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Markus Pichler: "Es wird keine Mietanpassung geben."
Mit dem Umbau und dem neuen Retail-Mix will die Shopping City Süd auch mehr junge Leute anlocken, sagt Markus Pichler, Direktor von Unibail-Rodamco Austria. Wojciech Czaja fragte nach.
STANDARD: Mit dem Umbau der SCS wird auch der Autoverkehr angekurbelt. Wie wirken Sie dem entgegen?
Pichler: Stimmt schon. In gewisser Weise wird der Verkehr zunehmen. Aber 20 Prozent mehr Umsatz, den wir ja anstreben, heißt nicht automatisch, dass wir auch 20 Prozent mehr Kundenfrequenz haben werden. Derzeit haben wir 22,3 Millionen Besucher pro Jahr. Ich rechne damit, dass wir ein Besucherplus im einstelligen Prozentbereich haben werden. Durch die Shuttle-Busse zur U6 und zur U1 und durch die neue Kooperation mit dem Verkehrsverbund Ost-Region, denke ich, dass wir die Situation gut im Griff haben.
STANDARD: Welche Auswirkungen wird der Umbau auf die bestehenden Mietverträge haben?
Pichler: Keine. Es wird keine Mietanpassung geben. Bestenfalls werden wir durch die Umsatzbeteiligung etwas mehr einnehmen als bisher. Aber das ist vernachlässigbar. Den größten Gewinn bringen uns definitiv die Neuabschlüsse.
STANDARD: Und die neuen Mieter sind?
Pichler: Die Liste ist sehr lang. Viele Shops erstrahlen in einem veränderten Design. Aber das Highlight ist sicherlich die Ansiedlung von Hollister, das zum amerikanischen Label Abercrombie & Fitch gehört - ein Konzept, das vor allem junge Leute anziehen soll.
STANDARD: Wird die SCS wachsen?
Pichler: Sagen wir so: Es gibt schon gewisse Expansionsideen. Aber das sind Routine-Überlegungen, die wir bei all unseren Assets anstellen. Selbst wenn eines Tages ein paar tausend Quadratmeter Verkaufsfläche dazukommen, wird das kaum ins Gewicht fallen. (Wojciech Czaja, DER STANDARD, 25./26.8.2012)
Markus Pichler (44) studierte Handelswissenschaften an der WU Wien und ist Managing Director von Unibail-Rodamco Austria.
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