Umfragen prognostizieren knappes Wahlergebnis

26. August 2012, 21:57

Vorgezogene Parlamentswahlen am 12. September - Topthema Schuldenkrise

Amsterdam - Umfragen zufolge wird es bei der Parlamentswahl in den Niederlanden im kommenden Monat zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Liberalen und den Sozialisten kommen. Vor einem für Sonntagabend geplanten Fernsehduell lag die liberale Partei VVD von Ministerpräsident Mark Rutte zwei Umfragen zufolge knapp vor beziehungsweise hinter der sozialistischen Partei SP von Herausforderer Emile Roemer.

Laut einer Umfrage von Maurice de Hond würde Roemers Partei bei den vorzeitigen Wahlen am 12. September auf 35 Mandate im 150 Sitze zählenden Parlament kommen. Die Liberalen erzielen demnach 32 Sitze. Bei einer Ipsos-Befragung fiel das Kräfteverhältnis umgekehrt aus. Sie sah die Sozialisten bei 30 Abgeordneten und die Liberalen bei 34.

Der Wahlkampf ist geprägt von der Schuldenkrise. Die Niederlande sind die fünftgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone und einer der engsten Verbündeten Deutschlands bei den Sparbemühungen. Allerdings leiden auch immer mehr Niederländer unter den strikten Einsparungen. Während Rutte und seine Koalitionspartner daran festhalten, das Staatsdefizit im kommenden Jahr unter die Maastricht-Richtlinie von drei Prozent zu drücken, bedingen sich die Sozialisten für dieses Ziel mehr Zeit aus. Im April war die Mitte-Rechts-Regierung von Rutte zerbrochen. (APA/Reuters, 26.8.2012)

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