Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Warten aufs Studium.
Wien - Die Einführung einer Studienplatzfinanzierung an Österreichs Universitäten und die im Zuge dessen geplanten Zugangsbeschränkungen in Massenfächern werden zumindest zu Beginn zu Verzögerungen für Studienanfänger führen, ist Jürgen Janger vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) überzeugt. "Ich glaube, es wird sehr schwer sein zu garantieren, dass jene Studierenden, die bei einem Studium abgewiesen werden, wirklich woanders sofort einen Platz bekommen."
Auch wenn die Gesamtzahl der Studienplätze - wie von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und der SPÖ angekündigt - nicht verringert werden soll, werden dennoch nicht alle Abgewiesenen gleich einen Platz finden, so Janger im APA-Gespräch. Denn die geplante Umlenkung der Studentenströme werde "schwerlich von Anfang an funktionieren. Nicht alle Studierenden sind fähig oder auch willens, alles zu studieren. Wenn ich Politikwissenschaft machen will, werde ich nicht plötzlich stattdessen mit Theoretischer Physik beginnen." Ungewöhnlich seien solche Stehzeiten international allerdings nicht, meint Janger und verweist auf Länder wie Schweden, wo solche Wartezeiten auch von den Studenten akzeptiert würden.
Generell erwartet Janger, dass Studenten in Zukunft "mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit" bei ihrer Studienwahl flexibler werden müssen - außer die Regierung entscheide sich dafür, tatsächlich die Kapazitäten in Massenfächern wie Psychologie, Politikwissenschaften und Publizistik so massiv auszubauen, dass man auf international übliche Betreuungsmaßstäbe kommt. Befürworten würde Janger das allerdings nicht, auch wenn die Festlegung von außen, wie viele Studenten in einem Fach zugelassen werden, immer "ein haariges Thema" sei. "Wenn das Unibudget erhöht wird, würde ich schon darauf achten, dass das Geld nicht nur in die Erhöhung der Kapazitäten in den Massenfächern geht. Das wäre weder für die Unis noch für die Studierenden noch für die Volkswirtschaft der beste Weg." (APA, 27.8.2012)
Republik muss Ex-Student entschädigen, Rektorensprecher sieht nun Regierung unter Zugzwang
Wissenschaftsminister für flächendeckende Zugangsbeschränkungen - ÖH schließt weitere Klagen nicht aus
Autonome Gebühren waren rückwirkend saniert worden - Keine Überprüfung des derzeit geltenden Studiengebühren-Gesetzes
Rektorat und ÖH einigten sich auf Lösung für 20 Studien
Fünf Studienfelder betreffen 28 Studienfächer
Leistungs- und Förderstipendien für Studierende an Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten
Die Zugangsbeschränkungen werden auf fünf Studienfelder ausgeweitet - ÖH kritisiert Fristen
Im Schnitt erst Bewerbungen für rund ein Fünftel der Plätze - In einzelnen Fällen aber auch deutlich mehr Registrierungen
Rektorin Neuper befürchtet zusätzliche Verschlechterungen für Studierende und Lehrende trotz Laborplatz-Aufstockung
Zweiter Teil des "Forums Hochschule": Bürokratische Hürden für Drittstaatenangehörige sollen entschärft werden
Wissenschaftssprecher Graf: "Grab für das Prinzip des freien Hochschulzugangs"
uniko-Chef Schmidinger über Studiengebühren-Streit: "Natürlich ist das ein unerfreulicher Zustand"
An der Uni Wien soll ein Test entscheiden, welchen Schwerpunkt Studierende des Masterstudiums machen können
Studienfelder Architektur, Biologie, Pharmazie und Wirtschaftswissenschaften betroffen
Nur "Darstellende Geometrie" bleibt vorerst erhalten, soll aber durch gemeinsames Studium mit Uni Wien ersetzt werden
Töchterle: Erfolgreich, wenn sich Betreuungsverhältnisse verbessern - Erneute Kritik an TU Wien
Die 22 staatlichen Unis bekommen für 2013 bis 2015 7,4 Milliarden Euro - und sie sagen Ja dazu. Ein klares Nein kommt von den Rektoren zum Gesetzesentwurf für eine Studienplatzfinanzierung. Er genüge vielleicht politischen Kriterien, für die Universitäten sei er fatal
Uneiheitliche Regelungen führen dazu, dass sich viele nicht auskennen, sagt die ÖH
Immer mehr ausländische Studierende besuchen eine österreichische Hochschule. Derzeit sind es 65.000 - mehr als doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Im EU-Schnitt liegt der Anteil ausländischer Hörer bei neun Prozent, in Österreich sind es 21 Prozent
SP-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl über die Reduktion von Studienplätzen und "traurige Beweise" gegen Gebühren
Ministerium erinnert Med-Uni Wien an Bundesfinanzierungsverbot
Für 19 Studienfächer wird im kommenden Jahr die Studienplatzfinanzierung eingeführt
Nur in Pharmazie und Wirtschaft flächendeckende Aufnahmeverfahren - Keine Verfahren in Informatik - Architektur und Biologie uneinheitlich
Minister braucht Einvernehmen mit Hauptausschuss des Nationalrats - Kein zusätzliches Geld für Unis bis 2015
"Wenn ich Politikwissenschaft machen will, werde ich nicht plötzlich stattdessen mit Theoretischer Physik beginnen"
Was nicht unbedingt mit dem Willen alleine zu tun haben wird; wenn keinerlei Mathematik-Affinität gegeben ist, wird der verhinderte Politikwissenschaftler bereits nach der zweiten Woche in Physik nicht mehr mitkommen.
Übrigens sind mittlerweile auch Fächer wie Physik oder Chemie bereits überlaufen. Die Kapazitäten sind ausgereizt.
Ich bin mir sicher, dass deutsche Studenten während ihrer Studienzeit mehr als 50.000 im schönen Österreich konsumieren. Und dieses Geld kommt woher? Sie ahnen es. Aus Deutschland. Vergleichen sie es mit Tourismus. Die benutzen einfach Österreichs Straßen und zahlen keine Kfz-Steuer. Dafür Hotels (Wohnungen), Restaurants (billa), etc.
Man sollte die jungen Deutschen Studenten einfach unterschreiben lassen, dass sie nach vollendetem Studium fuer mind. 5 Jahre in AUT arbeiten und Steuern zahlen . Dann habe ich mit den Studienfluechtlingen aus DEU kein Problem mehr.
Wer nimmt muss auch geben!!!
Der Markt weiß ja welche Absolventen in 10 Jahren gebraucht werden?
Jemand der vor 15 Jahren Slawische Sprachen oder Sinologie studiert hat galt als verkappter Kommunist und Biologie galt schon fast als Orchideenfach, wie sieht das heute aus?
Wenn es um Kapazitätssteuerung geht, ist hier wohl eher eine möglichst frühzeitige Information an die InteressentInnen zielführend. Wenn wir mehr TechnikerInnen wollen - möglichst schon im Vorschulalter anfangen. Mit Studiengebühren und Stipendien wird man aus Philologie-InteressentInnen jedenfalls keine VerfahrenstechnikerInnen mehr machen. Gebühren und Stipendien sind nur wieder ein Hürdenkonstrukt, dass unnötige Zusatzkosten verursacht. Da sollen lieber die Unis endlich schlüssige Kostensenkungsprogramme vorlegen, anstatt ständig nach mehr Geld zu schreien.
naja. man könnte auch sagen: wer in österreich wehrdienst, ersatzdienst oder freiwilliges soziales jahr leistet (ausgenommen natürlich körperlich behinderte und soziale härtefälle), darf gratis studieren was er oder sie will.
alle anderen sollen sich bewerben und zahlen. davon profitiert das kranken(pflege)system und diverse öffentliche soziale einrichtungen, die unis kriegen ein bisserl ein geld von denen, die partout keinen dienst leisten wollen, die ungerechtigkeit "männer müssen, frauen dürfen" wird ein bisserl eingedämmt und kein studierender braucht sich nach einem jahr beinahe gratis arbeit für die gesellschaft anhören, dass er dem staat ja nur faul auf der tasche liegt.
Das passt jetzt auch gut in die parallel laufende Wehrpflichtdebatte, wo besonders helle Köpfe jetzt so tun, als wäre bei einer Abschaffung der Wehrpflicht endgültig alles aus. Statt der Befreiung von Gebühren - die eher nicht kommen sollten - würde ich aber eine Anrechnung der Sozialdienstzeit auf Teile des Studiums bevorzugen.
genau wegen solcher no na ned Aussagen sind die Wirtschaftsforscher in den Augen eines Frank Stronach "bulls without balls"...
http://www.youtube.com/watch?v=1... cp#t=9m20s
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.