Die ersten Elektro-Maxi-Scooter

Guido Gluschitsch
28. August 2012, 16:38
  • BMW nimmt die Erfahrung und die Komponenten aus dem Automobil-Projekt BMW i und steckt sie in einen Roller, nachdem sie heuer bereits am Maxi-Scooter-Markt erfolgreich gestartet sind.
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    BMW nimmt die Erfahrung und die Komponenten aus dem Automobil-Projekt BMW i und steckt sie in einen Roller, nachdem sie heuer bereits am Maxi-Scooter-Markt erfolgreich gestartet sind.

  • Elektromotorräder gibt es schon einige, auch wenn sie auf der Straße noch rar sind, wie die DS von Zero, ...
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    Elektromotorräder gibt es schon einige, auch wenn sie auf der Straße noch rar sind, wie die DS von Zero, ...

  • ...  der VX-1 von Vectrix ...
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    ... der VX-1 von Vectrix ...

  • ...  und der Electric Commuter von Yamaha.
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    ... und der Electric Commuter von Yamaha.

Im Frühjahr 2014 könnte BMW Motorrad den ersten Elektro-Maxi-Scooter auf den Markt bringen. Die ersten Konzeptroller mit BMW i-Technik fahren bereits

Der C1 war ein Flop für BMW Motorrad. Damals. Heute ist der 125- Kubikzentimeter-Roller mit dem Dach ein echtes Kultgefährt.

Vermutlich weil sich BMW damals die Finger verbrannte, galt bald ein neues Credo: "Wir müssen nicht die Ersten, aber wir wollen die Besten sein." Das galt auch noch, als BMW vor wenigen Monaten die Großroller C 600 Sport und C 650 GT präsentierte. Und in der Tat gelang es BMW, mit diesen beiden fast identen Scootern in einem bereits hart umkämpften Segment eine neue Benchmark zu setzen.

Zuvor stieg BMW Motorrad mit der S 1000 RR in den Supersportbereich ein und mischte gleich gehörig auf. Die bis dahin tonangebenden Hersteller aus Japan mussten klein beigeben und sind sofort in eine Art Schockstarre verfallen.

In diesem andauernden Höhenflug bei den Motorrädern - allein heuer lieferte BMW Motorrad rund 70.000 Motorräder aus - will das Unternehmen nun anscheinend doch wieder Vorreiter sein.

Wenn man den Gerüchten glauben darf, wird BMW der erste Motorradhersteller sein, der 2014 einen Maxi-Scooter mit Elektroantrieb anbietet. Die ersten Prototypen mit dem Namen BMW C Evolution drehen bereits ihre Dauertestrunden.

Zwar hat Yamaha inzwischen einen E-Scooter im Programm, dieser kämpft aber mit der Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h im Mopedsegment. Der BMW-Roller wird 120 km/h schnell sein, wenn die Elektronik abregelt.

"Bei der Entwicklung standen vor allem zwei Anforderungen im Fokus", heißt es dazu bei BMW Motorrad, "Fahrleistungen, die mit denen eines Maxi-Scooters mit Verbrennungsmotor vergleichbar sind und eine hohe Reichweite unter praxisgerechten Einsatzbedingungen."

Die Hochvoltbatterie mit einer Kapazität von 8kWh soll für eine Reichweite von 100 Kilometer gut sein. Das schaffen bis heute nur die wenigsten Elektromotorräder und -roller.

Allein zwei E-Motorräder kommen auf ähnliche Reichweiten. Da ist zum einen der Lastesel IO King Kong, ein österreichischer Roller der Firma IO Scooter, der zum Transportieren von Gütern konzipiert wurde. Und mit den Motorrädern des amerikanischen E-Motorrad-Herstellers Zero Emission konnten wir in Tests an die 100 Kilometer weit fahren.

Der Platzhirsch bei den elektronisch angetriebenen Maxi-Rollern, der Vectrix VX-1, kommt gerade einmal halb so weit.

Damit ist die direkte Konkurrenz auch schon in die Schranken gewiesen. Denn die Reichweite wird neben den Fahreigenschaften, der Ladedauer und der Beschleunigung wohl das Hauptargument beim Kauf sein.

Mit 11 kW Dauerleistung, umgerechnet 15 PS, und einer kurzfristig abrufbaren Spitzenleistung von 35 kW wird der C Evolution beim Beschleunigen für ein Grinsen statt ein Gähnen sorgen.

Fahrwerkstechnisch dürfen wir uns aber wohl auch freuen. Ist doch gerade das Handling der BMW-Roller C 600 Sport und C 650 GT ein Grund für deren Erfolg.

Obwohl, der E-Scooter wird etwas schwerer sein, und es gibt mehr ungefederte Massen. Der Elektromotor ist beim C Evolution direkt in die Schwinge integriert. Trotzdem versprechen BMW-Techniker, dass dies für die Feder- und Dämpferabstimmung ideal sei, weil die Ausgangswelle des Motors und der Schwingendrehpunkt so nah beieinander liegen.

Direkte Nähe ist auch der Grund, warum BMW diesen E-Scooter entwickelt. Die Erfahrungen aus dem Automobilbereich - BMW arbeitet unter dem Namen "BMW i" an elektrisch betriebenen Pkws - sind die Basis für die Antriebstechnologie hinter dem Rollerprojekt. Das erkennt man auch daran, dass BMW Komponenten wie die Hochspannungstechnik direkt übernimmt.

Damit fließen auch gleich die Sicherheitsstandards für die Batterieelektronik, Kabel, Stecker und die Sicherheitsabschaltung direkt vom Automobilbereich in das Zweiradsegment. (Guido Gluschitsch, AutoMobil, DER STANDARD, 24.8.2012)

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Mir sind elektrisch Betriebene Mopeds lieber als elektronisch betriebene. Elektronik hat keinen Saft.

Von Peugeot gibt es doch auch schon etwas. Sogar mit ÖAMTC Test.
http://tv.oeamtc.at/themen/mo... actiy.html

Meine E-Mobilerfahrungen

KAufte vor 3 JAhren auf Empfehllung von Topprodukte ein angeblich Ö E-Moped um fast 1000 € teurer <ls der Mitbewerb (inkl. Helm CAse hinten)
gefahrene 7700 km heuer im Februar waren Akkus hin. BIs dahin 2 mal Motor und Wandlertausch (beim 2. mit Kosten für Einbau für mich.
Übliche zurückgelegte Strecke 21 km hin un zurück in leicht welligem Gebiet.
Anfangs mit einer LAdung zu bewältigen, später musste ich im Büro nachtanken um nicht hängen zu bleiben wenns Windig war.
Jetzt warte ich seit März auf BAtterie kriege ich naict da Herstelleer in China aufgehaust hat.
und von wegen Ö Produkt, der Hersteller aus Ö lässt in China bauen.
Wer braucht die Teile kann ich günstig abgeben?

das klingt nicht gut

Haben's das auf deutsch auch?

Der erste Elektrische Allrad-Porsche!

wurde 1900 von Ferdinand Porsche an der Pariser Weltausstellung gezeigt (Lohner-Porsche). Unheimlich, was man alles vergessen, verlernen oder in einer unteren Schublade vergessen kann...
http://de.wikipedia.org/wiki/Lohner-Porsche

danke für den link - sehr interessant - mann stelle sich vor was der damals mit heutiger (batterie)technik erreicht hätte ( 410 kg alleine die BLEIbaterien ... )

danke für den beitrag

....Das Fahrzeug hatte eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 50 km/h und eine Reichweite von 50 km...

in 100 jahren hat die industrie nicht viel erreicht

weils die ölmultis erfolgreich verhindert haben.

bitte wann kommt endlich eine strom-enduro von ktm damit ich lautlos im wald umackern kann!?

KTM Freeride E sollte demnächst zu haben sein

Also meine Idee wäre ja ganz einfach!

Wir besteuern den Strom der für die Aufladung der E-Fahrzeuge verwendet wird genau so wie das Benzin und zwar in der Art daß eine Ladung für 100km in etwa das gleiche kostet wie Benzin für 100km
Das Geld das herein kommt und dem Staat MEHR einbringt als die Steuern auf Benzin wird in Förderungen für den Kauf eines Neuwagens gesteckt.
Der Staat verdient gleich viel.
Die Industrie verkauft auf einmal Stückzahlen an E-Fahrzeugen
Für den Endverbraucher ändert sich bei den täglichen kosten nichts.
Das Problem daß man einen "billigen" Strom zum laden nimmt kann man mit genormten Steckern und drakonischen Strafen umgehen.
Und bevor jemand lacht, beim Heizöl funktionierts auch.
Ich gebe das Copyright für die Idee gerne an die Grünen gg
Ein Träumer

Dann kauf ich mir lieber einen Gebrauchten Diesel...
Ich fahre oft mit Heizöl, wurde noch nie im Leben kontrolliert.

Warum sollte der verkauf in die höhe gehen wenn sich für den käufer preislich nichts ändert?

warum soll man diese dinger eigentlich kaufen ?

ich habe mir vor ein paar monaten einen honda roller pcx zugelegt, das ding geht wie eine rakete, hat automatik plus start stop automatik und die ueblichen gadgets. verbraucht fast keinen sprit, etwa 3 euro pro woche (intensive nutzung) usw. na und was kostet das ding ja es waren genau 1800,- euro. also lasts euch "hoamgeign" mit all diesen edindas und den beschraenkungen plus den astronomischen kaufpreisen.

die beste mobil-innovation kommt aus österreich...

http://www.youtube.com/watch?v=1... re=related

die pedale erfüllen hier lediglich eine steuerfunktion, dadurch ist das ganze wohl sehr intuitiv zu bedienen... dennoch stellt sich die frage, ob diese mehrkosten gerechtfertigt sind... ein einfaches potentiometer würde es auch tun.

ich denke, hier steht ganz klar das handling und weniger die praktikabilität im vordergrund

najo. ungemütlich wie ein radl (vs. motorrad-sitz), trittst in den kurven zerbröselts dich wie weiland mit den erstem fahrrad (schön wenn man in der kurve bergauf verhungert weil man nicht weitertreten kann), und null stauraum. klasse für die naschmarktangebertour, aber praxisrelevant? eher nein.

sehr geiles teil!
danke für den link!

saugeil,

ich arbeite derzeit auch an einem Projekt mit bei dem ein ebike gemacht wird, aber das ist ja eine ganz andere lösung. super, ich bin schon mit einem rad gefahren, das ähnlich funktioniert hat, da hab ich aber nur 40 km/h erreicht.

Ein Elektroscooter, der so aussieht wie der auf dem ersten Screenshot, Akku am Unterboden verbaut für den tiefen Schwerpunkt, in unter 3 Stunden aufgeladen, mit Platz für zwei Helme unterm Sitz und Kraft mindestens äquivalent zu einer 125er. Das Ganze nicht wesentlich teurer als ein konventioneller Roller und auch Ersatzakkus erschwinglich.
Man wird ja noch träumen dürfen.

hat schon mal wer ne Zero in Österreich gesehen

oder gar: gefahren?
wer vertreibt die/serviciert diese?

BMW's unbegrenztes Werbebudget

Wenigsten holen sie jetzt einmal bei einer guten Sache technologisch (Elektro) hinter vielen anderen Herstellern auf. Der offenkundige Werbevertrag mit dieser Zeitung macht das Lesen nur ein bisserl widerlich.

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