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Szene aus dem Schweizer "Tatort" "Hanglage mit Aussicht".
Fünf Gründe, sich den dritten Luzerner "Tatort" anzusehen:
1.) Man darf in Sachen "Tatort" generell nie aufgeben.
2.) Jean-Pierre Cornu spielt einen Provinzpolitiker mit dem Charme einer Packung Tiefkühlbroccoli.
3.) Die Figur des gewaltbereiten Wutbauern, dessen Hof und Gastwirtschaft in exquisiter Hang lage Opfer eines korrumpierten Banken- und Immobiliendeals zu werden droht.
4.) Sein Satz beim Verhör: "Versteh ich was von DNA?!" Und
5.) Dieser "Tatort" wurde für das Nichtschweizer Publikum synchronisiert - merci vielmoll!
Gepresst wird das alles aber in einen an den multiplen Problemstellungen laborierenden, papierenen Krimi, den scheinbar die Kantonalverwaltung Luzern am Reißbrett entworfen hat. Wie echte Schweizer Kracher fliegen Kommissar Flückiger die Schulaufsatz-Themen um die Ohren: Ausverkauf der heimischen Alpen, Verbrämung des Volksliedgutes, korrupte Banken und Politiker, die bei der Demokratie gern ein bisschen nachhelfen.
Insbesondere aber möchte man neben der Tourismuswerbung für den Vierwaldstätter See beim "Tatort" von folgenden Dingen verschont bleiben:
1.) Die Glastür, über die sich ein Verdächtiger wieder einmal Zutritt verschafft und hinter der ein Mädchen zittrig mit einem Messer steht.
2.) Das zu Boden fallende Messer.
3.) Frauenbilder aus dem Jahre Schnee: piepsende Sekretärinnen, die zum Kopieren geschickt werden.
4.) G'schleckte Rechtsanwälte im Cabrio.
5.) Bauern, die sich mit der Mistgabel wehren.
Es braucht bei diesem "Tatort" wirklich sehr viel moderne Architektur, um all das Rückwärtsgewandte zu kaschieren. Nicht auszudenken, hier würden Tiroler Bergbauernhöfe herumstehen. (Margarete Affenzeller, DER STANDARD, 28.8.2012)
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... was aber nur in der schweizerdeutschen fassung (zu sehen auf sf.tv) auffällt: der luzerner regierungsrat (wird vom volk gewählt) spricht bärndütsch (berndeutsch). zwischen luzernern (katholisch) und bernern (protestantisch) gibts aber eine erzfeindschaft und es kann davon ausgegangen werden, dass ein berner in luzern relativ schlechte chancen auf eine wahl hat
Ich fand diesen Tatort gut! Und diese Kritik hier finde ich übertrieben. Muss denn jeder Tatort urban, hip, modern und politisch korrekt sein? Soweit ich weiß, sind die Themen wie z.B. Ausverkauf von schweizer Dörfern an ausländische Immobilieninvestoren, die daraus Tourismushochburgen machen wollen, gar nicht so unaktuell und provinziell.
Scheinbar schon - aus der Perspektive der ach so urbanen und fortschrittlich denkenden Fr. Affenzeller.
Nur: Genau so ist Synchronisation halt immer.
Aber das fällt jenen nicht auf, die daran gewöhnt sind, dass fremdsprachige Filme von Deutschen synchronisiert werden, das Gesprochene nicht mit den Lippenbewegungen übereinstimmt, die Stimmen die Charaktere/Rollen verändern, Texte gestelzt vom Blatt abgelesen werden, die Stimmen unnatürlich im Vordergrund stehen usw.
Da gibt es sogar manche, die das loben ("niemand synchronisiert so gut wie die Deutschen"), die es super finden, dass man von den Bildern nicht durch Untertitel "abgelenkt" wird (wer an Originalfassungen gewöhnt ist, wird dauernd durch das Gehörte abgelenkt) usw.
Im Deutschen fällt dann aber plötzlich auf, wie mies das ist.
Daher bevorzuge ich immer Originalfassungen (ev. mit UT).
übrigens in jeder sprache.und ob deutsche synchro schlechter/besser ist als andere,können nur die beurteilen , die regelmäßig französische/englische/spanische synchronisationen analysieren.wer soll das sein?
Übrigens habe ich auch schon italienische Synchronisationen gesehen. Während es englische Synchronisationen praktisch nicht gibt.
Auch die Italiener behaupten von sich (lustigerweise genau wie die Deutschen!), dass sie die besten Synchronisationen der Welt machen.
Was halt daran nichts ändert, dass Stimmen und Sprachen nicht zu den Mundbewegungen passen. Dass US-Amerikaner plötzlich Italienisch miteinander parlieren. Dass stark übertreibende Sprecher theatralisches Hörspiel veranstalten. Dass die Stimmen penetrant im Vordergrund zu hören sind, im Hintergrund der Rest der Original-Atmo usw.
Und wer - wie ich - schon oft erlebt hat, dass Charaktere durch falsche Synchronstimmen total verfälscht wurden, tut sich dieses Zeug nicht mehr an.
...Mister Hyperkorrekt Krassnitzer aber nicht...
Abgesehen davon, dass er meiner Meinung nach auch als Schauspieler maßlos überschätzt ist...irgendwie erinnert er mich an Nicolas Cage..der hat auch nur drei Verschiedene Mimiken drauf:-)
Da schaut man mal nach Ewigkeiten wieder einen Tatort und dann sowas... Die Handlung fad, die Figuren ein Witz und die Schauspieler wenn man Glück hat durchschnittlich, in den meisten Fällen aber schwach bis schlecht.
In diesem Tatort haben sie aber wirklich kein Klischee ausgelassen. Man sollte meinen die Schweizer würden sich nach ihrem Wiedereinstieg auch etwas mehr Mühe geben, aber das Drehbuch kann ja wirklich nur von einem Lehrling geschrieben worden sein.
Sie haben offensichtlich wirchklich schon lange keinen Tatort gesehen.
Wenigstens war die Handlung nicht vollkommen skurril, und der Kommissar angenehm, und nicht eine jener, anscheinend US-Serien-inspirierten Kommissare die alles anschreien, bedrohen oder gleich verprügeln, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, und die sich leider im Tatort zu häufen anfangen.
Gegen Österreich Tatorte war die Tourismuswerbung geradezu dezent (und besser gemacht), und wenn man sich die Österreichtatorte zum gleichen Thema anschaut, dann weiß man erst was übel ist.
Und die Frauenbildkritik ist sowieso skurril: Sekretärinnen die kopieren gehen. Ja wo gibt's den sowas (außer überall im echten Leben).
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