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Unentbehrlich für jede Reise in die Tropen: Ein Quallenschutzmittel
Wo geht die Reise hin, ist die vorrangige Frage, wenn es um die Zusammenstellung der Reiseapotheke geht. In vielen europäischen Ländern ist das Angebot gut sortiert - Zumindest darf man sich bei einem Trip Großstadt somit getrost auf das Notwendigste beschränken. Reisen in tropische Länder sollten dagegen großzügiger ausfallen, da Verfügbarkeit und Medikamentenqualität nicht überall gewährleistet sind. Eine Reihe pathogener Mikroorganismen lauern dort in Nahrung und Getränken, oder aber werden mittels Stechmücken und anderem Getier auf den Menschen übertragen.
Grundausstattung
Egal ob jedoch nach Frankreich oder Uganda, die Grundausstattung in der Reiseapotheke ist immer die gleiche. Mit Schere, Pinzette, Desinfektionsmittel, jodhaltigen Wundsalben, Pflaster, Steristrips, Kompressen und Mullbinden ist der Reisende für kleinere Schnittverletzungen, offene Blasen und andere kleine Wunden bestens gewappnet. Repellentien schützen vor lästigen Insekten und Quallen, Antihistaminika gegen lästigen Juckreiz, in Form Kaugummis oder Dragees gegen die Reisekrankheit, Übelkeit und Erbrechen. Ebenso mit ins Gepäck gehören schmerzstillende Wund- oder Heilsalben zur Behandlung von Sonnenbränden. Rezeptfreie Schmerzmittel helfen kurzfristig bei Gelenks-, Kopf- oder Zahnschmerzen.
Dem Magen-Darm-Trakt gilt in der Reiseapotheke besondere Aufmerksamkeit, sind es doch gerade Durchfallerkrankungen die den Menschen im Urlaub die meisten Probleme bereiten. Umstritten sind Präparate die eine gesteigerte Darmaktivität (Opioid Loperamid, Anm. Red.) unterdrücken, ebenso wie Aktivkohlepräparate. Beide Arzneimittel verzögern die Ausscheidung der Krankheitserreger und verlängern somit die Erkrankungsdauer. Es lohnt sich aber dennoch, diese einzupacken, da eine Diarrhoe beim Langstreckenflug ansonsten zum Albtraum geraten kann.
Wird der Darm im Urlaub allzu träge, dann kann ein Abführmittel Erleichterung bringen. Zur Behandlung von Sodbrennen bewährt sich der Wirkstoff Magaldrat, der eine Übersäuerung im Magen reduziert.
Neben der Grundausstattung wird die Reiseapotheke, an die persönlichen Bedürfnisse angepasst, komplettiert. All jene Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden, gehören daher selbstverständlich zum Inhalt. Vor Antritt der Reise sollte sich der Urlauber über Einfuhrbestimmungen notwendiger Medikamente im jeweiligen Urlaubsland erkundigen. In Staaten wie Singapur oder Saudi-Arabien sind die Kontrollen sehr streng und es kann ohne ärztliche Bescheinigung zu Einreiseproblemen kommen. Bei Reisen nach Malta oder Ungarn benötigt der Reisende ein ärztliches Dokument, das von der obersten Landesgesundheitsbehörde beglaubigt wird.
Zu guter Letzt stellt sich die Frage: Wohin mit dem ganzen Zeug? Allein die Temperaturempfindlichkeit von Medikamenten ist eine Wissenschaft für sich. Manche Medikamente sind hitzeinstabil und können schmelzen, verdampfen oder gar ihre Wirkung verlieren. Andere Arzneimittel halten der Kälte nicht stand und sind für den Transport im Frachtraum eines Flugzeuges daher vollkommen ungeeignet.
Die Zusammenstellung der perfekten Reiseapotheke ist für den medizinischen Laien eine Herausforderung. Die Absprache mit einem Arzt oder Apotheker im Vorfeld lohnt sich in jedem Fall, umso mehr je abgelegener das Reiseziel ist. (Regina Walter, derStandard.at, 28.8.2012)
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...mit den Einfuhrbestimmungen für Medikamente beschäftigen um keine Schwierigkeiten zu bekommen. Infos gibt es zum Beispiel hier: http://bmg.gv.at/home/Schw... dikamenten
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