Elektrisch brummen auf vier Rädern

Rudolf Skarics, 29. August 2012, 16:55
  • Der Fluence ist ein Beispiel aus dem Angebot an Elektroautos von Renault.
    vergrößern 645x430
    foto: werk

    Der Fluence ist ein Beispiel aus dem Angebot an Elektroautos von Renault.

Das Angebot an Elektroautos wächst, aber sie sind noch immer kein Verkaufshit - Renault bietet derzeit die breiteste Palette an Elektroautos

Geredet wird viel über Elektroautos in Österreich, gekauft eher wenig. Die Unsicherheit rund um das Elektroauto ist nach wie vor groß, und natürlich sind es die hohen Preise, die geringe Reichweite und zu wenig Steckdosen, die das breite Publikum vor einem Kauf zurückschrecken lassen. Eventuelle Förderungen stellen keinen ausschlaggebenden Anreiz dar.

Trotzdem: Am aktivsten sind französische und japanische Autohersteller, unter anderem mit einem gemeinschaftlich entwickelten Produkt, dem viersitzigen Kleinwagen Mitsubishi iMiEV, der auch als Citroën C-Zero und Peugeot iOn angeboten wird, und zwar bereits in zweiter verbesserter Generation. Preis 30.000 Euro.

Renault bietet derzeit die breiteste Palette an Elektroautos, nämlich die Limousine Fluence, den Family-Van Kangoo und das Fun-Car Twizy.

Durch den Kniff, die Batterien zu vermieten, liegen die Neupreise auf gewohntem Niveau, dafür kommen monatlich 100 Euro Batteriemiete hinzu. Pfiffig erscheint der Twizy, ein vierrädriger Motorroller für rund 8000 Euro Fahrzeugpreis plus 50 Euro monatliche Batteriemiete.

Die Produktion des batteriebetriebenen Supersportwagens Tesla Roadster ist gerade ausgelaufen, die Herstellung eines Nachfolgers läuft in USA gerade an. Ferrari-Boss Luca Montezemolo hingegen hat hoch und heilig versprochen, niemals ein Elektroauto zu bauen.

Interessant sind auch noch Elektroautos mit Range Extender und sogenannte Plug-in-Hybride. Technisch im Detail zwar unterschiedlich aufgebaut, zeichnen sich doch beide dadurch aus, dass sie an der Steckdose geladen und über eine mittlere bis höhere zweistellige Kilometerstrecke rein elektrisch gefahren werden können. Jederzeit kann ein Verbrennungsmotor an Bord den Antrieb übernehmen.

Beispiele: Opel Ampera / Chevrolet Volt (ab Euro 43.000,-) mit Range Extender oder der Toyota Prius Plug-in-Hybrid, der im September kommt, preislich etwas günstiger, aber auch mit geringerer elektrischer Reichweite. (Rudolf Skarics, AutoMobil, DER STANDARD, 24.8.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 98
1 2 3
Interessant wird die Leistung der GM-Modelle..

erst dann wenn sie mit der neuen Envia-Batterie ausgerüstet sind, was nun bald so weit sein wird, denn die Envia-Lithiumbatterie www.enviasystems.com hat eine Energiedichte von 400Wh/kg, das dann eine echte Konkurrenz für den Benzinbetrieb wird.

Ich halte wenig von reinen Elektrofahrzeugen,

aber die beste Art, deren Einsatz zu fördern, wäre die Aufhebung der Kurzparkzonen für REINE Elektrofahrzeuge. Ich behaupte einmal, die Autokonzerne könnten nicht so schnell produzieren, wie es dann notwendig wäre.

Das größte Hindernis in Europa für EV ...

ist das Handycap, dass hier derzeit keine Lithiumzellen gefertigt werden und alles aus den USA und Fernost importiert werden muss, das verdoppelt die Preise.
Die neuen Batterien für den intern. Standard von 48Volt für KFZ haben die Chinesen schon Rechnung getragen und man kann sich solche Batterien selber importieren.
In Ö. gibts keine derartige Fabrik für Lithiumzellen, obwohl deren Herstellung keine Kunst ist.
Magna baut derzeit an einem Werk für Lithiumbatterien, südl. von Graz und das wird bis zur Fertigstellung noch dauern!
Mit einem E-Bike kann man allerdings schon damit beginnen.

Chinesen bauen vielleicht schlechtes Kinderspielzeug, aber Elektroautos werden mehr und besser gebaut, als EU das macht!

Gestern war eine interessante Sendung darüber in 3SAT.
Europa mag wohl weiter schlafen, die Zukunft passiert woanders!

"Ferrari-Boss Luca Montezemolo hingegen hat hoch und heilig versprochen, niemals ein Elektroauto zu bauen."

Der wird vielleicht auch noch draufkommen, dass z.B. ein Telsa Roadster jeden seiner heißgeliebten Ferraris gnadenlos abhängt.

Zu diesem Thema ein Auszug aus einem Artikel der aktuellen "auto touring" ...

"(...) Vom Ziel, dass im Jahr 2020 auf Österreichs Straßen 250.000 E-Autos unterwegs sein sollen, ist keine Rede mehr. Während in den ersten sieben Monaten des Vorjahres 405 E-Autos verkauft wurden, waren es heuer - trotz größerer Modellauswahl - nur mehr 232."

Und dazu muss man sagen, dass die Ansage von "250.000 E-Autos bis 2020" erst 2 Jahre alt ist - siehe:

http://www.greencar.at/archives/927

Für wenigfahrer

Ist die Batteriemiete sehr hinderlich ...
Und eine Wintertest von Elektroautos habe ich noch nie gesehen ...
Tank kostet bei öffentlichen E-Tanken derzeit ca. 1/2 von Benzin zB 4€/100km in D
bei dem Kaufpreis: Wer viel kurzstrecken fährt und daheim laden kann OK ...
Der kleine ist etwas besser als ein E-Moped (Dach), wäre bei Mitkauf von batterie ev. schon mein, solange die Abgaben so güstig sind (gefördert)

Elektroautos die nur mit Akku laufen sind useless.

Der Akku ist viel zu schwer (Kostet Performance).
Akku ist zu teuer
Akku ist zu groß (Platz)
Akku braucht zum Laden ewig
Akku kann nicht überall geladen werden.

Haben Sie schon bei ENVIA gelesen?

enviasystems.com
400Wh/kg und wird im Volt von GE eingebaut

Nein habe ich nicht. Aber damit wird es interessant. Damit macht der Akku 100-150kg aus und das passt. Damit ist das Teil leichter als ein Verbrennungsmotor.

Damit muss man nur noch die Schnellladung bewerkstelligen können. Sprich das Teil muss in 10 Minuten voll sein.

stimmt, deshalb frage ich immer nahc einem lagen Kabel :-)

Es verwundert mich eigentlich, dasz so grosses Gedöhns um die Elektroautos gemacht wird, solange die noch eine bei Weitem schlechtere Klimabilanz als die normalen Verbrennungsmotoren haben.
Glauben wirklich so viele Leute, Strom kommt ursprünglich einfach aus der Steckdose?

Elektroautos haben eine zumindest gleich gute Klimabilanz wie Verbrenner:

Bei einem Verbrauch von 15 kWh/100km und reinem Kohlestrom (1000g CO2/kWh) komme ich auf 150g CO2/km.

Mit Strom aus Erdgas wären´s noch 50g/km, mit Ökostrom (fast) null.

Die Autos werden eben nicht mit Ökostrom befeuert. Mehr E-Autos=Mehr AKWs und kalorische Kraftwerke. Gut, die PV-Anlagen haben das gleiche Problem wie die Autos. Wo/wie speichere ich die Energie. Im Winter gibt es nicht besonders viel Sonne z.B. und in der Nacht schon gar nicht.

Meiner Meinung nach ist die Akkutechnologie das Hauptproblem. Selbst wenn man Braunkohle verfeuert kommt dank moderner Filtertechnologie im Prinzip nur CO2 aus dem Schornstein raus.

Bereits soviel Ökostrom, dass abgeschaltet werden muss:

Strom http://www.oekonews.at/index.php... id=1073408

Dann bitte ich Sie mich um Mitternacht mit dem ganzen PV-Strom zu versorgen. Oder halt, gibt es da etwa keinen? Ja, die Sonne scheint nicht um Mitternacht. Zumindest nicht in Österreich.

Die Autoredaktion vom DerStandard hat außer oberflächlicher "Drüberflieger" nichts zu bieten.

Der Artikel ist ein bequemer Witz, sonst nicht viel. Dabei bräuchten's ja nur ums Eck zum Web-Standard schauen.

Elektro:

Schwach, Teuer, Uncool.

Werden mit Sicherheit keinen Aschenbecher in der Ausstattung haben.

Woam heast.

Informationsgrad von Hummelbiene:

Schwach, vorgestrig, uncool.

stark, nicht teurer als vergleichbare Benziner und sehr cool

Tesla Model S

http://www.teslamotors.com/de_DE/models

Von wegen €30.000,-

Ich habe heute meinen Citroen C-Zero vom Händler abgeholt und €19.990,- hingelegt.

Martin :-)

Ist das nicht ein bisl viel?
Der wird ja grade verschleudert da Produktionseinstellung.

Ein kleines Hightech-Od um den Preis ist sicher alles andere als ein bisl viel ...

und hast du ihn deinen Arbeitskollegen gleich darauf indoor vorgestellt oder war das ein anderer Martin mit einem C-Zero? Wäre jetzt ein lustiger Zufall.

So sieht/hört/schreibt man sich wieder ;-)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 98
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.