will aber auch niemand mehr dort einkaufen. Was soll ich dort auch? Alles ist heruntergekommen, verfallen, geschlossen, verslummt.

Mit der Praterstraße war es so, mit der Taborstraße, der Nußdorferstraße, und vielen anderen.

Natürlich kaufen auch Radfahrerinnen ein. Aber vielleicht kein Abendkleid beim Adlmüller in der Kärntnerstraße (der ist schon eingegangen), sondern vielleicht einen Palästinenserschal, einen Kindertragesack, lila Pullover, oder ein Fahrradschloß. Es ändert sich halt alles, wenn wir das so wollen. Wollen wir das so?

Wo waren doch noch die Outlets??

Gumpi "verslummt"?

Also Sie müssen von einer anderen Gumpendorfer Straße sprechen, nicht von der in der ich wohne. Denn diese ist keinesfalls verslummt. Und verkehrsberuhigt ist sie leider auch noch nicht.

köstlich.

https://twitter.com/chorherr/... 0676204544

Also scheinbar sollen Radfahrer sehr wohl auch in dieser ev. geplanten Fußgängerzone durchfahren dürfen, wenn es nach Chorherr geht:

"radwegnaschmarkt ?@radwegnaschmark

"Eine reine Fußgängerzone, das heißt auch ohne Fahrradverkehr, soll zwischen der Andreas- und der Kirchengasse entstehen." Ernst? @chorherr "
"

ANTWORT:

"
christoph chorherr ?@chorherr

@radwegnaschmark nein.
"

Was wollen Sie uns mitteilen? In vollständigen Sätzen, die zusammenhängen, ist das einfach besser zu erklären, wissen's?

https://twitter.com/chorherr/... 9279322112

"radwegnaschmarkt ?@radwegnaschmark

@chorherr Wird es BürgerInnenbeteiligung zur Mariahilferstraße und zum Radweg auf Mahü geben? #mahü #mariahilferstraße #fuzu #fußgängerzone "

ANTWORT:

"
christoph chorherr ?@chorherr

@radwegnaschmark ja "

in frankreich

hat das jedes kleine kaff: poller, die sich automatisch im boden versenken, sobald sich ein auto mit berechtigung und entsprechendem chip nähert. technisch ist das kein problem. absurd könnte es höchstens werden, wenn dauernd so viele anrainer zu- und abfahren, daß die poller kaum zur ruhe kommen. dann könnte man sie sich auch gleich sparen. um festzustellen, wie viele anrainer es gibt, müßten die zahlen allerdings sowieso vorhanden sein.

hier in

Ligurien auch

ui! sie duerfen doch net den austriaken frankreich als beispielgebend hinstellen!...

...sie wern sich ihnen an grant zuziehen!

fuzo mahü

die überlegungen der övp - dach drüber - sollten tatsächlich noch mit eingearbeitet werden und dann noch der radweg als zwischengeschoss, da ist noch viel arbeit und die bvIn vom 6ten kümmert sich nach ihrer schweren krankheit - ein ganzes jahr im krankenstand - wirklich rührend drum, mittlerweile war sie schon in china auf dienstreise und zwischendurch die aufopfernde arbeit im bezirk, geschickte medienarbeit und dann in den wohlverdienten urlaub, hoffentlich trägt das alles zur baldigen genesung bei, im forum mariahilf werden schon vermisstenmeldungen - von dauer bzw powerpostern - abgegeben, es geht einfach weiter

der abschluss der umbauarbeiten wird mit einem festakt gekrönt. höhepunkt wird sein soviel kann ich verraten: die feierliche umtaufe der inneren mariahilferstraße in maria-vassilakou-weg.
;-)

zwischen zollergasse und museumsquartier wird eine rodelbahn angelegt - zur entlastung des hügels auf der jesuitenwiese.
;-)

Lieber michael Häupl!

Man kann es nicht oft genug sagen: bitte erlösen sie die mehr als 85% der Wienerinnen und Wiener die NICHT die grünen und schon gar nicht Frau vassilakou gewählt haben und schicken sie die dame wohin auch immer. Und zwar rechtzeitig vor der nächsten Wahl. Jetzt. Ihre Wähler werden es ihnen danken, oder Blau wählen, wenn sie es nicht tun. Wollen sie das wirklich? Das kann kein sozialdemokrat wollen.

1421
31.8.2012, 14:53

Kaum greift ma den Penisersatz an, schon melden sich die duemmsten der dummen...

kein mensch hat sie beruehrt...

komisch, dass juniorpartner in einer koalition immer nur dann als lästig wahrgenommen werden, wenn sie für dinge eintreten, die einem gegen den strich gehen.

komisch ist lustig, nicht ganz unlogisch ist es.
;-)

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