Memo: Samsung wirft Apple Missbrauch des Patentrechts vor

Koreaner gehen mit Konkurrenten schwer ins Gericht

Auch Samsung hat sich nach dem Richterspruch von San Jose mit einem internen Memo an seine Mitarbeiter gewandt, die 9to5Mac vorliegt. Darin geht der Konzern hart mit Apple ins Gericht und beteuert, nie einen Prozess angestrebt zu haben.

Drängen auf Prozess

"Wir haben ursprünglich Verhandlungen mit Apple anstelle eines Gerichtsverfahrens vorgeschlagen, da sie eine unserer wichtigsten Kunden waren. Aber Apple trieb den Prozess trotzdem voran, so dass wir kaum eine andere Wahl hatten, als unsererseits Gegenklagen einzureichen", so die Einleitung der Stellungnahme.

Bedauern

Man gibt sich enttäuscht von der Entscheidung des nordkalifornischen Bezirksgerichtes, will aber alle Mittel ausschöpfen um dagegen vorzugehen. Denn man sieht das Urteil im starken Kontrast zu anderen Urteilen aus England, Holland, Deutschland und Korea, wo die Gerichte die Anschuldigungen Apples bezüglich des Designklau nicht nachvollziehen konnten. "Es ist bedauerlich, dass dieses Urteil Besorgnis unter unseren Angestellten und unseren treuen Kunden ausgelöst hat", so Samsung.

Schwerer Vorwurf an Apple

Schließlich feuert man noch eine Breitseite auf den US-Konkurrenten ab. "Die Geschichte hat gezeigt, dass es bis jetzt noch kein Unternehmen gegeben hat, dass die Herzen der Kunden und Wachstum durch den Missbrauch von Patentgesetzen statt mit Innovation erreichen konnte."

Und abschließend: "Wir vertrauen darauf, dass sich die Konsumenten und der Markt auf die Seite jener schlagen wird, die Innovation über Gerichtsprozesse stellen und wir werden dies auch gegen alle Zweifel beweisen." (red, derStandard.at, 27.08.2012)

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9to5Mac

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