Kurzfristiges Rauchen fördert Prädiabetes

Auch Menschen, die nur kurze Zeit rauchen, haben bereits ein deutlich höheres Risiko für Diabetes-Vorstufen als Nichtraucher

Bereits fünf bis zehn Packungs-Jahre - als "pack years" wird die Anzahl der Raucherjahre multipliziert mit der Zahl der täglich konsumierten Zigarettenpackungen bezeichnet - führten in einer im Rahmen der GAPP-Studie (Liechtenstein) untersuchten Gruppe von jungen und gesunden Erwachsenen zwischen 25 und 40 Jahren bei Rauchern zu einem mehr als doppelt so hohen Prädiabetes-Risiko.

Von 587 Studienteilnehmern hatten 231 (27 Prozent) Prädiabetes. In der Gruppe der Prädiabetiker waren 29 Prozent aktive Raucher, in der Gruppe der Patienten mit Blutzuckerwerten im Normalbereich waren nur 19 Prozent aktive Raucher. Prädiabetes wurde als HbA1c-Wert zwischen 5,7 und 6,4 definiert. Insulinresistenz ist eine Vorstufe von Diabetes Typ 2, die Blutzuckerwerte sind leicht erhöht und es zeigen sich stark erhöhte Insulinwerte.

"Eine mögliche Ursache für den Zusammenhang zwischen dem aktiven Rauchen und Prädiabetes ist die deutlich tiefere Insulinsensitivität bei aktiven Rauchern", so Stefanie Aeschbacher vom Team der GAPP-Studie auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) von 25. bis 29. August in München.

Der aktive Zigarettenkonsum ist unter anderem für beinahe 80 Prozent der frühen kardiovaskulären Krankheiten und deren Sterblichkeit verantwortlich. "Die Zusammenhänge der vorliegenden Studie zeigen die Wichtigkeit und Dringlichkeit der frühzeitigen Prävention von Rauchen in der Gesellschaft", so Aeschbacher. (red, derStandard.at, 28.8.2012)

Quelle:

ESC Abstract P4969: Aeschbacher et al., Current smoking in young and healthy adults.

Zum Thema:

Nichtraucherschutzgesetze zeigen Wirkung

Auch Ältere profitieren vom Rauchstopp

Ein Leben mit der Raucherkrankheit COPD

  • Bezüglich des Einflusses des aktiven Rauchens auf die Vorstufe des Diabetes - gerade bei jungen und gesunden Personen - gibt es, wenn überhaupt, nur sehr wenige Studien", so Studienleiterin Stefanie Aeschbacher.
    foto: apa/martin gerten

    Bezüglich des Einflusses des aktiven Rauchens auf die Vorstufe des Diabetes - gerade bei jungen und gesunden Personen - gibt es, wenn überhaupt, nur sehr wenige Studien", so Studienleiterin Stefanie Aeschbacher.

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16 Postings
"Von 587 Studienteilnehmern hatten 231 (27 Prozent) Prädiabetes."

27 Prozent sind weniger als ein Drittel.
587 sind weniger als 600.
Ein drittel von 600 sind 200.
ERGO: 27 Prozent von 587 sind weniger als 200. Also ist da was falsch abgeschrieben worden.
Der Taschenrechner sagt: 27% sind 158, 231 sind 39%.

Dass der Großteil der Standard-Redaktion 12 Jahre Mathematikunterricht absolviert hat, wirft ein schlechtes Licht auf die Qualität dieses Unterrichts. Aber ich erwarte mir bei einer "Qualitätszeitung", dass jeder Artikel von jemandem Korrekturgelesen wird, der mindestens halbsoviel Zahlengefühl hat wie ein mathematisch begabter 10jähriger.

Dann doch besser dampfen statt rauchen

http://www.e-trafik.at

Morgen dann: Rauchen für den Welthunger verantwortlich!

zumindest wird Tabak oft als Kinderarbeit hergestellt
Es zerstört den Tropenwald und die Tabakbauern verarmen langsam

http://www.zeitenschrift.com/magazin/5... chen.ihtml

wo ist das der kauslae Zusammenhang

oder ist das alles nur Statisik?

Seit 1991 bekannt:

Rauchen hat einen toxischen Effekt auf Beta-Zellen
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1771863

doch Statistik:

significantly smaller than in the test without smoking (F = 5.09, p less than 0.05).

Jegliche wissenschaftliche These auf diesem Planeten beruht auf Statistik.

Sie werden nichts Seriöses finden, was nicht auf Wissenschaft beruht (umgekehrt arbeiten praktisch alle unseriösen "Wissenschaften" komplett ohne Statistik).

und was machen die

und wo befinden sich die
und was haben die mit dem Nikotin zu tun
und was haben die mit der Bauchspeicheldrüse zu tun?

Pauschalkritik ohne Grundlagenwissen ist sehr verwegen.

Also, Biologieunterricht 9.Schulstufe:
Die Betazelle sitzt in der Bauchspeicheldrüse (genauer gesagt 500 000 von ihnen) und produziert Insulin bzw. setzt dieses frei.
Rauchen hat einen schädlichen Einfluss auf diese Zellen und führt dazu, dass sie absterben. Den Rest können Sie sich wohl selbst zusammensuchen.

zu meiner Zeit hat es keinen Biologieunterricht gegeben

und die Bezeichnung Betazellen ist da schon gar nicht vorgekommen, ich vermute sogar, dass damals die meisten Biochemiker davon auch nicht viel gewußt haben.

Die Medizin erinnert ein wenig an die Hexenverfolgung vergangener Jahrhunderte.

Und die Medien sind kaum heller als damals.

Die Hexenverfolgung tötete unschuldige Menschen,
Die Tabakindustrie tötet unschuldige Menschen.
Die Mediziner versuchen denen das Leben zu retten.

Es ist eventuell schwer zu begreifen wenn man raucht, das liegt vielleicht an einer selektiven Wahrnehmung der angebotenen Information.

In der Gruppe der Prädiabetiker waren 29 Prozent aktive Raucher, in der Gruppe der Patienten mit Blutzuckerwerten im Normalbereich waren nur 19 Prozent aktive Raucher.

ja eh...

blah, blah, blah --- gähn!

irgendwann wirds fad.

...die Wichtigkeit und Dringlichkeit der frühzeitigen Prävention von Rauchen in der Gesellschaft...

Heißt in Österreich:

1. Man darf schon Säuglinge ins verrauchte Wirtshaus mitnehmen.
2. Man darf neben Kindern im Auto rauchen
3. man darf Kinder ungestraft schädigen (Asthma, erhöhter Blutdruck, Atemwegsinfekte, Diabetes, Allergien) und töten (SIDS - 50% durch Passivrauch und Rauchen in der Schwangerschaft)
4. Einstiegsalter oft schon mit 12-13 Jahren
Haupteinstieg mit 16 Jahren
5. fast alle Raucher beginnen also damit in einem Alter, in dem sie nicht wissen was Sucht, Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs bedeuten
6. 20.000 Minderjährige beginnen jährlich mit dem Rauchen, davon werden 10.000 um mindestens 10 Jahre zu früh sterben.

Was macht die Politik dagegen? Na nix!
Warum? Das erklären Ihnen sicher gleich die Tabaklobbyisten.

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