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Studenten warten auf die Inskription an der Uni Wien.
Wien - Dass die Universitäten an den Studierenden komplett vorbeireden, kann man eigentlich nicht behaupten: Die Technische Uni (TU) Wien zum Beispiel ist sogar auf Facebook vertreten, um auch dort zu informieren, was sich hoffentlich zu allen potenziellen Studierenden schon durchgesprochen hat, so sie es nicht in einem der vielen geschalteten Inserate oder auf den Uni-Homepages mitgekriegt haben: "Der Countdown läuft: Die Zulassungsfrist läuft noch bis 5. September 2012." Dafür gibt's 4058 "Gefällt mir". Auch über den virtuellen Zwitscherkanal Twitter kommuniziert die TU Wien mit Studierenden und solchen, die es noch werden wollen.
Wirft man jedoch sechs Werktage vor Ablauf der neuen Zulassungsfrist für Neueinsteiger (Bachelor-, Diplom-, Lehramtstudien, Unis ohne Aufnahmeverfahren) einen Blick auf die aktuellen Anmeldezahlen an der TU Wien, erblickt man erstaunlich, ja extrem niedrige Zahlen im Vergleich zum Wintersemester 2011/12.
Nur etwas mehr als ein Viertel (202) derer, die im Herbst 2011 an der TU Wien neu mit dem Informatik-Studium angefangen haben (757), sind bis jetzt dort angemeldet. Elektrotechnik und Technische Chemie halten momentan bei rund 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in Wirtschaftsinformatik fehlen noch 76 Prozent Neuanfänger, um auf die Zahl von 2011 zu kommen (170). Von der Wirtschaft stark nachgefragte Fächer wie Maschinenbau stehen erst bei knapp 38 Prozent Neuanmeldungen.
Insgesamt ist derzeit also nur etwas mehr als ein Drittel (34,6 Prozent) im Vergleich des Vorjahres-Erstanmelderwerts erreicht.
Noch ist man an der TU aber gelassen: "Der Boom kommt, das Phänomen der Last-Minute-Inskription ist ja nicht neu." Schon vergangene Woche habe es "eine lange Schlange von Anmeldern bis zum Karlsplatz gegeben", erzählt Herbert Kreuzeder.
An der TU Graz haben dagegen bereit rund zwei Drittel der auch heuer erwarteten rund 1800 Studienanfänger inskribiert.
"Die Studierenden lassen sich schon noch etwas Zeit", hat man an der Uni Graz den Eindruck. Bis jetzt sind 2400 Neuanfänger da, 4731 waren es schlussendlich im Wintersemester vor einem Jahr.
An der Uni Innsbruck wies der Leiter der Studienabteilung, Stefan Hlavac, im Standard-Gespräch darauf hin, dass der Vergleich mit dem Vorjahr insofern etwas hinke, als damals das Experiment der unverbindlichen Voranmeldung lief. Er rechnet damit, dass "die Zahl der Studierenden wohl im Rahmen des vergangenen Jahres liegen wird". Der Inskriptionseifer sei diese Woche schon "viel besser als vergangene". Außerdem gelte letztlich, und das wüssten auch die Studenten: "Der erste Tag einer Frist ist genauso gut wie der letzte Tag einer Frist."
An der Uni Wien sind bereits fast 80 Prozent (9800 Personen) der Vorjahreszahl an Neuzugelassenen vor- oder angemeldet.
Die WU Wien rechnet damit, in den Bachelorprogrammen auch heuer die Größenordnung von 2011 zu erreichen: Damals gab es 3300 Beginner, bis jetzt sind 2500 zugelassen, 520 haben fixe Anmeldetermine an der WU gebucht.
Die Uni Linz hat im Vergleich zum endgültigen Wert der neuzugelassenen Studierenden des vergangenen Wintersemesters bis jetzt ungefähr 40 Prozent (1135) davon im Anmeldesystem.
Auf bisher 730 neu angemeldete Personen (darunter auch 295 aus dem Auswahlverfahren für Psychologie und Kommunikationswissenschaften sowie 30 Master-Plätze) kommt die Uni Klagenfurt bisher. 2011/12 waren es 1107. (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, 29.8.2012)
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Wir reden hier von jungen Leuten, die oft direkt von der Schule kommen, die sind halt noch nicht so eigenständig. Das sieht man vor allem dann, wenn bei der Erstsemestrigenberatung vor der Uni Eltern für ihre Kinder Leitfäden und Informationen besorgen.
Es sei aber auch gesagt, dass sich einige Leute sehr wohl um ihr Studium kümmern.
"Nur etwas mehr als ein Viertel (202) derer, die im Herbst 2011 an der TU Wien neu mit dem Informatik-Studium angefangen haben (757), sind bis jetzt dort angemeldet."
Könnte auch an den neuen Zugangsbeschränkungen liegen die eingeführt worden sind. Nach 3 Monaten gibt es in jeder LVA eine Prüfung. Nur die besten 300 (oder so ähnlich) Studenten dürfen weiterstudieren. Der Rest wird für dieses Semester gesperrt, auch dann wenn er die Prüfung positiv absolviert hat.
Bald habt ihr es geschafft. Bald habt ihr viel weniger Studenten und könnt endlich euren Plan verwirklichen Österreich zum Billiglohnland umzufunktionieren. Wir werden nach China mit Billigprodukten wie Kugelschreibe exportieren. Den Chinesen werden wir das Lohnniveau untergraben.
Vor schön zu sehen, dass die technischen Fächer verwahrlost werden. So sind auch die Wirtschafter gezwungen für 10 Cent/h zu arbeiten weil es nichts hochwertiges entwickelt wird.
geh bitte, euda....
da wird abfgelästert. seids ihr alle komplett durch neoliberalisiert?
und wenn 99% erst an den letzten zwei tagen inskribieren gehen, so f*ing what?
genau das gehört dazu zum übergang von schule auf uni, dass man am anfang ein bissl vermeintliche -ohnedies mitlerweile fast wegrationalisierte- freiheit genießt und bissl trödelt.
Vielleicht weil die Kapazitäten schlicht nicht da sind, 99% der Bewerber in 2 Tagen zu bewältigen ? Und dann sind wieder die Unis die Bösen ...
Nur mal so grob überschlagen - mittelgroße Uni, etwa 1800 Neuzugelassene im WS. Pro Zulassung rund 10 min => ergibt 300 Arbeitsstunden, an 3 Schaltern. D.h. selbst bei 24h Öffnungszeiten würde es mehr als 4 Tage dauern den Ansturm zu bewältigen. Ist natürlich eine Milchmädchenrechnung in jeder Hinsicht, aber nur zur Verdeutlichung, warum es vielleicht doch nicht sooooo egal ist, wenn alle im letzten Moment kommen.
Wüsste außerdem nicht, was das mit Neoliberalismus zu tun hat, das ist einfach gesunder Menschenverstand, dass es nicht allzu gescheit ist, etwas zu vertrödeln, was einem wichtig ist
Da es sowieso tausend Ausnahmevarianten für die Nachfrist gibt werden schlußendlich auch die Dümmsten der Dummen es an die Uni geschafft haben. Das Leute in einer 2 1/2 monatigen Anmeldefrist es nicht schaffen sich anzumelden ist auch traurig. Selbst wenn man in der Zeit Vollzeit Ferialpraxis macht bekommt man 6 oder sogar 7 Urlaubstage...mein verwende ich halt mal einen davon...oder gehe z.B. an der Hauptuni am Donnerstag am Nachmittag hin. Aber egal...Ausreden werden für die Nachfrist sicher die skurrielsten auftauchen und solche Leute dürfen dann sicher auch noch studieren. Freunde kommt auf!
also fall dieses jahr dann wirklich merklich weniger anfänger sind sollten wir in zukunft einfach jedes jahr die inskriptionsfristen ein wenig verschieben.
eine einfachere methode jene rauszufilter die absolut nichts auf der uni verloren haben gibts kaum
hat man ja kein Problem.
Die andere Möglichkeit ist vielleicht auch die, dass die Leute die normalerweise nach paar Wochen das Studium wechseln jetzt genauer nachdenken, weil sie es dieses Jahr eben nicht können.
ewig Zeit sich stressfrei anzumelden - und dann stehen sie bis auf den Karlsplatz raus schlange, weil in der letzte Woche plötzlich alle meinen, jetzt erst inskribieren zu müssen. Ist es so uncool, ein early bird zu sein? Einen Tag im Sommer wird man sich ja trotz anderwertiger Verpflichtungen Zeit nehmen können, um sich diesen ganzen Stress nicht antun zu müssen. Und die Mitarbeiter erst...denkt denn auch mal jemand an die armen Mitarbeiter? *seufz* Und die Entscheidung, was man studieren möchte, wird ja wohl nicht erst in der letzte Woche aus der Not heraus fallen...
Studenten würden sich soviel leichter tun (auch später im Studium), wenn sie sich nicht immer so furchtbar ungeschickt anstelen würden (åstöllatn).
Notfalls verzichte ich auf den Gehalt eines Tages, nehme mir Urlaub, ZA...
Gibt auch sowas wie Gleitzeit oder Zeitausgleich. Bzw. hätts Juni & Juli gegeben.
Wenn bei uns jemand vor zwei Wochen inskribieren wollte und zur Öffnung der Studienabteilung um 9h da war, war er 5 min nach 9h als frsichgebackener Student wieder draussen => das hätt man mit Einverständnis des Chefs auch mit Job machen können und die Stunden einarbeiten.
Wer diese Woche kommt, darf sich mit 200 anderen um die Wartemarken prügeln. Wenn die aus sind => nächster Tag, weil sich einfach nur ein bestimmte Zahl Anmeldungen / Tag ausgeht.
Nächste Woche wird sowieso ein Wahnsinn, bin gespannt, ob unsere Studienabteilung irgendwann dicht macht oder Überstunden schieben muss wegen der Last-Minute Entscheider.
Das wäre schon mal ein plausibler Grund. Überhaupt könnte man sich die Mühe machen und die jungen Leute mal fragen, was sie davon abhält, sich früher anzumelden. Ein bisschen mehr Kundenorientierung statt der sonst üblichen voreiligen Schlussfolgerungen wäre angebracht. Spätestens beim erwarteten last minute Ansturm würde sich so eine Gelegenheit ergeben.
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