Heißer Herbst für Österreichs Promi-Fälle

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foto: standard/cremer

Elf Jahre nach dem Konkurs der von Werner Böhm gegründeten Dotcom-Firma YLine im Jahr 2001 und über zehn Jahre nach Beginn der strafrechtlichen Ermittlungen um die spektakuläre Pleite sollen zumindest die Ermittlungen nun abgeschlossen werden. Die Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat sich des Falles angenommen und will ihn nun endlich abschließen. Im Herbst soll der Vorhabensbericht fertiggestellt werden, da die Causa von "öffentlichem Interesse" und daher berichtspflichtig ist, wandert auch dieser Bericht bis ins Justizministerium.

Im Mittelpunkt des YLine-Verfahrens steht der Verdacht der Untreue und Bilanzfälschung. Die von Werner Böhm gegründete Firma YLine war ein Shootingstar des New-Economy-Hypes um die Jahrtausendwende, 2001 rutschte das einst an der Brüsseler Wachstumsbörse Nasdaq Europe börsenotierte Unternehmen aber mit Verbindlichkeiten von über 22 Mio. Euro in die Pleite. Die YLine-Tochter FirstInEx hatte die Homepage des Finanzministeriums unter Grasser gestaltet sowie dessen umstrittene, von der Industriellenvereinigung (IV) mitfinanzierte Website des "Vereins zur Förderung der New Economy". Einer der Anteilseigner von FirstInEx war Grassers Vater. Grasser selbst besaß nach eigenen Angaben 285 YLine-Aktien. (APA, 27.8.2012)

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