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Bogota - Nach fast einem halben Jahrhundert der Gewalt gibt es neue Hoffnung auf einen Friedensprozess in Kolumbien. Die Regierung führe "Sondierungsgespräche" mit der linksgerichteten FARC-Guerilla, sagte Präsident Juan Manuel Santos am Montag (Ortszeit) in einer Fernsehansprache. Medienberichten zufolge sollen die Verhandlungen Anfang Oktober in Oslo beginnen und in Kuba fortgeführt werden.
Es ist das erste Mal, dass Santos Gespräche mit den FARC-Rebellen bestätigt. Erste Ergebnisse der "Annäherung" sollten in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden, kündigte der Staatschef an. Zugleich schloss er eine Unterbrechung des Militäreinsatzes gegen die Rebellen während der Gespräche aus. Santos erklärte, dass die Verbrechensbekämpfung "auf jedem einzelnen Zentimeter des staatlichen Territoriums" weitergehen würden. Mit der Aussage spielte er auf den letzten Friedensdialog mit der FARC an, als die Regierung den Rebellen von 1999 bis 2002 ein Stück Land in der Größe der Schweiz zugestand, die Guerillakämpfer aber anderswo weiterhin Angriffe durchführten, Politiker entführten und ihre Drogengeschäfte abwickelten.
Santos betonte in der Ansprache, er habe seit seinem Amtsantritt 2010 seine in der Verfassung festgeschriebene Verpflichtung wahrgenommen, nach Frieden zu streben. Auch die die zweitgrößte Rebellengruppe des Landes, die ELN, sei bereit, an den Gesprächen über ein Ende der Gewalt teilzunehmen, sagte der Präsident. Der Amtsvorgänger des Präsidenten, Alvaro Uribe, der mit harter Hand gegen die FARC vorgegangen war, warnte inzwischen vor Verhandlungen mit den Rebellen.
Mehrere Landesmedien hatten zuvor bereits über Kontakte zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC berichtet, die in Kuba geknüpft worden seien. Damit sollten Verhandlungen auf neutralem Boden vorbereitet werden, hieß es. Der frühere Vizepräsident und Journalist Francisco Santos hatte im Radiosender RCN berichtet, die Verhandlungen sollten am 5. Oktober in der norwegischen Hauptstadt Oslo beginnen und dann in Havanna weitergeführt werden. Als Vermittler wurde der ehemalige kolumbianische Präsident Cesar Gaviria genannt.
Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) sind die größte und älteste Guerillagruppe Kolumbiens. Ihnen gehören nach offiziellen Angaben zwischen 8.000 und 11.000 Kämpfer an, die vor allem in den Grenzgebieten zu Venezuela und Ecuador aktiv sind. Während der von den USA unterstützten Militäroffensive von 2000 bis 2010 hatte die Guerillagruppe schwere Verluste einstecken müssen, zuletzt aber wieder vermehrt Angriffe durchgeführt. Erst am Sonntag waren durch eine Autobombe im südöstlichen Staat Meta sechs Menschen getötet worden. (APA, 28.8.2012)
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oje, da bekommt der politische ziehvater von santos gleich neurotische anfälle, weil er von seinem zögling so hintergangen wird. hat uribe schon seine todesschwadronen beauftragt, mit mord und totschlag den verhandlungsprozess zu sabotieren? neben uribe und seinen terroristischen netzwerken ist auch die kolumbianische armee ein risikofaktor, denn man weiss nicht, ob sie die potentielle beendigung ihres einzigen daseinszwecks, die militärische niederschlagung von sozialem widerspruch, so einfach hinnehmen wird. aber hut ab vor santos und toi toi toi, er wird es brauchen.
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