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Die Szene setzt ihre Hoffnungen in die Republikaner. Hurrikan "Isaac" könnte Spielverderber werden.
Diese Woche wird sich zeigen, ob sich Ambers Dehnübungen ausgezahlt haben. Wie eine Profisportlerin hat sich die Mittzwanzigerin auf die nächsten Tage vorbereitet, wenn rund 5.000 Republikaner in Tampa, Florida, zu ihrem Parteitag eintreffen werden, um Mitt Romney offiziell zum Herausforderer von US-Präsident Barack Obama zu küren. Amber ist Stripperin und wird viel tanzen diese Woche. Tampas Stripclubs erwarten einen Ansturm hormongeladener Republikaner. Frauen aus anderen Städten Floridas und gar Bundesstaaten wurden angeheuert, um der erwarteten Nachfrage gerecht zu werden. Die Tänzerinnen werden in rot-weiß-blaue Korsetts gesteckt, um die konservativen Besucher in Stimmung zu bringen.
Bis zu dreimal mehr sollen Republikaner in Stripclubs ausgeben als ihre demokratischen Geschlechtsgenossen, erzählt Angelina Spencer, Leiterin der Association of Club Executives, einer Interessenvertretung der Stripclubbesitzer, dem Sender CNN. Ein Demokrat gibt demnach im Durchschnitt 50 Dollar in einem Stripclub aus, bei einem Republikaner sind es 150 Dollar. Kein Wunder also, dass man sich hier in Tampa auf den Parteitag besonders freut.
Joe Redner, Besitzer des Clubs "Mons Venus", hält seine Erwartungen niedrig. Der 72-Jährige gilt als Legende in Tampa. Zeitungen im ganzen Land widmen ihm dieser Tage Porträts. Seit Jahrzehnten kämpft Redner für Liberalisierungen in der Branche, mehrfach war er für seinen Einsatz bereits im Gefängnis. Als im Jahr 2000 die Stadt ein Gesetz verabschiedete, das Tänzerinnen einen Mindestabstand von rund zwei Metern zu ihren Besuchern vorschreibt, weigerte sich Redner, der "Vater des Lapdance", wie Bewunderer ihn nennen, diese Regel umzusetzen - bis heute. Dass Mitt Romneys brave Burschen in Tampa die Sau rauslassen werden, glaubt er weniger. "Ich denke nicht, dass diese Leuten kommen, um zu feiern", sagte er in einem Gespräch mit Associated Press. Rund zehn Kilometer liegt sein Club vom Parteitagszentrum entfernt. Vielleicht verirrt sich der eine oder andere Republikaner ja doch ins "Mons Venus". (Solmaz Khorsand, derStandard.at, 27.8.2012)
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In ein Striplokal zu gehen ist in den USA in manchen Kreisen so eine Sache von wegen Männlichkeit, hat mit den Geschlechterrollen, der Vorrangstellung des Mannes usw. zu tun.
Ich kann mir schon vorstellen, dass solcherlei von Republikanern im Schnitt mehr in Anspruch genommen wird, als von Demokraten.
Auch die seltsame Kombination von Menschen, die Moral nach außen sehr hoch halten, sie aber unter gewissen Umständen über Bord werfen passt ins Bild.
Irgendwie scheint da oft zwischen jenen Frauen, die beschützt und hoch gehalten werden müssen ("meine Muttter und meine Schwestern") und den "Dirnen" unterschieden zu werden, die keines Schutzes würdig sind und denen gegenüber die Werte der Moral ausgesetzt sind.
Ok - alles nur Theorien.
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