Rekuperation bei E-Motorrädern

Ein Vorteil von Elektrofahrzeuge wird gerne unter den Tisch gekehrt. Die Rekuperation, die Energiegewinnung im Schiebebetrieb

Die Nachteile der Elektrofahrzeuge sind uns so gängig wie der eigene Vorname. Lange Ladedauer trifft auf geringe Reichweite, und selbst das lautlose Fahren ist den meisten verhasst.

Bei der Suche nach den Vorteilen kommt mit der emissionslosen Fortbewegung der Fingerzeig auf die Art der Stromerzeugung.

Ein Vorteil, den Elektrofahrzeuge bieten, wird aber gerne unter den Tisch gekehrt. Die Rekuperation, die Energiegewinnung im Schiebebetrieb. Könnte man beim Bergabfahren Diesel in den Tank rinnen lassen, würden viele ihr Auto bergauf schieben.

Hersteller von E-Motorrädern nutzen die Rekuperation, um die Reichweite ihrer Fahrzeuge um bis zu 20 Prozent zu erhöhen.

Das 1996 in den USA gegründete Unternehmen Vectrix verbaut hierfür einen Gasgriff, der sich auch nach vorne drehen lässt. Dreht man über den Nullpunkt nach vorne, wird der E-Motor zum Generator und erzeugt Strom.

BMW imitiert die Motorbremswirkung von Verbrennungsmotoren und schaltet im Schiebebetrieb den Motor zum Generator um. Bremst der Fahrer, baut die E-Maschine ein stärkeres Schleppmoment auf und unterstützt beim Bremsen - ähnlich wie es auch bei Autos funktioniert.

Ein weiterer Bonus fällt mit dem System an, das Vectrix bereits bietet, BMW für die Serie des C Evolution andenkt. Ein Retourgang.

Ob man den bei einem Roller braucht, ist fraglich. (Guido Gluschitsch, AutoMobil, DER STANDARD, 24.8.2012)

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