Fernsehen: Programm und Werbung ab 1. September in gleicher Lautstärke

Überraschende Beteiligung auch der Privatsender

Bereits im Mai hat der WebStandard berichtet, dass sich der ORF und TV-Sender des Verbands Österreichischer Privatsender darauf geeinigt haben, die Lautstärke der Werbeblöcke der Programm-Lautstärke anzupassen. Bisher waren Werbeblöcke lauter als die eigentlichen Programmabläufe. Auch in Deutschland will man sich der Empfehlung der European Broadcasting Union anschließen. In der Schweiz ist dies bereits seit März in Kraft.

Extreme Lautstärkeunterschiede

Die Richtlinie hatte vorrangig das Ziel die teilweise extremen Lautstärkeunterschiede im Radio und TV zu eliminieren. Laut Heise soll damit auch verhindert werden, dass es beim Hin- und Herschalten zwischen unterschiedlichen Sendern zu diesen Sprüngen kommt. 

Kehrtwende der Privaten

Trotz der Beteiligung vieler Sender an der Lautstärkenreduktion sind nicht alle Sender in der Union der Fernsehsender vertreten. Die Vermutung lag in den letzten Monaten nahe, dass sich Privatsender nicht an die Richtlinie halten werden. Die Kehrtwende kam allerdings, als auch ProSiebenSat.1 und die RTL-Gruppe sich nun entschlossen haben, die Lautstärke ebenfalls zu reduzieren. Auch Trailer und Programmhinweise sind von der neuen Regelung, die ab 1. September in Kraft tritt, betroffen. (red, derStandard.at, 28.8.2012)

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