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Paris/Kairo/Damaskus - Der französische Präsident Francois Hollande hat die syrische Opposition aufgefordert, eine provisorischen Regierung zu bilden. Frankreich würde eine solche Regierung anerkennen, sagte Hollande am Montag in Paris. Zugleich warnte er die syrische Regierung vor einem Einsatz von chemischen Waffen. Dies wäre Grund für einen "direkten Eingriff", sagte Holland zum Auftakt der jährlichen Botschafterkonferenz.
Die USA haben sich aber gegen die rasche Bildung einer Übergangsregierung in Syrien ausgesprochen. Der französische Vorstoß sei nicht mit anderen Nationen abgesprochen und ein solcher Schritt sei angesichts der zersplitterten Opposition des Landes verfrüht, hieß es am Montag aus US-Regierungskreisen.
Fast 1000 regimekritische syrische Künstler haben einen Aufruf unterzeichnet, in dem sie die arabische Öffentlichkeit um Unterstützung bitten. In dem offenen Brief, der am Montag in Kairo veröffentlicht wurde, heißt es, Gewerkschaften und regierungsunabhängige Organisationen sollten gegen die "Massaker des Regimes in Syrien" mobil machen. Sie könnten Demonstrationen organisieren, Flüchtlingen helfen oder Briefe an die Vereinten Nationen schreiben.
Der neue ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat sich für die Absetzung des syrischen Staatschefs Bashar al-Assad ausgesprochen. "Jetzt ist die Zeit gekommen, das Blutvergießen zu beenden, die Rechte des syrischen Volkes wiederherzustellen, und für das Regime, das sein Volk tötet, zu verschwinden", sagte Mursi in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. "Es gibt keinen Bedarf, über Reformen zu sprechen, wir müssen über einen Wandel reden." Ein militärisches Eingreifen in Syrien lehnt Mursi aber ab.
Der syrische Staatsminister für nationale Versöhnung, Ali Heidar, bezeichnete die Forderung nach einem Rücktritt von Präsident Bashar al-Assad als "vollkommen unannehmbar". Sie sei vom Ausland aufgestellt worden und stelle eine Verletzung der syrischen Souveränität dar. "Missverständnisse" zwischen dem syrischen Volk und der Regierung seien in eine "gewalttätige Krise" umgeschlagen. Die Regierung strebe jedoch eine politische Lösung an und wolle mit ihren Gegnern verhandeln. Heidar äußerte sich am Montag in Teheran, wo er am Gipfel der Blockfreien-Bewegung teilnimmt. Am Donnerstag berät der UNO-Sicherheitsrat erneut über die Lage in Syrien. (APA, 28.8.2012)
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Wohl dazu kein weiterer Kommentaar notwendig. Kann man nur hoffen das er bald entfernt wird. Weil von selber verschwindet er sicher nicht und geht das ganze Unglück weiter.
und die Islamisten-Brut von der NATO an die Macht gebombt wird (ist die einzige Möglichkeit, wie die Islamisten gewinnen könnten - ist aber gottseidank wegen Russland und China sehr unwahrscheinlich) dann fängt das Unglück erst richtig an und zwar für alle, die nicht die "rechte" Religion haben und/oder Assad unterstütz(t)en und das ist ein sehr großer Teil der syrischen Bevölkerung.
das Schema sieht so aus
http://rt.com/news/cont... ments-665/
Dann flieht die Zivilbevölkerung, andere bunkern sich in Keller ein. Einige werden beim Beschuss von einer der beiden Seiten, durch Splitter, zusammenstürzende Häusern etc getötet oder schwer verletzt. Dann rückt das Militär ein und die freie Armee wird gnadenlos verfolgt. Aber viele sind längst geflohen, und in einem anderen Stadtviertel beginnt das Katz- und Mausspiel von vorne.
Die Taktik der freien Armee, die Armee in immer mehr Brennpunkte zu verwickeln, ist nicht dumm; es reibt die Kräfte des Regimes auf.
Aber dann sollen sie - einschließlich der mit ihr sympathisierenden Zivilbevölkerung - zum Partisanenkampf stehen und nicht durch mit dem Blut der Menschen spielen es nach erfolgreichen Militäraktionen in die Kamera spritzen!
Welche anderen Möglichkeiten haben sie derzeit ausser Guerilla Taktik?
Ist noch immer ein asymmetrischer Bürgerkrieg.
Leicht bewaffnete Widerstandskämpfer gegen schwerst bewaffnete Assad Milizen, die rücksichtslos alles niederbombardieren,
auch Spitäler, Bäckereien, Schulen wie das Beispiel Aleppo zeigt.
die syrische armee bombadiert auch spitäler, bäckereien und schulen wenn sich darin terroristen verschanzen? was sollten sie denn anderes tun um noch mehr unheil zu vermeiden? die terroristen ziehen lassen und sie weitere spitäler, bäckereien und schulen in geiselhaft nehmen lassen?
auf Seiten der Kreigsparteien, aber auch unter der Zivilbevölkerung.
Wenn man diese Taktik verfolgt, muss man auch dazu stehen.
Dass hinterher die Blutströme gefilmt und die Leichen gezählt werden zeigt aber leider, dass die Taktik der Aufständischen darin besteht, die Armee zu zermürben + die arabische Welt und den Westen zum Eingreifen zu bewegen, d. h. das Leid ist Teil der Strategie.
Das Regime ist für seine clevere Außenpolitik bekannt, aber innenpolitisch hat es noch nie auf Verhandeln und Deeskalieren gesetzt.
Da beide Seiten derzeit nicht zur Vernunft kommen wollen, werden noch viele Tränen und Krokodilstränen fließen.
haben sie die videos gesehen von den blutströmen die, bevor es noch irgendeine fsa gab, von demonstranten vergossen wurden? in daraa, homs, banyas u.a. orten .. assad-einheiten schossen auf die demonstrationen, die demonstranten waren null komma null null null bewaffnet ..
Nachdem ja beide bzw. (nachdems ja eher unübersichtlich ist) alle beteiligten Parteien derzeit einen eher ungustiösen Eindruck machen, könnte man ja auch einfach sagen "Dort ist GAR NIEMAND, mit dem man sinnvoll reden kann"?
So wie in Libyen. Dort könnte man ja auch sagen "Sorry, Jungs, wir haben uns scheints getäuscht. Ihr seid ja auch um nix besser. Vielleicht hört man sich ja in zehn Jahren wieder, bis dahin eine lustige Barbarei."
Ich glaube schon, daß es in Syrien eine vernünftige Opposition gibt und noch viel mehr gab - die Unterzeichner dieses Briefes z.B. waren sicher auch nicht darauf erpicht, daß nachher dann irgendwelche religiösen Spinner das Anschauen oder Anhören ihrer Werke verbieten werden.
Leider sind nun wohl viele der Waffen gerade eher in Händen jener, die weniger vernünftig sind... Und solche Waffen wird man schwer wieder los - weshalb man sie auch besser gar nicht erst an zweifelhafte Gruppen liefern (lassen) sollte. Aber das ist ja ein altbekanntes und dennoch immer aufs Neue wiederholtes Problem.
Und leider scheint das Regime nach wie vor nicht zu realisieren, dass zu seinem eigenen Nutzen auf die friedliche, säkulare, politisch relativ neutrale Opposition zugegangen werden muss - ie Kilo oder auch Manna3! Jahrelang saßen sie in Gefängnissen oder standen unter Hausarrest, kaum jemand traute sich, sie zu unterstützen. Ja viele Syrer kannten sie nicht einmal.
Aber was muss ich lesen? Über die Terrorgesetze werden die Konten von Kilo und anderer friedlicher Oppositioneller eingefroren ...
Geht noch mehr Starrköpfigkeit?
"Amnesty Calls on UN to stop the US, Qatar and Turkey funding and arming Syria Rebels"
http://livewire.amnesty.org/2012/08/2... ia-rebels/
Inhaltlich ein guter Beitrag. Und das von Amnesty? Wurden die gehackt oder ist das nur eine Einzelmeinung des (Noch-)Autors?
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