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Wien - Die Produkte von dm sind in Österreich "wenn man einen fairen Vergleich anhand der Regalpreise durchführt" und "über das ganze Sortiment gesehen" um zwanzig Prozent höher als in Deutschland, sagte dm-Chef Martin Engelmann im Gespräch mit der "Presse". "Rechnet man aber sämtliche Aktionen und Stammkundenrabatte ein, die es in dieser Größenordnung bei dm Deutschland nicht gibt, kommt man auf einen Preisunterschied von zehn Prozent".
Als Begründung für den Preisunterschied sagte Engelmann, dm müsse in Österreich "zu österreichischen Bedingungen produzieren. Die Städte sind dünner besiedelt, die Alpen erschweren die Belieferung der Standorte. Eine Filiale erwirtschaftet ein Drittel des Umsatzes einer deutschen Filiale. Und wir haben in Österreich eine um sechs Prozent höhere Steuerquote, die sich letztendlich in den Verbraucherpreisen niederschlägt". In Summe: "Wer verlangt, dass man in Österreich deutsche Preise bietet, verlangt die Einebnung der Alpen." Pro Einwohner hat dm in Österreich dreimal so viele Filialen wie in Deutschland.
Zugleich sagte Engelmann, dm habe in den letzten Jahren die Preise für seine Produkte gesenkt und habe sicher nicht zur Teuerung im Land beigetragen. Der in manchen Studien erhobene Kaufkraftverlust der Österreicher habe sich bei dm nicht niedergeschlagen, auch weil viele Menschen in der Krise große Ausgaben wie Urlaube kürzen, sich dafür aber einen kleinen Luxus wie einen neuen Lippenstift gönnen. (APA, 28.8.2012)
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Tatsache ist, dass nicht nur DM von der Faulheit und der gewinnbringenden "teuer ist gut" Mentalität der Kunden in Österreich profitiert.
In Österreich kann man den Kunden deutlich mehr Geld weg nehmen, bevor sie überhaupt reagiern.
js
ich find das realistisch und ehrlich argumentiert. und hoffe doch, dass es keine/n davon abhält, weiter zu dm zu gehen, wenn er/sie es vorher auch gern getan hat??!
er hat die preise jetzt nicht erhöht, sondern nur erklärt, warum sie höher sind.
hab schon lange nicht mehr so einen dumpfen Beitrag gelesen - unvollständig von der "Presse" rüberkopiert und eine sinnlose böse-Wirtschaft-Anschütterei draus gemacht. Wer die Presse liest, wird sehen, dass die Argumente durchaus nachvollziehbar sind: in Summe höhere Steuern, mehr ländliche Regionen statt Ballungszentren und daher weniger Produktivität und Umsatz pro Standort - das alles kostet Geld und bitte wie sonst soll ein Unternehmen diese Kosten tragen außer über die Preise? Wenn dann unterm Strich 10% Unterschied zu D übrig bleiben und davon schon mehr als die Hälfte über Steuern an den Staat geht, dann wirtschaften unsere Handelsbetriebe offenbar nicht allzu schlecht! Kann ja jeder nach D übersiedeln und großartig ein paar % sparen
DM-Produkte bei Amazon zu deutschen Preisen und versandkostenfrei!
Wer jetzt noch teuer einkauft und selber schleppt hat selber Schuld!
http://www.amazon.de/mn/search... light07-21
Sie denken leider sehr kurzfristig und - wie ja heute üblich - rein egozentrisch:
Wenn Sie bei amazon bestellen, gefährden Sie massiv österreichische Arbeitsplätze und das, werter Bürger Europas, wird auch Ihnen in wenigen Jahren in den "Hintern" beißen...
Nein. Ihr Denken stammt aus dem letzten Jahrhundert.
1. Leben wir in Europa. Eine Fokussierung auf die österreichische Wirtschaft bringt relativ wenig. Unser Wohlstand hängt auch vom Wohlstand ganz Europas ab. Ihr Argument würde ich noch gelten lassen, wenn es darum geht, asiatische oder europäische Autos zu kaufen. Aber eine Unterscheidung innerhalb Europas ist einfach prähistorisch.
2. betreiben Sie mit Ihrer Einstellung nichts anderes als eine private Subventionitis zur Aufhaltung des Strukturwandels. Da können Sie noch so viel Geld reinstecken, die überholten und ineffizienten Strukturen von Gestern (kleine, teure Einzelhandelsfilialen) können Sie genauso wenig erhalten wie der Deutsche Staat den Kohleabbau retten konnte.
Dann geh mal hinaus aus den Großstädten! Fahr mal nach Stuttgart oder Berlin durch die Pampas, aber nicht über die Autobahn! In Thüringen und Baden Würthemberg gibt es duzende Dörfer, mit nur Häusern, einer Kirche, einem Gasthaus und vielleicht nem Briefkasten ...
Dieser Eindruck entsteht, weil zwei Drittel der österreichischen Landesfläche die Alpen ausmachen. Nur die verhältnismäßig kleinen Talgebiete sind in diesem Raum besiedelbar, was ja dann auch z. B. im Tiroler Inntal oder in Vorarlberg äußerst intensiv geschieht. Deutschland ist im Vergleich zu Österreich proportional zu viel größeren Teilen besiedelbar und landwirtschaftlich nutzbar. Halbwegs ähnliche Grundvoraussetzungen gibt es in Österreich nur in Oberösterreich, Niederösterreich (50% der österreichischen Ackerfläche liegen in Niederösterreich!) und im Burgenland.
Baden-Württemberg ist übrigens für deutsche Verhältnisse sehr dicht besiedelt. Am ruhigsten ist es in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Ja, ich sitze im Management meiner eigenen Firma deren einziger Mitarbeiter ich bin.
Natürlich kostet der Treibstoff Geld und gerade deshalb wird wohl in Deutschland mit seiner dichteren Besiedlung die Ware billiger im Laden sein. Abgesehen von anderen preisbestimmenden Faktoren wie vor allem die Konkurrenz.
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