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Nachdem die Netzaktivisten von Anonymous im Rahmen der "Operation Free Assange" britische Regierungsseiten angegriffen haben, hat ein Abgeordneter der Labour-Partei nun einen zweifelhaften Vergleich gezogen. Das Vorgehen von Anonymous erinnere Peter Hain an Faschisten und Rassisten, wie er gegenüber der BBC erklärte.
Der frühere Minister von Wales und Nordirland sei von den Angriffen selbst betroffen gewesen. Am Sonntag sei seine Website von Anonymous attackiert worden. Das sei eine Form der Einschüchterung, wie er sie vonseiten der Faschisten und Rassisten in seinem Kampf gegen die Apartheid erlebt habe. In den 70er-Jahren hatte sich Hain gegen die Apartheid in Südafrika eingesetzt.
Er sei wütend, dass sich Anonymous ihn herausgepickt habe, da er Wikileaks-Gründer Julian Assange immer unterstützt habe. Assange hatte in der Botschaft Ecuadors Zuflucht gesucht, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen, wo ihm Sexualdelikte vorgeworfen werden. Auf Twitter sagte Hain bezugnehmend auf die Website-Attacken, dass die Regierung etwas gegen die "wachsende Cyber-Security-Gefahr" tun müsse. (red, derStandard.at, 27.8.2912)
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Bis jetzt hat Anonymous keine Menschen in verlogenen Kriegen umgebracht, GB schon und wird auch noch wie bei den olypischen Spielen angebiedert als ob diese Land Glückseeligkeit und Frieden der Welt beschert.
Mag sein das Anonymus paar Spinner hat, aber die mit den grösseren Knall sassen und sitzen in Englang in der Regierung.
Er hat völlig recht. Innerhalb von Anonymous gibt es unzählige Faschisten.
Aber auch unzählige Kommunisten, Sozialisten, Anarchisten, Farbige, Asiaten, Juden, Akademiker, Langzeitarbeitslose, Hetero- Bi- Pedo- und Homosexuelle, Kinder und Greise, Lehrer wie Schüler, ...wahrscheinlich sogar ein paar Republikaner...
Einen Mob zu bilden, statt die demokratische Wege zu gehen; Leute gezielt zu jagen und fertig zu machen, statt mit ihnen zu diskutieren: Das ist tatsächlich undemokratisch und hochgefährlich.
... klar besteht ein Unterschied darin, ob man zu Hunderten mit einer orbital sonstwas cannon auf eine Website ballert,
oder ob man mit Knüppeln bewaffnet auf einem Pritschenwagen vor einem Lokal vorfährt und dann alles kurz und klein schlägt und alle Anwesenden zumindest ins Spital, wie es sie SA schon früh tat ...
... aber beide setzen sich über alle Gesetze und demokratischen Spielregeln hinweg; sie erpressen gewaltsam und illegal, statt entsprechend der demokratischen Regeln. Genau das macht mir Anonymous höchst unsympathisch.
Ihr erster Absatz beschreibt wohl Scientology und deren Vorgehen gegen ihrer Gegner oder ausgetretenen Mitglieder.. und da gebe ich ihnen Recht.
Sollten sie damit Anon meinen.. nein die bilden keinen Mob und verfolgen niemanden.
Was sie machen ist es, interne Informationen nach die in ihre Hände kommen weiterzugeben und ab und an mal von Leuten die sie nicht mögen die Plakate von den Wänden zu reißen. (z.B. auch der FPÖ)
Ach.
Zunächst gab es griechische Städtchen, kaum mehr als Stämme, die plötzlich statt eines einzelnen Herrschers oder einiger Adelsfamilien ein System erfanden, bei dem jedes Familienoberhaupt zum Teilhaber am Ganzen wurde; wo man in einer Versammlung stritt und zankte und argumentierte und dann per Abstimmung eine Mehrheit fand.
Um die 2500 Jahre später gibt es hochkomplexe Systeme, bei denen möglichst alle Bürger mit Wahlrecht ihre Stimme abgeben und dann über verschiedene Methoden - Wahlmänner, diverse Mehrheiten, Kammern, zeremonielle Überwachungsfunktionen - ein Konsens gefunden wird.
a) Wo siehst du da eine Schwäche?
b) Welche Art politisches System stellst du dir besser vor?
Monarchien gab es auch schon, von absolut bis konstitutionell, "kommunistisch" sein wollende Mörderdiktaturen, den Faschismus in verschiedenen Varianten (massenmörderisch/deutsch, nur-ein-bisschen-mörderisch/italienisch und modern/Singapur), es gab anarchische Phasen, wo ganz Europa auf den Status von verfeindeten Dörfern oder Stämmen zurück fiel, ...
... und unter allen davon wurden Kriege geführt, wurde Handel getrieben; die meisten davon haben auch versklavt, geplündert und so weiter. Eher weitaus häufiger, als Demokratien es tun.
Aber welche dieser Herrschaftsformen ist dir nun sympathischer als die Demokratie, welche scheint dir friedvoller?
Der demokratische Weg ist völlig ausgeleiert.
Beispiel:
Die EU beschließt die Vorratsdatenspeicherung. Dem EU-Parlament ist es wurscht, die Massenmedien kommen erst drauf, wenn es eh schon zu spät ist. Die hiesigen Politiker putzen sich ab: "Ätschibätsch, wir können nichts dafür. Die böse EU!" (Als wäre man kein Teil davon!)
Dafür hat man den "Puffer" EU wohl erfunden: Unterhalb der Aufmerksamkeitsschwelle, beschließt man, ohne Diskussion, weitreichende Eingriffe in die Privatsphäre.
Wen soll man denn als Österreicher nächstes Mal nicht mehr wählen? Sarkozy? Merkel? Blair? Die Content Lobby?
Ohne den "Mob" hätten wir schon längst ACTA.
Dass unsere unfähigen Politiker die EU als unglaublich praktischen Sündenbock für ihr eigenes Versagen missbrauchen, und dass die EU dringend weniger Kleinstaaterei und mehr EU-weite Wahlen benötigen würde, ja, klar.
Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die EU an sich delendam esse, oder dass es bessere Möglichkeiten außerhalb demokratischer Methoden gäbe.
Zuletzt wählt man ja eine Regierung, um Entscheidungen zu treffen, auch ohne dass die Regierung wegen jedem Detail (zB Acta) erst einzeln die Wähler fragen muss.
Legale, anständige, demokratische Möglichkeiten zum Protest sind u.a. Demos, Briefe an Medien und Politiker, und so weiter. Aber Hack- oder Doxx-Angriffe auf missliebige Personen und Firmen sind keins davon.
Wir wählen nicht die Regierung, wer hat Ihnen denn das erzählt? Wir wählen den Nationalrat. Die Minister werden vom BP ernannt und vom NR getragen.
In der EU wählen wir ebenfalls keine Regierung. Wir wählen das EU-Parlament, welches schon alleine durch das Fehlen eines Initiativrechts eher mit unserem Bundesrat vergleichbar ist.
Obwohl... pro forma hat sogar der eines.
Puffer um Puffer, Stufe um Stufe wird die Wählerstimme weniger wert. Was kümmert es einen EU-Kommissar, was Wähler denken? Die bekommen eh nur von der Lokalpolitik etwas mit.
Das Murren müsste breit und europaweit sein. Aber zum Glück für die Politiker, sind wir EU-Bürger nicht vernetzt. Ein "Wir-Gefühl", eine Öffentlichkeit, gegenseitiges Interesse existieren nicht.
Was zum Geier sind Doxx Angriffe?
Und Anon hat Proteste veranstaltet, und öffentliche Demonstrationen, z.B. gegen Acta und die Vorratsdatenspeicherung.
Anon hat in letzter Zeit einiges geleistet, und uns wieder ein Stückchen mehr Demokratie und Offenheit gebracht.
Ihnen ist bewusst, dass wir in keiner "die" und "wir" Welt leben sondern, dass es mehrere Meinungen gibt außer der ihren.
Die Demokratie hat den Vorteil, dass nicht nur die Starken und Lauten gehören finden sondern auch alle anderen gleichstark in ihrer Stimme wiegen.
Selbstjustiz einzelner Gruppen wie Anon ist daher abzulehnen
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