Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Weihnachten zuhause bei Heidi List? Dieses Jahr ist niemand beleidigt, dass man am 15. schon auf die Bahamas abhaut. Schließlich ist die Reise eine Einladung.
Ende August, es riecht nach Herbst. Vor drei Tagen in vier Monaten ist Weihnachten. Diesmal mache ich's anders, diesmal wird's beschaulich. Nach diesem wahnwitzigen Sommer, der eigentlich ein lieblicher, ein familiärer sein sollte. Einer, den man im Schrebergarten verbringt mit dem neuen Baby, damit man sich so richtig als Familie noch einmal neu erfindet. Und der aber ein mit Kurzurlauben gespickter wurde, zweimal sogar ins benachbarte Ausland. In dem es wimmelte vor Gästekarten, Reitengehen, Bummelnächten in Alpendörfern mit Hüpfburgen und Blasmusik, Sommerrodelbahnen, Meerwellenhüpfen, Gondelfahren (auf den Berg, in Venedig), Schwimmengehen - und dabei dauernd Angsthaben, dass wer ersäuft. Kinderprügeleien, Beziehungskrisen, saublöde Vollräusche in keiner Relation zur Erholungsmöglichkeit danach. Ja, so lief es heuer. Aus verschiedenen Gründen, nämlich da war doch mehr Arbeit als geglaubt und keiner wollte mit den Kindern alleine sein - also hängte sich immer wer mit der Brut in andere Nester ein.
Keine Ahnung, wie die Eltern das damals in den 70er Jahren hingekriegt haben, nämlich dass wir Trotteln ab 8 Uhr geschlafen haben und sie sich dann gepflegt noch einen umhängen konnten auf den Urlaubsterrassen, ohne dass wir störten. Und auf jeden Fall ohne dass wir um 21, 22, 23 Uhr sowie nach Mitternacht alternierend aufgewacht sind und betreut werden mussten mit Dingen wie Wadenkrämpfen, vergessenen Traumfängern sowie Hunger, Durst, Lulu. Irgendwer meinte letztens, das lag an der damaligen Existenz der Watschen in der Kindererziehung, dass wir so vorbildlich waren. Mich hat aber nie wer geschlagen. Andererseits hatte mein Vater eine sehr laute Stimme. Und ein extrem unterentwickeltes Interesse an Traumfängern.
Also - der Sommer hatte es in sich. Gestresst und braun gebrannt harrt man nun ängstlich wieder des Alltags im September. Und wünscht, man hätte diese zwei geplanten netten, intimen Monate noch vor sich. Diesmal falle ich aber nicht drauf rein, diesmal wird's anders. Keine Überraschungsgäste, die erst um 4 in der Früh gehen, keine chaotischen Nachmittagsbesuche mehr. Keine Zeit totschlagen, Hauptsache, das Werkl rennt, und daneben kommt man zu gar nichts von nachhaltiger Wichtigkeit (außer dass die Kinder gewachsen sind). Kein Stress. Wochenlanges Planen von sozialen Kontakten. Zwei lange vorher ausgemachte Spielenachmittage für die Kinder, einmal pro Woche angekündigte Gäste, die man raffiniert, aber unaufwendig bekocht. Wok am besten. Oder Pizza liefern lassen und als kulinarischen Wahnsinn verkaufen ("Die müsst ihr kosten. Wir lassen ja sonst nie liefern, aber die ist ein Muss!"). Den Rest der Woche gibt's Fremdbetreuung oder man versaut anderer Leute Wohnungen. Kultur am Abend, mit reservierten, ich wiederhole, reservierten Karten! Babysitter ruft täglich an, ob er kommen darf.
Somit ist auch kein Burn-out bis Ende November zu befürchten und man kann gemütlich in den Advent übergehen. Der mit dem Keksebacken (woanders, nicht in unserer Küche), mit dem Rodelngehen (wer anderer mit meinen Kindern, der nichts vergisst wie Handschuhe oder warmen Tee. Ich bleibe daheim im Warmen). Und Weihnachten? Wie schön! Diesmal ist niemand beleidigt, dass man am 15. schon auf die Bahamas abhaut und bis, na ja, Mitte März bleibt. Die Reise ist eine Einladung, man selber derzahlert das ja nicht. Hauptsache, es geht einem gut. In der Großfamilie ist das große Gönnen ausgebrochen. Schön.
Jetzt ist es 23 Uhr. Zeit, schlafen zu gehen und das Leben im geordneten Rhythmus zu beginnen. Ich bin alleine vom Entschluss dazu erholt. Aha, es läutet an der Tür. Ich geh mal Wein holen. (Heidi List, derStandard.at, 27.8.2012)
Vignette, Hamster, superteure Uhr: Was schenkt man sich, wenn man sich nicht lange kennt? Die zarte Bindung steht auf dem Prüfstand, ein Weihnachtsgeschenk ist was Intimes
In rund einem Monat soll die Welt untergehen. Das hat auch seinen Reiz, meint Heidi List
Eine Gans ist ein Truthahn ist eine Ente! Oder doch nicht so ganz
Hier eine Watsche, dort die Verletzung religiöser Gefühle: Was für ein Unterschied, was nun mit den Beteiligten passiert
Bezirksobmann Karl Homole möge bald genesen, wünscht sich Heidi List. Damit sich das Parkchaos im 18. Bezirk auflöse
Kreischen bei den Beatles, kotzen bei den Stones: Ein Familiensonntag im Herbst
Heidi List befindet sich im septemberlichen Kursbuchungschaos und meint: Bauchtanz ist die Kapitulation vor dem Speckbauch
Beate Schrott hätte die österreichische Fahne zusammenrollen und an eine Körperstelle von Ministers Darabos applizieren sollen, meint Heidi List
Kärnten hat traumhafte Berge, klare Seen, fantastisches Essen und fesche, teilweise korrupte Politiker, wie Heidi List bei ihrem Kurzurlaub mitanhören durfte
Im Sommer gemeinsam mit der Großfamilie urlauben - eine ziemlich explosive Mischung, findet Heidi List
Wiener Kongressbad: Bei der Hitze kann bestimmt niemand etwas essen, denkt man kurz - Und dann sieht man sie, die Pommes und die Schnitzel, die geschlemmt werden
Urlaubsbudgetsparende Unterkunftsmöglichkeiten können angenehme Überraschungen bieten, die nicht in der Annonce standen
Nachdem in Vollmondnächten eh nicht geschlafen wird, der perfekte Zeitpunkt für Liebesrituale, weiß Heidi List
In der Beziehung zwischen Eltern und erwachsenen Kindern gibt es Schattierungen hat Heidi List beim Belauschen der Nachbarn festgestellt und füllt die Maoam nach
Heidi Lists Vorfreude ist gering, erst recht, seit der Dreijährige das Muttertagsgedicht mit "Kacki-Mami" und "Lulu-Danke" abgewandelt hat
Es gibt jede Menge skurril betitelte Beziehungsratgeber. Vor jenen, die zum miteinander Reden auffordern, kann Heidi List nur eindringlich warnen
Rotzende Nasen verbinden, beobachtet Heidi List auf der Wiener Praterwiese und fühlt sich aus der Allergiker-Community ausgeschlossen
Der Braunschlagturkey und was einem durch den Kopf geht, wenn man acht Folgen "Braunschlag" am Stück gesehen hat
Wer ist Shailene Woodley? Schauspieler, die mir beim Durchklicken bekannt vorkamen, waren schon berühmt, als ich jung war - Kolumne von Heidi List
Mein Leben lang habe ich mir einen Hund gewünscht, um festzustellen, dass ich gar keinen möchte - Kolumne von Heidi List
Auf dem Neusiedler See zu beobachten: Eine Orgie an Körperlichkeit im Rahmen der abartigen Temperaturen - Kolumne von Heidi List
In manchen Wiener Bezirken gibt es den umgekehrten Chantalismus, bei der Namensgebung wird niemand kreativ: Alle Buben heißen Felix, alle Mädchen Lena - Kolumne von Heidi List
Früher stand man sich gegenüber und zitterte gemeinsam in der Kälte, heute erledigt man das per SMS oder via Facebook - Kolumne von Heidi List
Erweitert wimmelt es nur so davon, alles voller "Missverständnisse": Im Umgang mit Passanten oder auch in Paarbeziehungen - Kolumne von Heidi List
Eine Umfrage im Bekanntenkreis, was sie mit 25 so getan hätten, war wenig überraschend - Kolumne von Heidi List
Im Sommer wird auf die Pauke gehaut und zwar ganz individuell: Entweder mit einem neuen Partner oder mit dem Griller - Kolumne von Heidi List
man könnte doch aber auch in erwägung ziehen, sich die weinflaschen um den bauch zu binden (oder wahlweise: rücken) und das baby im weinkeller lagern (eichenfässer veredeln ja so manches). wirkte vielleicht der überlastung und dem stress entgegen.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.