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Österreichs Vorzeige-Basketballer Rasid Mahalbasic werden sich die Kroaten merken: 21 Punkte schenkte er ihnen ein.

Guard Moritz Lanegger legte sein kräftiges Herz aufs Parkett, musste aber die Klasse Kroatiens anerkennen.
Schwechat - Österreichs-Basketball-Nationalteam ist nicht so abgezockt wie jenes von Kroatien und darum steht am Ende auch wieder ein betrübliches Ergebnis, das sich in den letzten fünf Spielminuten manifestierte: Mit einer 75:82-Heimniederlage im Multiversum in Schwechat ist wohl die letzte Chance auf ein Ticket für EM in Slowenien 2013 dahin.
Das Erfreuliche aber freilich zuerst: Österreich ist nicht einem typischen Mentalitäten-Problem erlegen. Nach der Pause (beim Stand von 34:45) wurde nicht der Hut drauf gehaut, und so begann man Kroatien beharrlich zu ärgern. Allen voran: Rasid Mahalbasic. Er stand in der ersten Halbzeit im Schatten, in der zweiten rollte er die Kroaten ordentlich. Hook-Shots, Bauernfinten, gefühlvolle Korbleger, der Slowenien-Legionär hat ein mächtiges Offensiv-Repertoire, ist sozusagen Österreichs Basketball-Aushängeschild.
Meister des Minimalismus
21 Punkte standen für ihn am Ende unter dem Strich. Österreich hielt die Partie 35 Minuten lang unter höchstem Kräfteverschleiß offen. Ja, die Partie war derart eng, dass man fünf Minuten vor Schluss keine Zeit dafür hatte, sich zu fragen, woran Österreich denn diesmal scheitern könnte. Also dann doch: Waren es die vielen vergebenen Freiwürfe, die eklatante körperliche Unterlegenheit oder ein eiskalter Ex-NBA-Profi namens Roko Leni Ukic, der als Spielgestalter am Ende für alle wichtigen Punkte und Pässe verantwortlich zeichnete? Vielleicht sind die Kroaten aber auch einfach die Meister des Minimalismus. 35 Minuten ein U-Boot und am Schluss gnadenlos genau.
Österreichs eingebürgerte Amerikaner Jason Detrick und Anton Maresch antworteten zu Beginn des vierten Viertels auf eine kroatische Attacke mit zwei Dreiern (64:64), danach wurde auf beiden Seiten knallhart verteidigt bis Österreichs Ausnahmeathlet Moritz Lanegger einen freien Korbleger nach einem frechen Mahalbasic-Pass in den Rücken der kroatischen Verteidigung vergab. Danach folgt ein 11-0-Lauf für die Gäste und Aus.
Kein Traum
Ein Spiel fängt aber wie man weiß bei 0:0 an. Und zu Beginn hingen auch keine warmen Eislutscher von der Hallendecke. Österreich träumte nicht, sondern bot Kroatien fast eine ganze Halbzeit die Stirn. Es war überhaupt nicht dramatisch, Kroatien nützte seine baumlangen Pivots, parkte diese unter dem Korb und dezimierte Österreichs "große" Frontlinie. Die Foulpfiffe waren diesmal aber gleichmäßiger verteilt. Österreichs Head Coach Neno Asceric haderte bereits im Vorfeld bei Gott nicht zu Unrecht mit den Schiedsrichter. Den drei bisherigen Gegnern in der EM-Quali wurden durchschnittlich 17 Freiwürfe mehr zugesprochen als Team Austria.
Der erste Einbruch kam im zweiten Viertel, als mit Lamesic und Mahalbasic die dominanten "langen" Leute bei Österreich mit jeweils drei Fouls auf die Bank mussten, adequate Qualität als Ersatz war und ist nicht vorhanden. Österreich war in Folge unter dem Korb offen wie ein lichter Fluss, auf den die Sonne blitzt. Luksa Andric (2,10 Meter), das blutjunge Ausnahme-Talent Dario Saric sowie Luka Zoric (auch 2,10 Meter) punkteten ein ums andere Mal auch im Nachfassen. Bis zur Pause wurde der erste größere Rückstand aufgerissen (34:45).
EM 2013 zu früh
Respekt war aber einfach nicht angebracht. Österreich ließ erfolgreich Dreier fliegen, Sebastian Koch stopfte Center Zoric ins Gesicht, die Schiedsrichter anerkannten Rot-Weiß-Rot für ein dauerhaftes Dagegenhalten in brutal harten Sperren und bei Rebound-Ringereien. Und pfiffen viele Fouls gegen Kroatien. Allein, die dritte Niederlage im vierten Spiel konnte nicht verhindert werden. Am Donnerstag (30.8.) wartet schon das nächsten Heimspiel, Gegner ist Zypern.
Fazit: Österreich muss sich ins Hinterteil beißen. Die Chance für eine Sensation war da, auch wenn vieles zum Schluss optimal hätte klappen müssen. Trotz einer über weite Strecken ausgezeichneten Leistung, ist Zufriedenheit fehl am Platz. Mit ein bisschen mehr Selbstvertrauen und dem einen oder anderen zusätzlichen Big Man, wird es in Zukunft ein Ausrufezeichen geben. Auch wenn die EM in Slowenien 2013 noch zu früh kommt. (Florian Vetter, derStandard.at, 27.8.2012)
Basketball-EM-Qualifikation in Schwechat, Gruppe C:
Österreich - Kroatien 75:82 (35:44)
Scorer: Mahalbasic 21, Detrick 11, Lamesic 11, Lanegger 10 bzw. Bogdanovic 19, Ukic 14
Weiters:
Ungarn - Zypern 77:64 (39:30)
Tabelle Gruppe C nach der Hinrunde: 1. Kroatien 8 Punkte/4 Spiele - 2. Ukraine 7/4 - 3. Ungarn 6/4 - 4. Österreich 5/4 - 5. Zypern 4/4
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und hier das interwiev das ich mit repeša nach dem spiel gemacht habe
http://crosarka.com/reprezent... cijom-1581
dh., er ist sehr jungendorintiert und nächstes jahr können wir zusätzlich zum šaric auch mit dem jetzt 17-jährigen mario hezonja fix in der nm rechnen. alle sind schon neugierieg ob "supermario" bei barcelona schon dieses jahr in der ersten mannschaft zum einsatz kommt
der unterschied in größe der beiden teams war deutlich, dabei haben bei den kroaten die 2 ersten center gefehlt. ante tomic und stanko barac sind 217cm, die hier anwesenden andric und zoric nur 210cm.
langegger und mahalbasic haben mir bei den österreichern gut gefallen.
die kroaten sind in dieser zusammenstellung ein ziemlich bunter haufen, repesa hat hat für nächstes jahr bis zu 7-8 neue spieler angekündigt und nennt die jetzige aufstellung experimentel. von diesem team werden ukic, bogdanovic, saric und markota sicher "überleben",
sie laufen und kämpfen ja brav die unsirgen allein sie sind etwas zu klein geraten als Team und wenn man schon Grössennachteile hat wärs net schlecht von Außen zu treffen aber da siehts dann teilweise noch schlimmer aus.
Kurz gesagt es fehtl überall noch ein Stück.
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