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Bei der minimalinvasiven OP-Technik werden die Instrumente durch einen einzigen Kanal geführt.
Äußern sich Gallensteine durch Schmerzen im Bauch, Völlegefühl, Übelkeit und Schweißausbrüche, kommen die meisten Patienten um eine Operation nicht herum. Heute operiert der Chirurg das standardmäßig laparo sko pisch. Dabei führt er Kamera und Instrumente über einen kleinen Schnitt im Nabel und zwei bis drei weitere im Oberbauch ein und zieht die Gallenblase über das Nabelloch heraus. Minimalinvasiv wird die Technik genannt, weil es den Patienten weniger belastet, er früher entlassen werden kann und nur wenige Zentimeter lange Narben zurückbleiben. Nun soll es noch "minimaler" werden: Seit kurzem bieten einige Chirurgen die "Single-Site-Operation" an. Dabei entfernen sie die Gallenblase durch einen einzigen Schnitt im Nabel. Auf den Nabel platzieren sie ein Kunststoffgerät, durch das sie Kamera und Instrumente gemeinsam einführen (siehe Grafik). Philippe Morel, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie, ist begeistert: "Die Patienten haben nicht nur weniger Narben, sondern wir senken das Risiko von Blutungen, Narbenbrüchen und anderen Komplikationen." Außerdem würden sich die Kranken schneller erholen.
Das haben Studien allerdings noch nicht belegt. Chirurgen von der Magna-Graecia-Uni im italienischen Catanzaro nahmen kürzlich die bisherigen Studien mit insgesamt 3902 Patienten unter die Lupe. Sie fanden nur eine einzige randomisierte Studie, bei der nach dem Zufallsprinzip sowohl mit der neuen als auch mit der herkömmlichen Methode operiert wurde. Dies erlaubt es, die Ergebnisse direkt gegenüberzustellen. Bei den übrigen 28 Studien wurde jeweils nur eine Methode angewendet, was keinen direkten Vergleich zulässt. Bei der neuen Methode dauerte die Operation durchschnittlich 20 Minuten länger. In 4,4 Prozent der Fälle mussten doch noch Instrumente über drei weitere Löcher eingeführt werden. Bei beiden Techniken traten wenige Komplikationen auf, beim Einzelzugang etwas häufiger. Im Krankenhaus blieben die Patienten jeweils meist einen Tag. Inzwischen gibt es noch weitere randomisierte Studien, aber auch die haben nur einen kosmetischen Vorteil gezeigt.
"Der Einzelzugang macht aus der eigentlich einfachen Operation ein kompliziertes Verfahren ohne nachgewiesene Vorteile", sagt Beat Müller, Sektionsleiter Minimalinvasive Chirurgie an der Uni Heidelberg. "Der Nabelschnitt ist meist größer als bei der herkömmlichen Operation - das kann das Risiko für einen Narbenbruch erhöhen." Außerdem seien die Narben auch beim klassischen Zugang dank neuer Instrumente kaum noch sichtbar. "Und günstiger ist der allemal." Ganz gegen die Single-Site-Operation ist er aber nicht. "Bei anderen Operationen könnte der Zugang durchaus Vorteile haben, zum Beispiel wenn man einen Teil des Dickdarmes herausnehmen muss."
Bei der Gallenblase rät auch Johannes Zacherl, Leiter der Allgemeinchirurgie am Herz-Jesu-Krankenhaus in Wien, von der Single-Site-Technik ab. "Solange nicht bewiesen ist, dass die Patienten dadurch weniger Schmerzen und weniger Komplikationen haben, halte ich es für falsch verstandenen Fortschritt, diese Methode zum Standard zu machen." Nur wenn das kosmetische Ergebnis besonders wichtig sei, etwa bei Fotomodels, könne man das überlegen. Es sollten aber nur die Chirurgen machen, die es wirklich können. "Man braucht bei laparoskopischen Eingriffen und speziell bei der Single-Site-Technik viel mehr Übung, um die Methode perfekt zu beherrschen", sagt Zacherl. Das können Chirurgen an Modellen lernen. "Leider gibt es zu wenige Möglichkeiten zum Trainieren - entweder bekommen die Ärzte dafür zu wenige Fortbildungstage, oder es ist zu teuer." Zacherl plädiert für mehr Trainings, idealerweise in Simulationszentren wie für Piloten. "Das kostet zwar, aber die Chirurgen operieren dadurch nachweislich besser", sagt Zacherl, "und davon profitiert nicht nur der Patient, sondern auch das Gesundheitssystem, weil man Folgekosten für Komplikationen spart." (Felicitas Witte, DER STANDARD, 27.8.2012)
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Davor schnippelten die Ärzte aber schon ohne mir bescheid zu sagen bei einer Bauchspiegelung rum, danach lief mein Darm und Bauchhöhle voller Blut
und ich lag 10 Tage auf der Intensiv.Erst dann wurde diese OP gemacht und ich wurde plötzlich schon nach 5 Tagen aus dem KH "komplimentiert" weil man Betten brauchte.Das war ganz schön ätzend, vor allem erfuhr ich trotz schärfsten Nachfragens nicht,wer mich operiert hatte und was wirklich gemacht wurde. Ich sah nur kleine 4 Schnitte.
Schon sehr komisch auf so eine Art entlassen zu werden. Vor allem die Zeit danach ist ätzend bis sich mal die Verdauung von Durchfall auf normal einstellt.
Meist ist dann auch die Pankres beschädigt bzw. entzündet ohne dass einem das jemand sagt.....
was aus den Ansätzen wurde die Gallensteine zu entfernen und die Gallenblase zu erhalten!
Für mich ist' s zwar zu spät, aber damals vor ein paar Jahren wurde mir gesagt das kommt bald .... ich hätte meine gerne behalten!
Das hat es schon vor etlichen Jahren gegeben, dass man versucht hat, gallenblasenerhaltend nur die Steine zu entfernen.
Aber: Patienten mit Gallensteinen haben eben die Neigung, Gallensteine zu bilden. Daran ändert sich auch nach der Steinentfernung nichts, d.h. fast alle haben ihre Steine wieder bekommen.
Fazit: meist vergebene Liebesmüh und gar nicht wenige Komplikationen...
Was soll das denn bringen? Wenns soweit ist dass operiert werden muss ist die Gallenblase schon soweit durch die entzündungen geschädigt dass die gefahr einer perforation bei einer gallensteinzertrümmerung stark erhöht ist und selbt wenn die steine gut abgehen kommen sie bald wieder da die ursache ja nicht behoben wurde.
daß eine absehbare Gallenblasenoperation oft Jahre davor bekannt ist, weil Gallensteine diagnostiziert wurden.
Wieso wird dann immer gewartet, bis man wirklich nichts anderes mehr machen kann?
Man hat das Gefühl, daß Ärzte gerne absehbare Krankheiten eskalieren lassen um dann nach einer gewissen Zeit einen lukrativen Job machen zu können...
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