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Wien - Die fast schon traute Einmütigkeit, mit der sich ÖVP und SPÖ in Richtung Uni-Zugangshürden bewegen, erregt auch Argwohn. Der Vizepräsident der Universitätenkonferenz (Uniko) und Rektor der Universität für angewandte Wien, Gerald Bast, fürchtet eine "Scheinlösung auf Kosten der Unis und der Studierenden".
So wie die Zugangsregelungen jetzt skizziert seien, sehe es nach einer "Farce" aus. Denn, so sagt Rektor Bast im Standard-Gespräch: "Wenn die Studierenden zwischen den Unis umgeschichtet werden sollen, dann bringt das die Gefahr, dass die Unis, die jetzt noch halbwegs funktionieren, dann auch nicht mehr funktionieren. Will man tatsächlich die Studentenmassen der großen Universitäten an die Kunst-Unis oder die Technischen Unis verfrachten? Das ist alles nicht durchdacht."
Er spricht aus, was von Regierungsseite niemand sagen will: "Wir kommen nicht umhin, dass die Unis mehr Geld brauchen, wenn wir nicht dramatisch weniger Studierende haben wollen."
Der derzeit erweckte Eindruck, dass nämlich ein neues Zugangsmanagement mit besserer "Verteilung" der Studierenden, wie SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas sagte, schon die Lösung sei - von gleichzeitigen Budgeterhöhung ist ja nirgends die Rede - , ist für Bast "eher eine gefährliche Drohung. Das ist nicht die Lösung, die Unis brauchen." Um die großen Studienrichtungen "sanieren zu können, brauchen die Unis mehr als die Abgeltung der Inflation", fordert der Uniko-Vizechef.
Verzögerungen für Studierende, vor allem am Beginn der Studienplatzfinanzierung mit Zugangsregeln, erwartet Hochschulforscher Jürgen Janger vom Wirtschaftsforschungsinstitut. Die Umlenkung der Studentenströme werde "schwerlich von Anfang an funktionieren", sagte er zur Austria Presse Agentur. Die Grünen sehen durch Zugangsbeschränkungen 10.000 Studenten ausgesperrt. (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, 28.8.2012)
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mit vollen hosen ist leicht stinken.
wenn ich einer zugangsbeschränkten uni mit einem derart guten betreuungsverhältnis vorstehe wie bast, ist es natürlich sehr einfach gegen zugangsbeschränkungen einzutreten. ändert natürlich nichts daran, dass er in punkto budget recht hat.
Die Unis werden immer voller, die Schüler immer gestresster , aber die Schulen wie Gymnasium verlieren an Wert. Und dieFHs dazugerechnet.
Also unsere Kidner lernen immer mehr was weniger brauchbar ist ? Oder lernens in der Schule nichts, werden aber mit jeglichem pädaogischen Müll vollgestopft. heute bekommt man mit Gymnsasium keine Job mehr... Folge: alle gehen Studieren. Da liegt das Problem !
nachdem Jahrelang die produzierende Industrie ins Ausland abgewandert ist und somit auch das ganze daran hängende Gewerbe schrumpfte, durch IT und Automation enorme Produktivitätsfortschritte gemacht wurden und nebenher jahrelang der Konsum langsam wegbröckelte, da Löhne sanken, dass die Jungen lieber studieren gehen, als einen schlecht bezahlten und sinnlosen Job anzunehmen. Mit Studium wirds zwar auchnicht besser, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
...könnte nicht schaden. Warum werden immer alle Studien in einen Topf geworfen. In einigen Studien sind Zugangsregeln sinnvoll, zB bei den naturwissenschaftlichen Studien oder dei den Dolmetschern. Jedem leuchtet ein, daß man nicht unendlich großeviele Laborplätze usw. bereitstellen kann. In anderen Bereichen geht es nur um die Vermittlung von Wissen, zB Jus oder BWL. Das klappt online genauso gut (wenn nicht besser, da effizienter). Ich kann nicht verstehen, warum man im Jahr 2012, wo man praktisch ungebrenzte Möglichkeiten im Bereich E-learning und blended learning hat, immer von beschränkten Kapazitäten die Rede ist. Wissen ist doch das einzige Gut, welches sich unbegrenzt vervielfältigen lässt.
kann die Lehrsäle und Diskussionen unter StudentInnen sowie zwischen Lehrenden und Studierenden nicht ersetzen. Es geht beim Studieren nicht nur um Wissen in sich hineinstopfen - es geht auch um kreativen Austausch, Kommunikation, Ideen. Das funktioniert in der persönlichen Kommunikation besser als durch e-learning alleine.
Zugangsbeschränkungen: m.E. sollte ein Grundstudium (B.A.) allen ermöglicht werden - danach nur gute StudentInnen zum M.A. und insbesondere zum Dr. zuzulassen. Doktorat sollte v.a. auf Forschung vorbereiten. Um Beschränkungen sinnvoll zu machen, muss die Wirtschaft/öffentlicher Dienst nachziehen. Privilegien von Titeln abschaffen.
dann muß man halt mehr kreativität auf die gestaltung des e-learning prozesses wenden
z.b. frequently asked questions - seite
etc.
Der Rektor einer zugangsbeschränkten Kunstuni moniert drohende Zugangsbeschränkungen anderer Unis und lässt mit der Befürchtung, die abgewiesenen Studierenden könnten dann ausgerechnet auf die Kunstuniversitäten kommen wollen, ohnedies tief blicken.
Die Regierung muss sich endlich klar positionieren.
Entweder wir wollen den freien Hochschulzugang, dann bedeutet das, dass der Staat die Unis auch hinreichend finanzieren muss - also Geld in die Hand nehmen. Geld, dass meines Erachtens hier gut angelegt wäre. Studienbeiträge können das Budgetloch der Unis hier nicht abdecken, bestenfalls einen kleinen Beitrag leisten.
Oder aber man verabschiedet sich vom freien Hochschulzugang und kontrolliert die Anzahl der Studenten durch hohe Studiengebühren (Problem: soziale Ungerechtigkeit) und/oder durch Beschränkungen (Numerus Clausus, Aufnahmeprüfung, ...).
Nur die derzeitige Situation ist einfach unerträglich!
es ist müßig über die ideen von laura rudas zu diskutieren. eine solche umschichtung kann in einem system mit freiem zugang und gleichzeitig bestehenden kapazitäten (diese zwei parameter hat rudas ja als fix angenommen) nur über die höhe der studiengebühren funktionieren.
das ist bei weitem die asozialste aller möglichen lösungen.
yippieh laura!
sicher spielt talent eine rolle, und die studierenden gehen mit anderen voraussetzungen in das studium. aber es gibt auch menschen, denen mathematik einfacher fällt als anderen. letztere müssen sich halt mehr anstrengen.
es gibt kein argument warum "künstlerische eignung" ein zulässiges kriterium sein soll, "mathematische eignung" aber nicht.
Hat da jemand der mit der Thematik vertraut ist Informationen dazu wie das gemeint ist?
Speziell im Sinne von "Bedrohung" der Angewandten. Weil an die technischen Universitäten lassen sich mangels Interesse weniger Leute verfrachten als dorthin.
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