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Marikana - Elf Tage nach dem tödlichen Polizeieinsatz gegen streikende Arbeiter der südafrikanischen Platinmine in Marikana sind Bergleute am Montag in der Früh zur Frühschicht angetreten. In kleinen Gruppen begaben sie sich an Polizeispalieren vorbei zum Gittertor. Ein Kumpel sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe beschlossen zu arbeiten, weil der Streik "nichts gebracht" habe. Andere Kollegen wollten jedoch weiter für ihre Forderung nach mehr Lohn streiken. Die meisten der von AFP befragten Bergarbeiter gaben an, Zeitarbeiter zu sein. Als solche verfügten sie über kein Streikrecht.
Bewaffnete private Sicherheitsleute kontrollierten den Zugang zur Mine. In der Nähe der Arbeiterwohnheime patrouillierten Polizisten. Die Eigner von Lonmin, dem weltweit drittgrößten Platinminen-Betreiber mit 28.000 Arbeitern in Marikana, hofften auf ein baldiges Ende des Streiks.
Die südafrikanische Arbeitsministerin Mildred Oliphant teilte mit, die vergangene Woche zwischen den Betreibern des Bergwerks und den Gewerkschaften aufgenommenen Verhandlungen würden am Mittwoch fortgesetzt. Teilnehmen sollen sowohl die Bergarbeitergewerkschaft NUM als auch die von ihr abgespaltene kleine AMCU, die den Streik von 3.000 Gesteinshauern vorantrieb.
Schwerbewaffnete Polizisten hatten am 16. August beim blutigsten Einsatz seit dem Ende der Apartheid 1994 am Rande der Mine das Feuer auf streikende Arbeiter eröffnet und 34 Menschen erschossen. Während die Polizei sich auf "legitime Notwehr" beruft, werfen ihr Kritiker vor, die Arbeiter "wie streunende Hunde abgeknallt" zu haben. (APA, 27.8.2012)
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Bei dem blutigen Polizeieinsatz Mitte August kamen 34 Menschen ums Leben
In Südafrika ist der Konflikt zwischen streikenden Bergleuten einer Platin-Mine und der Polizei eskaliert. Nachdem 34 Kumpel im Kugelhagel der Polizei starben, steht das Land unter Schock.
Das Gemetzel war keine tragische Fehleinschätzung, es war beabsichtigt. Thapelo Lekgowa, Botsang Mmope und Peter Alexander untersuchten den Tatort der Morde:
http://www.linkswende.org/5951/Sued... nd-geplant
diejenigen, die bisher schon den streik gebrochen haben bzw. brechen "mussten", weil sie als zeitarbeiter sowieso völlig rechtlos sind, gehen weiterhin arbeiten. diejenigen, die gestreikt haben, streiken weiter. und das soll eine "nachricht" sein? naja, typisch APA-desinformation halt. andererseits wäre es für mich schon nachvollziehbar, wenn es arbeiter gibt, die das handtuch werfen. die aussicht, entweder lohnerhöhung oder massakriert werden, wäre mir persönlich auch viel zu lebensbedrohlich. aus sicht der unternehmer war das massaker also durchaus "nützlich".
Gut ist an all dem gar nichts .. aber den Polizisten hier ein geplantes Massaker vorzuwerfen ist ganz einfach herbeiphantasiert ..
Die hatten Angst. Das ist auf den Aufnahmen klar zu sehen. Besseres Training, eine vernünftige Einsatzplanung sowie ein von vornherein besseres Krisenmanagement hätten vielleicht Abhilfe geschafft.
Nun, diese friedlich streikenden Arbeiter rückten mit schweren Stöcken und Macheten bewaffnet gegen die Polizei vor. Die war klar in der Minderzahl und kriegte es mit der Angst zu tun, forderte die Leute auf, ihre Waffen niederzulegen und als das nicht geschah .. da haben sie eben geschossen. Die naheliegende Alternative, die Flucht vor den wütenden Arbeitern oder eine Verhandlung, wurden nicht mal angedacht. Ist wie überall anders auch, die Bullen wissen nicht mal, wie man das Wort 'defensiv' schreibt ... sie müssen ja die Ordnung etc. 'notfalls' mit Gewalt durchsetzen. Am Ende schauts dann so aus.
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