GNOME 3.6: Erste Beta bringt noch mal neue Features

Andreas Proschofsky
28. August 2012, 13:38
  • Der Benachrichtigungsbereich von GNOME3 hat ein neues Design bekommen.
    vergrößern 659x440
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Der Benachrichtigungsbereich von GNOME3 hat ein neues Design bekommen.

  • GTK+2-Anwendungen passen sich dank neuem Theme nun besser in den restlichen Desktop ein.
    vergrößern 847x816
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    GTK+2-Anwendungen passen sich dank neuem Theme nun besser in den restlichen Desktop ein.

  • Der "Mode-less" Overview der GNOME Shell, für den Wechsel zwischen Anwendungen und Fenstern ist nun der Knopf ganz links unten im Launcher-Bereich zuständig.
    vergrößern 1044x696
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Der "Mode-less" Overview der GNOME Shell, für den Wechsel zwischen Anwendungen und Fenstern ist nun der Knopf ganz links unten im Launcher-Bereich zuständig.

Benachrichtigungsbereich überarbeitet, GNOME Shell Overview ohne Tabs - Neuer Look für GTK+-2-Anwendungen

Einige Tage später als eigentlich geplant hat das GNOME-Team nun die erste Beta der kommenden Ausgabe des eigenen Linux-basierten Desktops veröffentlicht. GNOME 3.5.90 schließt zugleich die Aufnahme neuer Funktionen in die Softwaresammlung ab, bis zur fertigen Release will man sich nun ganz auf die Fehlerbereinigung und letzte Verbesserungen "unter der Haube" konzentrieren.

Message Tray

Knapp vor dem Einsetzen des "UI Freeze" setzte es denn auch noch mal rege Aktivität, die in die eine oder andere signifikante Änderung mündete. So wurde etwa der Benachrichtigunsbereich der GNOME Shell überarbeitet: Dieser ist nun deutlich größer gestaltet, zudem wird der Desktop beim Aufruf nach oben geschoben. Die Nachrichten haben einen eigenen Knopf zum Schließen spendiert bekommen, zudem kann dieser "Message Tray" jetzt auch mithilfe des Shortcuts Super-M über die Tastatur aufgerufen werden.

Overview

Ganz zu Schluss hat es zudem eine Neuerung in die GNOME Shell geschafft, die eigentlich schon mal für GNOME 3.4 vorgesehen war: Der Activities Overview ist nun "mode-less", das heißt, die gewohnten Tabs für den Wechsel zwischen Fensterübersicht und Anwendungsstarter sind verschwunden. Statt dessen gibt es nun im Launcher-Bereich ganz unten einen Wechselknopf, der diese Aufgabe erfüllt. Die Überlegung dahinter: Das Tab-Design war ursprünglich einmal gedacht, um hier weitere Ansichten zu ermöglichen, von diesem Ansatz ist man mittlerweile jedoch abgegangen, womit diese Wahl keinen Sinn mehr macht. Der Knopf hingegen hat die Lösung mit der Maus leichter zu erreichen zu sein, zudem wirkt der Overview jetzt "aufgeräumter".

Theme

Apropos Aussehen: Für das Desktop-Theme Adwaita wird nun ein Pendant für GTK+-2 mitgeliefert. Damit passen sich alte, noch nicht auf GTK+-3 portierte Anwendungen, nun deutlich besser in den restlichen Desktop ein. Hier hat man das bislang extern entwickelte Bridge-Theme integriert.

Einstellungen

Einige Umbauten gab es auch wieder bei den Systemeinstellungen: Sowohl die Bereiche zur Einstellung des Hintergrundbilds als auch zur Konfiguration von Maus und Touchpad wurden gänzlich neu gestaltet. Anpassungen gab es zudem bei den Soundeinstellungen, diese wurden übrigens von Ubuntu-Hersteller Canonical beigetragen, der also auch nach seinem weitgehenden Rückzug aus dem GNOME-Umfeld noch in Teilen mitarbeitet.

Vorhergehend

Zu all dem kommen noch die recht umfangreichen Änderungen, die in den früheren Testversionen vorgenommen wurden, allen voran die Neugestaltung des Dateimanagers Nautilus. GNOME 3.5.90 kann in Form des Source Codes der einzelnen Komponenten von den Servern des GNOME-Projekts heruntergeladen werden. Das stabile GNOME 3.6 soll dann am 26. September veröffentlicht werden.

GNOME 3.8

Noch zuvor will man bereits die Diskussionen über das für Frühjahr 2013 vorgesehene GNOME 3.8 beginnen. Und hier gibt es bereits einen ersten Vorschlag, der durchaus für interessante Gespräche sorgen könnte: So will man eine Entscheidung darüber treffen, was mit dem "Fallback"-Modus, der ursprünglich als Ersatz für jene Systeme, die die Hardwareanforderungen der GNOME Shell nicht erfüllen, konzipiert wurde, geschehen soll.

Fallback

Dieser werde derzeit nur schlecht gewartet, wirke GNOME2-ähnlich, ohne dies aber vollständig einlösen zu können. Insofern stelle sich die Wahl, ob man künftig den Fallback-Modus besser unterstütze, oder gleich ganz fallen lasse. Rein technisch gesehen ist dieser Modus nicht mehr nötig, seitdem die GNOME Shell auch per Softwarerendering nutzbar ist. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 28.08.12)

Share if you care
9 Postings

Frage an die Wissenden: Kann man den Launcher auch verschieben? z.B. nach unten?

Preferences

Ähhh - wasn das für ein Preferences-Fenster? Schaut doch in Gnome3 ganz viel toller aus - oder?

Das sind die Einstellungen von GIMP ;) Soll ja auch eine GTK+-2-Anwendung zeigen...

Noch immer keine Schubladen (Drawer) in Gnome 3!

Das ist katastrophal. Nichts ist praktischer, als diese Helfer in der App- und Script-Massen-Not.

"Der Activities Overview ist nun "mode-less", das heißt, die gewohnten Tabs für den Wechsel zwischen Fensterübersicht und Anwendungsstarter sind verschwunden. Statt dessen gibt es nun im Launcher-Bereich ganz unten einen Wechselknopf, der diese Aufgabe erfüllt."

so ein unsinn, das war eines der "features" das mich an unity sehr gestört hat, und daher bin ich unter anderem auf gnome gewechselt, mmn ist das eine zentrale gui funktion und hat nichts auf der app leiste verloren, die ansteuerung via mausgeste ist dafür viel besser geeignet

Ich glaub du missverstehst dabei was. Es geht nicht darum, wie man in den Overview kommt, das geht weiterhin mit der Mausgeste nach links oben. Es geht nur um den Wechsel zwischen Fenster- und Apps-Überblick innerhalb des Overviews.

man muss doch gar nicht wechseln? fensteransicht ist default und wenn man lostippt hat man die Programme.

Soweit ich das richtig im kopf hab, wozu überhaupt einen button ... der kommt sicher bei gnome wieder weg ^^ :>

Müssen tust du nicht, da hast du recht. Aber manche bevorzugen reine Mausnutzung oder wollen eine Ansicht wirklich aller verfügbarer Anwendungen (die du bei der durchs Tippen ausgelösten Suche natürlich nicht bekommst)

Das ist allerdings blöd XD

Naja ich verwende unabhängig vom DE. Kupfer, der findet absolut alles ist schneller und verbraucht wenn man ihn nur für anwendungen konfiguriert gerade mal 35 mb

Bis jetzt hat mich noch kein im de integrierter launcher überzeugt, alle zu langsam, sortieren nicht nach verwendungshäufiggkeit, haben irgendwelche einblende zeugs / mist.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.