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Ein Handschuh der FH St. Pölten steuert Videoinstallationen.

Die Tex-vest von Jaka Plesec hilft der Polizei.

exmobaby hilft Eltern, die Gesundheit ihres Kindes stets im Auge zu behalten.
Intelligente Kleidung, mit Elektronik angereicherte Textilien, genannt "Wearables", schickt sich an, in den Alltag einzuziehen. Was zaghaft mit Displays auf T-Shirts beginnt, wird zukünftig Freund und Helfer in allen Lebenslagen.
An der Zukunft des Anziehbaren arbeitet auch die FH St. Pölten mit. Dort hat ein Forscherteam einen intelligenten Handschuh entwickelt, der zur Steuerung von Videoinstallationen verwendet werden kann. Angezogen wird dieser zwar nicht, er demonstriert jedoch, was bereits möglich ist.
Die Pläne gehen allerdings weiter. 2011 gab es 900 Personenschäden bei Unfällen mit Radfahrerbeteiligung - was einen Anstieg von 19 Prozent bedeutet. Spezielle Westen könnten künftig die Verkehrsteilnehmer auf zwei Rädern durch Sichtbarkeit besser schützen.
Jakob Doppler vom Institut für Creative\Media/Technologies hat das Kleidungsstück mitentwickelt. "Sie kann künftig mittels integrierter Intertialsensorik den Bremsvorgang durch am Rücken getragene LEDs sichtbar machen", erklärt der Wissenschaftler. Ein zusätzlicher Handschuh könnte drahtlos mit der Weste kommunizieren und somit als "Blinker" dienen.
Der Schlüssel zu intelligenten Handschuhen liegt dabei freilich in der Gestik. Um das schier endlose Repertoire an Handbewegungen zu erfasssen, wird der Handschuh unauffällig mit zahlreichen Sensoren ausgerüstet. Diese erfassen Druck und Beugebewegungen und geben ihren Input über leitfähige Fäden weiter.
Weitere interessante Wearables-Projekte:
Der Kunststudent Jaka Plesec hat eine Weste entworfen, die bei Notlagen im Strassenverkehr sowohl Polizei als auch Autofahrern zugute kommt. Fällt eine Ampel aus oder wird der Verkehr nach einem Unfall manuell organisiert, kommt die Tex-vest ins Spiel. Diese ist mit verschiedenfarbigen LEDs ausgestattet und erkennt Armbewegungen. Sie macht den Ordnungshüter damit zur lebenden Ampel. Kein finales Produkt, Innovationen dieser Art werden aber früher oder später auf den Markt kommen.
Mehr zu Unterhaltungszwecken dient tshirtOS. Ziel ist es, T-Shirts mit LED-Displays auszustatten und an mobile Geräte zu koppeln. Mögliche Outputs: YouTube, Instagram-Fotos oder Twitter-Nachrichten auf Bauchhöhe. Oder, dank der integrierten Kamera, Fotos aus selbiger. Im Moment wird noch das öffentliche Interesse evaluiert.
Der Strampelanzug des Unternehmens exmovere, genannt exmobaby, ist ein biosensorischer, leitfähiger Stoff. Darin verpackt finden sich diverse Messgeräte. Ein Elektrokardiogramm überwacht den Herzschlag, auch Hauttemperatur, Feuchtigkeit und Bewegungen werden überwacht. Gibt es Grund zur Besorgnis, kann die Kleidung Alarm schlagen. Die Werte lassen sich online langfristig als Gesundheitstagebuch speichern. In der Testphase, das Unternehmen verkauft derzeit "Evaluation Kits", um anhand der Rückmeldungen das Produkt zu verbessern. (gpi, derStandard.at, 27.08.2012)
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