Café Rosa: Kein Pächter, trotzdem Miete

Lisa Winter, 28. August 2012, 16:50
  • Erneut Aufregung um das Café Rosa: Der von der ÖH Uni Wien abgeschlossene Mietvertrag ist nicht kündbar.
    foto: wedl/derstandard.at

    Erneut Aufregung um das Café Rosa: Der von der ÖH Uni Wien abgeschlossene Mietvertrag ist nicht kündbar.

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    Der Jahresvoranschlag für 2012/2013 wurde in der Sitzung der Universitätsvertretung am 31. Mai 2012 beschlossen.

Findet sich kein neuer Pächter, muss die ÖH Uni Wien trotz Einstellung des Betriebs weiter 36.000 Euro pro Jahr zahlen

Die Aufregung um das von der Hochschülerschaft der Universität Wien geförderte "antikapitalistische" Café Rosa nimmt kein Ende. Nachdem das Studentenbeisl aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten geschlossen werden musste und das Wissenschaftsministerium die Einrichtung und den Betrieb des Cafés durch den Verein "Studibeisl" der ÖH Uni Wien im Juni für rechtswidrig erklärt hat, steht das Café erneut im Zentrum der Kritik: Der von der ÖH Uni Wien unterzeichnete Mietvertrag ist nicht kündbar.

Findet sich kein neuer Pächter, muss die Hochschülerschaft deshalb trotz Einstellung des Betriebs weiter Miete zahlen. Diese belief sich im Jahr 2011 laut Ausgabenstatistik des Café Rosa auf 36.000 Euro. Jasmin Rückert (GRAS) vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien beruhigt jedoch: "Wir haben schon mehrere Pächter in Aussicht."

ÖH muss Miete weiterzahlen

Obwohl das Café nicht mehr in Betrieb ist, wird der Mietvertrag bis zur vereinbarten Frist im März 2016 weiterlaufen. Rückert betont aber: "Wir bemühen uns um eine rasche Lösung und werden die Räumlichkeiten verpachten."

Die Namen der Interessenten will die ÖH noch nicht preisgeben. "Wir werden mit dem neuen Pächter gemeinsam an die Öffentlichkeit gehen", erklärt Rückert. Ein Vertrag sei aber noch nicht abgeschlossen worden: "Da mehrere Stellen an der Unterzeichnung beteiligt sind, kommt es derzeit zu Verzögerungen. Einen Vertragsabschluss wird es aber sehr zeitnah geben."

Subventionen für neuen Pächter?

Laut Thomas Fussenegger, Vorsitzender des Finanzausschusses der ÖH Uni Wien und AG-Mitglied, geht aus dem Jahresvoranschlag der ÖH Wien für das Studienjahr 2012/2013 (siehe PDF) hervor, dass das Café Rosa ab Oktober 2012 mit 25.000 Euro Pachteinnahmen pro Jahr rechnet. Als Ausgaben werden 40.000 Euro veranschlagt. "Daraus ergibt sich eine indirekte Nettozahlung an den Pächter von 15.000 Euro (pro Jahr, Anm.), noch bevor er den ersten Kaffee verkauft hat", erklärt Fussenegger.

Rückert gibt an, dass es "keine Subventionen im eigentlichen Sinn" geben solle: "Wir verhandeln um eine Kooperation, die etwa eine Förderung von studierendenfreundlichen Preisen bei Mittagsmenüs ähnlich wie beim Mensapickerl beinhalten könnte." Ihr sei es wichtig, die ursprüngliche Intention des Cafés - einen barrierefreien Raum zur studentisches Nutzung - aufrechtzuerhalten.

Auflösung des Vereins "Studibeisl"

Laut Fussenegger wurde am Donnerstag in einer Generalversammlung die Auflösung des Vereins "Studibeisl" beschlossen. Eine sofortige Auflösung sei jedoch wegen eines noch laufenden arbeitsgerichtlichen Verfahrens bezüglich einer Kündigung im Mutterschutz nicht möglich, so Fussenegger.

Der "Verein zur Förderung der Emanzipation von Studierenden" ("Studibeisl") war unter der ÖH-Koalition aus GRAS (Grüne & Alternative StudentInnen), VSStÖ (Verband Sozialistischer Studenten und Studentinnen Österreichs) und KSV-Lili (Kommunistischer StudentInnenverband - Linke Liste) zur Leitung des Café Rosa gegründet worden.

Eine vom Wissenschaftsministerium eingesetzte Aufsichtsbehörde bezeichnete die Gründung des Vereins im Juni als "unzulässiges Umgehungsgeschäft". (Lisa Winter, derStandard.at, 28.8.2012)

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wer unterschreibt einen solchen mietvertrag?!?

Wer hat uns das verbockt: die grüne Frau Wulz

Dafür zahlt jeder also 17 EUR ÖH Gebühr

Die Lohnnebenkosten

im pdf-Blatt sind ausnahmslos bei allen Bruttogehältern falsch berechnet.

Beispiel:

Sekretariat 2: Bruttojahresgehalt = 40.432 €
von der OeH kolportierte LNK = 10.688 €

Gesetzlich vorgechriebene Lohnnebenkosten wären allerdings auf Basis eines 154 Stunden-Monats = 35481,6 €

Das sins 25.000 EURO Differenz, Grundlage der Berechnung:

https://www.bmf.gv.at/service/a... _start.htm

40.000,- brutto für einen sekretariatsposten bei der öh?

nicht schlecht herr specht.

Das sind 1.800 Netto pro Monat - und die Auflistung sagt nicht aus ob es sich hierbei um eine oder 2 Sekretärinnen handelt....

Und selbst wenns 1800 sind, was ist das schon, in der heutigen Zeit? Nix...

????

1.800 netto ist ein super Gehalt für einen job wie diesen!
Was mit auffällt: Ausschließlich für Gehälter und Aufwandsentschädigungen wird Geld ausgegeben???

Erzählen Sie das doch am besten den Sektretärinnnen an Universitäten -- die haben *wesentlich* weniger.

Oder Univ.Ass .......

Juhuuuu

Schön zu sehen, wofür mein ÖH-Beitrag regelmäßig draufgeht -.-" Aber wenns darum geht ein paar Euros Studiengebühren zu zahlen (die wahrscheinlich mehr bringen würden als ein [leeres] Cafe Rosa [welches mir schon noch in Betrieb wenig gebracht hat]) gibts ein mega Drama! Kann mir das irgendwer erklären??

Es stehen sich € 20 gegen € 360,irgendwas gegenüber. Darum.

das ist mir durchaus bewusst... mir wäre es nur lieber ein paar € mehr zu investieren, die dafür möglicherweise sinnvoll genutzt werden, als 20€ das Klo hinunter zu spülen!

Das, was da mit dem Café passiert ist eine Farce, klar. Aber die Studiengebühren sind damals leider auch nicht sinnvoll eingesetzt worden - wir Sudierende haben davon nichts gemerkt.

und was glauben sie

woher die Finanzierung für Neubauten a la Publizistik kommen?

Die Frage ist eher, was ist all die Jahre mit dem Geld passiert, wo es keine Neubauten gab. Das betrifft nicht nur die Publizistik, sondern auch andere Studien. Da wurde nichts in die Lehre, Betreuungsplätze etc. investiert.

nur damit ich es verstehe

die Schulden übernimmt jetzt die ÖH?

Von dem, was bisher alles im Online-Standard stand: Nein

Ich nehme an, dass du dich auf den Mietvertrag beziehst. Dabei ist zu beachten dass es derlei zwei gibt. Zum einen jenen, der mit dem Eigentümer der Immobile abgeschlossen wurde und zwar von der ÖH Uni Wien. Und zum anderen einen zweiten (Untermietvertrag) zwischen ÖH Uni Wien und dem Verein. Die Weiterzahlung gegenüber dem Eigentümer (und darum ging's im Artikel oben) ist nur die Wahrnehmung der eigenen vertraglichen Verpflichtungen und daher keine Schuldenübernahme.

Also wenn ich das richtig verstehe

müsste die ÖH selbst gegen die Verantwortlichen des Vereins vorgehen, um an "ihr" Geld zu kommen? Das wird natürlich niemals passieren, da das ja praktisch die selben Personen sind. Also gibt es keienrlei Konsequenzen für die, die das verpfuscht haben?

Ich sehe dafür nicht wirklich einen erfolgsversprechenden Ansatz.

Vertragspartner der ÖH ist der Verein und nicht die Personen im Verein. Wovon sich der Vertrag auf die Untermiete bezieht. Da diese nur symbolische Euro 1,-- pro Monat ausmacht, wird hier wohl kaum ein einklagbarer Rückstand entstanden sein. Und selbst wenn, wäre es die Zeit nicht wert hier vor Gericht zu gehen. Allenfalls bei einer Beschädigung der überlassenen Gebrauchsgegenstände wäre ein Schadensersatz denkbar und das auch nicht in allen Fällen.

Gegen Einzelpersonen direkt kann sich die ÖH nur an die von ihr entsandten Mitglieder der Generalversammlung wenden und das auch nur wenn diese ihre Aufsichtspflicht nicht wahrgenommen haben. Das betrifft vor allem die Aktionsgemeinschaft, die sich geweigert hat ihre Sitze wahr zu nehmen.

danke.

habe schon auf die passage "die schwarzen sind schuld!" gewartet.

hier ist sie endlich.

Also haben diese Witzfiguren

>400.000€ verbraten und es gibt keinerlei Konsequenzen? Na da geh ich auch zur ÖH wenn man Investitionen ohne Risiko machen kann...

Witzverein!

Echte Profis am werken !!

Ich hoffe die machen wenigstens einmal im Monat a Festl drin um wenigstens a paar Kosten wieder einzuspielen.

Als Personal bieten sich die Leute an die den Murks verbrochen haben. Aber bitte die Organisation von den Festln nem Profi überlassen - sonst kostet ne Kiste Bier im Einkauf auf einmal 30€

und jeder darf sie mit TORTEn bewerfen

Festl?

Schon mal in das Lokal reingesehen? Die brauchen keine Putzfrauen, die brauchen Trümmerfrauen.

die ÖH

ist ein Witzfigurenverein!

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