Wertpapiervermittler lösen "Finanzkeiler" ab

27. August 2012, 14:28
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Prüfung und Weiterbildung für Vermittler von Finanzprodukten obligatorisch

Wien - Wertpapiervermittler lösen mit 1. September 2012 die so genannten Finanzdienstleistungsassistenten ab, aus dem bisher freien Gewerbe wird ein reglementiertes. Wertpapiervermittler müssen eine Prüfung ablegen und sich regelmäßig weiterbilden. Bei der Finanzmarktaufsicht (FMA), die in einem Rundschreiben über die neuen Wertpapiervermittler informierte, sind derzeit rund 3.300 Finanzdienstleistungsassistenten registriert.

Die Abschaffung der Finanzdienstleistungsassistenten wurde im Oktober vergangenen Jahres mit einer Novelle des Wertpapieraufsichtsgesetzes (WAG) beschlossen. Die "Keiler", vielfach für große Finanzvertriebe wie AWD oder OVB tätig, waren im Zuge der Finanzkrise massiv in die Kritik geraten, weil sie theoretisch ohne Vorkenntnisse Finanzprodukte verkaufen durften.

Wertpapiervermittler müssen für den Erhalt der Gewerbeberechtigung einen Befähigungsnachweis bringen und in Folge innerhalb von drei Jahren mindestens 40 Stunden an regelmäßigen fachspezifischen Schulungen nachweisen. Übergangfristen bis Ende August 2014 gibt es für jene, die im Durchrechnungszeitraum 1. November 2007 bis 31. August 2012 mindestens ein Jahr tätig waren.

Wertpapiervermittler dürfen künftig nur noch für maximal drei Wertpapierfirmen bzw. Wertpapierdienstleistungsunternehmen tätig sein. "Für Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen besteht künftig keine Möglichkeit mehr, Wertpapiervermittler als Hilfspersonen heranzuziehen", so die FMA. (APA, 27.8.2012)

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    "Keiler", vielfach für große Finanzvertriebe wie AWD oder OVB tätig, sind im Zuge der Finanzkrise massiv in die Kritik geraten.

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