40 Prozent fühlen sich im Job emotional belastet

28. August 2012, 16:21
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Große Mehrheit der Berufstätigen hat trotzdem Freude an der Arbeit - Gehalt ist nicht immer ein Gradmesser für Zufriedenheit

Viele Österreicher, nämlich 41 Prozent, fühlen sich in ihrem gegenwärtigen Job regelmäßig emotional belastet, 39 Prozent klagen über eine körperliche Belastung. Dennoch, und das ist die positive Seite, haben 89 Prozent der österreichischen Erwerbstätigen alles in allem und 88 Prozent inhaltlich große Freude an ihrer Tätigkeit. Das sind Ergebnisse, die auf einer repräsentativen Umfrage (1.109 Teilnehmer) des Meinungsforschungsinstitutes Gfk basieren. Nur neun Prozent können sich mit dem, was sie machen "eher nicht" und nur zwei Prozent "überhaupt nicht" identifizieren.

Umfeld positiv bewertet

Über ein Drittel (36 %) ist der Ansicht, dass die berufliche Tätigkeit mehr Zeit kostet, als ihnen lieb ist. Ein positives Zeugnis stellen die Befragten ihrem Umfeld aus. 80 Prozent erleben eine positive Unternehmenskultur, 77 % finden die Menschen, mit denen sie beruflich zu tun haben, aufbauend. 75 % sagen, sie erfahren im Unternehmen Wertschätzung, 71 % haben Freiraum, um ihre Fähigkeiten - und 68 % um sich persönlich - zu entfalten.

Die berufliche Freude ist am größten bei Selbständigen/Freiberuflern und leitenden Angestellten/Beamten im Vergleich zu Arbeitern, sowie in der Bildungsschicht, bei denen, die erst kurz in dem jeweiligen Job tätig sind und im Dienstleistungs- im Vergleich zum Produktionssektor, so das Gfk-Institut.

Höhe des Gehalts

Nach Einkommen ist die Freude für Berufstätige mit persönlichem Nettoeinkommen zwischen 2.100 und 2.999 Euro am größten. In diesem Segment sind 93 Prozent mit Freude beim Arbeiten. Die Korrelation zwischen Salär und Freude ist hier am Zenit, denn bei Einkommensbeziehern, die über 3.000 Euro liegen, nimmt die Freude am Job wieder leicht ab (92 Prozent).

Bei einem Gehalt bis 1.200 Euro sinkt dieser Wert auf 85 Prozent. Zwischen 1.200 und 2.100 Euro sind es 90 Prozent. (red, derStandard.at, 28.8.2012)

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    grafik: gfk
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