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Schulbeginn für Eltern nicht leistbar?

Schultasche, Turnsackerl, Hefte, verschiedene Stifte, Malfarben, Kopierbeitrag und Milchgeld: Zu Schulbeginn kommen auf Eltern von Schulkindern viele zusätzliche Kosten zu. Die Diakonie fordert deshalb eine Reform der Geldleistungen. Unterstützung für Schüler aus einkommensschwachen Elternhäusern gibt es derzeit durch Schulstartgeld und Schülerbeihilfe. Hier besteht jedoch laut Martin Schenk, stellvertretender Direktor der Diakonie und Vorsitzender der Armutskonferenz, Nachbesserungsbedarf.
Konkret fordert die Diakonie ein bundesweit einheitliches Schulstartgeld für armutsbetroffene Kinder mit klareren Regeln bei Antragstellung und Anspruchsvoraussetzungen. Derzeit sind die Höhe der Auszahlungsbeträge, Anspruchsvoraussetzungen, Antragstellung und Fristen in jedem Bundesland anders geregelt.
In Vorarlberg, Niederösterreich und der Steiermark existiert gar kein Schulstartgeld. In den anderen sechs Bundesländern liegt der Betrag zwischen 29 und 158 Euro und kann in Form von Geldleistungen (Burgenland, Tirol, Oberösterreich, Salzburg), Gutscheinen (Kärnten) oder Sachleistungen (Wien) bezogen werden.
Schenk stellt sich ein Schulstartgeld in Höhe von 200 Euro vor. "Es sollte aber auch geprüft werden, ob Schulen nicht gemeinsam Schulmaterial einkaufen könnten. Bei größeren Mengen müssten die Preise eigentlich sinken." Als Beispiel nennt er Schweden, wo das zum Teil so gemacht werde.
Auch die Schülerbeihilfe ist laut der Diakonie "dringend reformbedürftig". Pro Schuljahr beträgt die Schülerbeihilfe österreichweit 1130 Euro laut Schenk. Die Beihilfe solle stärker an den positiven Abschluss und die Bedürftigkeit statt an den Notendurchschnitt gekoppelt werden. Derzeit erhalten gute Schüler mehr Geld.
Schenk betont jedoch, dass die Schülerbeihilfe keine "Begabtenförderung" darstellen solle, zumal es für gute Noten ohnehin einen eigenen Erhöhungsbetrag von 404 Euro gebe. Außerdem müsse die Schülerbeihilfe auch in der neunten Schulstufe ausbezahlt werden, fordert Schenk, da in diesem Schuljahr besonders hohe Ausbildungskosten anfallen würden.
Zudem will die Diakonie Neuerungen bei den Finanzierungshilfen für Schulveranstaltungen. Aufgrund eines fehlenden Rechtsanspruches und niedriger Einkommensgrenzen würden diese Hilfen nur selten in Anspruch genommen werden.
Laut Schenk gelten 135.000 Kinder und Jugendliche in Österreich als manifest arm, mehr als 200.000 wohnen in äußerst beengten Verhältnissen - wodurch sie zu wenig Platz zum Spielen und Arbeiten und zum Beispiel keinen eigenen Schreibtisch haben.
Die Diakonie weist traditionell jedes Jahr zu Schulbeginn auf die Armutszahlen und die teils schlechten Startbedingungen der Schüler hin: "Viele Betroffene wissen nichts von dieser Hilfe. Wir hoffen, dass so doch einige das, was ihnen helfen kann, in Anspruch nehmen", so Schenk.
Auch die Caritas setzt sich für armutsgefährdete Kinder ein. In den zwei Wiener Spendenlagern Carla Mittersteig und Carla Nord wird ganzjährig gebrauchtes bzw. teilweise auch neues Schulzeug gesammelt und zu Schulbeginn günstig verkauft. (Lisa Winter, derStandard.at, 27.8.2012)
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Kann mir irgendjemand erklären, wieso jedes Kind jedes Jahr neue Schulbücher braucht? Gerade im sommer wieder live miterlebt, wie viele diese Bücher gleich in der Schule zu Schulschluss entsorgen. Wieso nicht wie früher Bücher absammeln und zu Schulbeginn an die nachrückende Schulstufe wieder ausgeben? Dann dürfte eben nichts mehr in die Bücher geschrieben werden, oder eben nur in eigene, dünne Arbeitsbücher oder in Hefte. Was da an Geld Jahr für Jahr verschleudert wird ist unfassbar. In Geo braucht man ev öfter neue Bücher wegen neuem Inhalt, aber sonst? Und das gesparte Geld kann man in Hefte etc investieren, steht halt drauf "gesponsert vom Staat Österreich"
das von schenk angesprochene modell, dass schulen einen teil der materialien einkaufen, sollte man aufgreifen. ich kenn das auch aus finnland. ist praktisch und billiger. und löst einen teil der probleme von einkommensschwachen.
jetz hab ich endlich auch erfahren, dass ich und meine 3 geschwister in armut aufgewachsen sind. wir haben jeweils zu 2. ein zimmer mit 1 schreibtisch gehabt. und zum spielen sind wir meist in den hof gegangen (das war lustiger als in der wohnung).
allerdings hab ich mich nie im entferntesten arm gefühlt und meine schulischen leistungen haben die anscheinend ärmlichen verhältnisse auch nicht verschlechtert (da war schon meine faulheit dran schuld).
nur weil überbelag herrscht ist man noch nicht arm. "manifest arm", auf das sich der artikel bezieht, heisst neben einkommen unter der armutsgrenze in einer ganzen reihe von schwierigen lebenssituationen zu sein (krankheit, nicht heizen leisten können, prekärer job, etc). muss also mehreres zusammenkommen. quelle: armut.at statistik.at
Experten haben sie ja zu hauff, aber mit sowas Grauslichem wie Armut mögen sich unsere Parteien nicht abgeben. Umso leichter fällt es Populisten sich als Anwälte der Benachteiligten darzustellen. (Meine jetzt nicht die Diakonie oder Caritas)
Die alte 4 wochen auf ihre tschick verzichtet,
Der alte seine zusatzscheinwerfer und den heckspoiler verscherbelt,
Das kind nicht mit junk vollgepumpt wird und
Ähhhh, dann waere ja geld fuer Vernünftiges da.....
meiste ist Ramsch, was eingekauft werden muss. Würde man anstatt der Bücher Tablets oder Notebooks kaufen, wo alle Unterrichtsinhalte zu finden sind, man hätte mehrere jahre das Auslangen und könnte ide Schulbuchaktion dazu verwenden. Sündteure Alpinschilurse, die nur der Fremdenverkehrswirtschaft dienen, ersatzlos streichen. Man kann auch Sportwochen in der nächsten Umgebung anbieten, z.B: wandern...
Naja, die Haltbarkeit von Software und auch Hardware ist jener von Büchern noch nicht wirklich vergleichbar...
Außerdem ist es nicht zielführend ein Medium zu 100% durch ein anderes zu ersetzen. Wann welches am effizientesten eingesetzt wird, hängt stark vom Lehr/Lerninhalt und von den Eigenschaften des Lernenden ab.
reden wir doch nicht mehr nur um armutsgefährdung...
sondern armut, die im steigen begriffen ist, davon betroffen: jede 3. person in österreich...
lauft's mal durch die straßen: jede 3. person
und die oberen 10: reicher als reich, steigendes vermögen, steigende einkommen
politik schaut zu, sie könnte handeln, tut nix
Meine Eltern haben auch keines bekommen, als ich zur Schule ging. Aha, und deshalb...?
Nicht deshalb, sondern weil damals auf unseren Heften stand: "Stadt Wien", auf den Bleistiften auch.
Und statt der 10% Selbstbehalt bei den Büchern gabs bei uns die Bücher von der Schule und wir mußten sie wieder abgeben. Hineinschreiben gabs da natürlich nicht, dafür gabs ja die Hefte. Und so haben wir eben viel geschrieben und dabei das Schreiben geübt.
Später, in der (alten) Mittelschule: "Schülerlade", gebrauchte Schulbücher. In der Reihe vorne die mit vielen Geschwistern. Darunter waren aber auch Kinder aus den reichsten Familien. Die akzeptierten alte Schulbücher!
Irgendwie wars billiger, weniger Neid und mehr Gemeinschaft. Damals.
...kommt doch nicht beim Kind an !!!
Wenn die kirchl. Organisationen schon so schreien dann verkaufts die Grundstücke und mit dem Erlös könnts ihr dann Kinder unterstützen indem ihr das "Grundmaterial" kaufts und den Kindern schenkts !!!
gar nicht verkaufen, sondern allein der Reichtum, der bei 200.000 Hektar Wald jährlich zuwächst geht in die hunderte Millionen, und würde die Kirche nicht einmal ärmer machen. Je besser bewirtschaftet wird, umso mehr wächst nach...
super idee, wär ich sofort dafür! und vieleicht kommts dann noch bei den schulen an, dass sich nicht alle eltern leisten können, 2-3 kinder auf klassenfahrten jenseits der 700 euro/fahrt zu schicken. sohn war letztes jahr in england um schlanke 1500 euro für 10 tage. die gesamte familie hat zusammenlegen müssen. ein 2. oder sogar 3. kind fahren zu lassen, wär sich nicht ausgegangen.
dazu kommen aber noch kopierbeiträge, elternvereinsbeiträge, div. projektwochen, usw.
alleine in den letzten 2 wochen des vorigen schuljahres hab ich gut 400 euro hinblättern dürfen.
ich hab übrigens 3 kinder in gym und vs.
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