Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend leichter

27. August 2012, 12:04

Schwache Unternehmensdaten aus China drücken

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag überwiegend im Minus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio legte leicht um 14,63 Zähler oder 0,16 Prozent auf 9.085,39 Punkte zu. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel indessen um 81,36 Zähler (minus 0,41 Prozent) auf 19.798,67 Einheiten und auch der Shanghai Composite tendierte um 36,39 Punkte oder 1,74 Prozent schwächer bei 2.055,71 Punkten.

Auch die Märkte in Singapur und Sydney starteten mit Kursverlusten in die Handelswoche. Der FTSE Straits Times Index in Singapur schloss bei 3.044,49 Zählern und einem Abschlag von 6,00 Punkten oder 0,20 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 3,6 Zähler oder 0,08 Prozent auf 4.372,90 Einheiten.

Insbesondere schürten schwache Unternehmensdaten aus China Ängste um ein Nachlassen der chinesischen Konjunktur und sorgten so für Abwärtsdruck an den asiatischen Märkten, hieß es. Unter anderem lieferten China Petroleum & Chemical Corp schwache Halbjahresergebnisse ab, die Titel gaben in Shanghai um 1,83 Prozent auf 5,91 Yuan ab.

Auch die Anteilsscheine des chinesischen Energiekonzerns Sinopec gaben um 1,90 Prozent auf 5,17 Yuan nach. Dem Unternehmen macht der Kampf der Volksrepublik gegen die Inflation zu schaffen. Zwei vom Staat durchgesetzte Benzinpreiskürzungen hätten den Gewinn im zweiten Quartal belastet, teilte Sinopec am Sonntag mit. Der Überschuss sei dementsprechend um 46 Prozent eingebrochen.

Samsung-Aktie bricht  ein

Am Handelsplatz in Seoul brachen indessen die Papiere von Samsung nach einem Urteil im Patentstreit mit Apple um satte 7,45 Prozent auf 1.180.000 koreanische Won ein. Ein Gericht im kalifornischen San José hatte Samsung am Freitag der Verletzung von sechs Apple-Patenten für Smartphones oder Tablet-PCs für schuldig befunden. Die Geschworenen sprachen Apple 1,05 Mrd. Dollar Schadenersatz zu. Da Samsung nach Feststellung der Geschworenen vorsätzlich gehandelt habe, könnte sich die Schadenersatzsumme Experten zufolge später aber noch verdreifachen.

In Tokio fanden sich zum Wochenstart Elektronikwerte unter den größten Gewinnern. So führten die Titel des Kameraherstellers Olympus die Liste der Kursgewinner im Nikkei-225 mit plus 4,41 Prozent auf 1.562,0 Yen an. Ebenfalls klar im grünen Bereich notierten Sharp (plus 2,60 Prozent auf 197,0 Yen). Medienberichten zufolge wird die taiwanesische Hon Hai wie geplant einen knapp zehnprozentigen Anteil an dem angeschlagenen Fernseh-Hersteller übernehmen. Hon Hai Precision Industry zogen daneben um 0,69 Prozent auf 87,50 Taiwan-Dollar an.  (APA, 27.8.2012)

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