Causa Märk: Schmied verlängert Juranek als Rektor der PH Tirol

28. August 2012, 13:20

Vertragsverlängerung nach umstrittenem Abrücken von Elmar Märk - Gewerkschafter ziehen Republik vor Arbeitsgericht

Wien/Innsbruck - Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) hat nach den heftigen Auseinandersetzungen um die neue Führung der Pädagogischen Hochschule (PH) Tirol den amtierenden Rektor Markus Juranek für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Dies hat sie am Dienstag in einer Aussendung bekanntgegeben. Zuvor hatte der PH-Hochschulrat von einer "rechtswidrigen Vorgangsweise" Schmieds gesprochen, die GÖD dem ursprünglich nominierten Rektor Elmar Märk Rechtsbeistand zugesichert.

Sie folge mit ihrer Entscheidung dem Vorschlag des Hochschulrats, erklärte Schmied: In dessen ursprünglichem Dreiervorschlag war Juranek ebenfalls enthalten. Die Ministerin sieht in der Weiterbestellung Juraneks, der bereits 2006 von Ex-Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) zum Gründungsrektor bestellt worden war, "ein Zeichen von Kontinuität". Wirksam wird die Bestellung mit dem 1. Oktober 2012.

GÖD hat Klage angekündigt

Schmied verwies darauf, dass der Hochschulrat das Bewerbungsverfahren durchführe und der Ministerin drei geeignete Persönlichkeiten für die ausgeschriebene Funktion vorschlage. Diese treffe ihre Entscheidung aus diesem Dreiervorschlag. Der zunächst nominierte Märk komme nicht mehr als Rektor in Frage: Beim Bewerbungsgespräch habe er eine andere Haltung betreffend der Zukunft der PH Tirol eingenommen als bei einem nachfolgenden APA-Interview. Damit sei das Vertrauen nicht mehr gegeben und die Ressortlinie verlassen worden, argumentierte Schmied.

Unmittelbar vor der Aussendung Schmieds hatte die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst Tirol (GÖD) eine Klage gegen die Republik Österreich angekündigt. "Wir werden beim Arbeitsgericht auf Einhaltung des ausgestellten und de facto schon abgeschlossenen Dienstvertrages klagen", sagte der Tiroler GÖD-Landesvorsitzende Gerhard Seier (FCG) der APA. Zudem klage man laut Seier die schriftliche Ausfolgung des Vertrages ein.

Der Hochschulrat der PH Tirol hatte in einer Aussendung kritisiert, dass Schmied ihre "rechtswidrige Vorgangsweise" weiter fortsetze. Jegliche Gesprächsangebote des Gremiums seien bisher "ohne Rückmeldung" geblieben. "Gegen dieses Vorgehen des Ministeriums und insbesondere die Gesprächsverweigerung durch die zuständige Ministerin protestieren wir mit Unterstützung durch LH Günther Platter (ÖVP), der gesamten Landesregierung und aller Mitglieder des Hochschulrates sowie aller politischen Parteien in Tirol", hieß es in der Aussendung vom Dienstag.(APA, 28.8.2012)

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17 Postings
der Märk Familienclan

mit seinen engen Verbindungen zur Landespolitik spielt Granada

in jedem privaten unternehmen wir der auserwählte kandidat sofort gekündigt, spricht er sich gegen die grundsätze des unternehmens aus ....

fragen sie mal die leitungen der firmenunternehmungen in tirol, die milliarden umsetzen ....

langsam werden mir die ministerInnen der spö immer sympathischer - sie sind und bleiben authentisch .... ganz im gegensatz zur schwaren övp .. einmal ja - dann nein - dann vielleicht - und nun auf einmal mit voller rauchiger verstimmung "wir waren immer dafür, also befragt das volk" .....

ich habe selten so gelacht - danke an övp, ex beste finanzminster aller zeiten und ex beste eu abgeordnete ...

wie tief gehts eigentlich noch - markus aus dem ötztal - schreib mal wieder .... es wäre an der zeit ....

Ich kann es wirklich nicht glauben!

Verschiedene Insider aus der Lehrerschaft haben mir Ungläubigen versichert, dass in Österreichs Schulen Direktorenposten nicht im unabhängigen Ausschreibungsverfahren nach Kompetenz - sondern im Proporz-Verfahren - also rot/schwarz/rot/schwarz etc...vergeben werden.
Auch auf interne Einschätzungen der Lehrerschaft an verschiedenen Standorten zu potentiellen Bewerbern wird kein Wert gelegt.
Wurde hier an der PH Tirol vom Unterrichtsministerium bzw. im Hochschulrat eventuell nach dem selben Prinzip vorgegangen?

nona in Österreich

in

dem land wird nichts vergeben, ohnen dass die parteien das bestimmen, qualifikation ist hinderlich, du musst überall, wo du arbeiten willst buckeln und es steht schon vorher fest, wer es wird. vom letzten straßenkehrerin NÖ bis hin zum Budespräsidenten haben die das Land wie eine Hydra im Griff, dass keiner zum atmen kommt sondern nur eine korrupte Politikerclique das Sagen hat. es verlassen bereist jährlich 5000 bestausgebildete junge Leute für immer das Land, denen dieses affentheater reicht. die eiterbeulen platzen nur langsam , siehe ÖVP strasser innenminstserium oder jetzt wieder die vergabe der landespolizeikommanden - sie werden immer dreister

War Juranek nicht der Drittgereihte?

Das spricht für Juranek: Offenkundig qualifiziert, aber ohne (ausreichende) politische Protektion.

stimmt nicht ganz

er war der bisherige Rektor

eine kluge und sinnvolle entscheidung!

es gibt sooo viele landes- und bezirksschulinspektorInnen in tirol, die beim hearing schön geredet haben und nach ihrer anstellung nichts mehr davon wissen wollten und nur mehr mist gebaut haben... das darf und kann so nicht weitergehen! und juranek war und ist ein guter direktor der ph. der märk wäre nur wieder so eine fehlbesetzung geworden, wie es sie eh schon viel zu viele gibt.

beim

hearing kannst von der kronenzeitung vorlesen, weil sowieso feststeht, wer es wird. ein hearing hat noch nie was entschieden, lasts euch doch von solchen schmierenkomödien nicht blenden

Geh bitte. Das sind doch eh größtenteils brave Lakaien des Ministeriums.

Völlig richtig!

Stimme zu! Widerlich, diese politisch motivierte Entrüstung. Wenn sich in Tirol jemand gegen den Rektor auflehnt oder ihn auch nur kritisiert, dann wehe ihm. Dann steht er auf weiter Flur allein. Bei hohen, gut vernetzten Würdenträgern sollen hingegen andere Spielregeln gelten. Diese dürfen auch der Ministerin in die Parade fahren, auch wenn es sich nur um Landesprominenz handelt. Tirol ist sicherlich etwas Besonderes, aber auch dort müssen Spielregeln gelten.

gelten

eh, bist du bei der vp seilschaft dann wirst was, sonst kannst di schleichen, eindeutige regel, die die schwarzen in den schwarzen bundesländern die roten in ihren bereichen machen, wenn die grünen und blauen kommen, kriegen die auch ein paar brosamen. warum ärgern, verkauft wird der kleine die oben packeln sich schon zusammen

Sündenfall

Schmied hat sich mit dieser Aktion selbst abgeschossen. Jemandem zuerst zusagen, und ihn dann kalt fallen lassen nur weil er es wagt, eine eigene, abweichende Meinung zu haben, ist menschlich, politisch und marketing-mäßig eine Katastrophe - die Frau ist Geschichte!

zum kotzen....

wehe es traut sich wer laut zu denken, die ganze Art und Weise wie die Frau Ministerin hier vorgegangen ist stinkt zum Himmel, qou vadis Austria......behalten wir den alten Habschi, der hat keine troubles gemacht, und das verkaufen wir dann als "Zeichen der Kontinuität", gehts noch tiefer?
Hatte die Ehre Elmar Märk als Lehrer zu haben, vor langer Zeit, er war einer der wenigen guten Lehrer die ich erleben durfte, fähiger Mann, aber das zählt nichts wenn man sich erlaubt in eine Richtung zu denken die dem alteingesessen System nicht genehm ist.....und iatz speib i no a Lackl auf die Ministerin, scham di....

du

siehst wie hinderlich es ist im Schulwesen gut zu sein, da bist sofort fällig? Merk ist einer von tausenden, denen es so geht

Da gibts doch alle diese Sprüche - wer sich nur mit jenen umgibt, die ihm nur das sagen, was er hören will etc.

Verstehe nicht, warum sowohl Darabos als auch Schmied sich da so bereitwillig blamieren - zumindest die rechtlichen Grundlagen könnte man überprüfen, damit der Rausschmiss vielleicht zumindest rechtlich sauber ist, wenn auch nicht gerade die gute Art?

So wie da gehandelt wird ist angeblichen "Sozialdemokraten" unwürdig, mal abgesehen davon dass es dilettantisch und für die eigene Person & Partei schädlich ist. Und sowas bekleidet eines der höchsten Ämter im Staat...gutes Beispiel für die Gesellschaft, wer eine andere Meinung hat fliegt raus...noch dazu im Bildungs & Wissenschaftssektor wo der Diskurs doch eigentlich...

Pfui.

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