Neuer Anlauf für eine normalere Nachbarschaft im Kosovo

Adelheid Wölfl aus Prishtina, 26. August 2012, 21:06

Seit dem Vorjahr sprechen Vertreter von Serbien und dem Kosovo miteinander, um die Bedingungen für die Bürger zu verbessern. Die Kosovaren können mittlerweile nach Serbien reisen, doch die Situation im Norden bleibt ungelöst

"Stopp Polizei" steht vor dem Übergang in Merdare an der serbisch-kosovarischen Grenze, die für Serbien gar keine Grenze darstellt, sondern nur eine "Linie". Um die Linie wird allerdings ein ziemliches Aufheben gemacht. Wer ohne auf ein Handzeichen zu warten, weiterfährt, wird von einem grimmigen Polizisten ermahnt. Seit sich Serbien und der Kosovo im Vorjahr darauf geeinigt haben, dass die Kosovaren mit ihrem Personalausweis hier ausreisen dürfen, fahren ein paar Mal am Tag Busse Richtung Belgrad. Wer mit dem eigenen Auto kommt, muss allerdings oft stundenlang warten. Und das bedeutet manchmal mehr als einen halben Tag. 

Trotzdem ist die Situation besser als zuvor. Zwischen 2008 und 2011 konnten die Kosovaren nur über Mazedonien, Albanien oder Montenegro ihr Land verlassen. Der EU-geführte Dialog zwischen Belgrad und Prishtina hat den freien Personen- und Warenverkehr ermöglicht. Andere Vereinbarungen wurden allerdings von serbischer Seite noch nicht umgesetzt. Denn in Belgrad fürchtet man, dass man damit durch die Hintertür die Anerkennung des Kosovo billigt.

Der Grenzübergang in Merdare ist ein gutes Beispiel für die Beziehungen zwischen der jungen Republik Kosovo und der ehemaligen großen Republik Serbien, zu der die ehemalige Provinz gehörte: Sie sind voller Vorsicht, man könnte auch sagen, Misstrauen. Die Kommunikation ist unendlich mühsam, beide Seiten machen es sich schwer, aber man hat verstanden, dass man miteinander leben wird müssen, weil man nun einmal Nachbar ist und das auch bleiben wird. 

Protokoll

Auch der Dialog soll wieder aufgenommen werden. Die bisherige kosovarische Chefverhandlerin Edita Tahiri besteht aber darauf, dass zuvor das Protokoll über das gemeinsame Grenzmanagement unterschrieben und umgesetzt wird. "Es fehlt bisher an politischem Willen in Belgrad", so Tahiri zum STANDARD. Das Abkommen, das bereits im Frühling diesen Jahres geschlossen wurde, sieht vor, dass die beiden umstrittenen Grenzübergänge im serbisch besiedelten Norden des Kosovo von serbischen und kosovarischen Zöllnern kontrolliert werden. Bisher müssen die kosovarischen Zöllner mit dem Helikopter an die Grenze geflogen werden, weil einige "Führer" der Kosovo-Serben im Norden - die politischen Strukturen sind eng mit dem Benzin-Schmuggel verbunden - die Autos der kosovarischen Zöllner nicht durchlassen.

Das ungelöste Problem im Norden, das weder von Prishtina noch von Belgrad ordentlich verwaltet wird, wird bei den neuen Gesprächen wohl im Zentrum stehen. Prishtina ist an einer Lösung interessiert, denn solange es unklar ist, ob der Norden, in dem etwa 50.000 Serben leben, zu Serbien oder zum Kosovo gehört, bleibt das Stück Land nicht nur ein rechtsfreier Raum, in dem die Kriminalität gedeiht, auch der Kosovo bleibt als Staat ein unfertiges Gebilde, das seine Grenzen nicht sichern kann.

In Belgrad ist sich die neue Regierung, deren tragende Partei, die Fortschrittspartei von Präsident Tomislav Nikolić, plötzlich Lösungen bringen muss, statt Opposition zu machen, offenbar nicht im Klaren, welche Strategie sie verfolgen soll. Der neue serbische Premier Ivica Dačić war früher für eine Teilung des Kosovo, dass also der serbisch besiedelte Teil jenseits des Ibar Serbien zugesprochen wird. Das kommt allerdings für die Internationale Gemeinschaft nicht infrage, weil man die Sorge hat, dass dies Versuche von neuen Grenzziehungen in Bosnien-Herzegowina (die Sezession der Republika Srspska), in Serbien (Autonomiebestrebungen im albanisch besiedelten Preshevo-Tal und im Sandschak) und in Mazedonien (in der albanisch besiedelte Region rund um Tetovo) nach sich ziehen könnte. 

Territorium

Tahiri glaubt, dass die im Norden des Kosovo lebenden Serben manipuliert werden. „Serbien geht es nicht um die Menschen, sondern um das Territorium", so Tahiri. „Belgrad wollte der Internationalen Gemeinschaft immer erklären, dass der Kosovo ein religiöser und kultureller Ort Serbiens ist. Aber im Norden gibt es keine religiösen Stätten. Es geht dort um die Bodenschätze und das Wasser."

Die Regierung in Prishtina kann sich nur eine Autonomie für die serbische Minderheit (wie sie der Ahtisaari-Plan, also die Verfassung vorsieht), aber keine territoriale Autonomie für den Norden vorstellen. "Sonst müssen wir uns auf eine Republik für die Albaner in Mazedonien vorbereiten oder auf eine territoriale Autonomie im Preshevo-Tal. Auch im Sandschak würde das gefordert werden", warnt Tahiri. "Wenn wir nicht einheitliche Standards für Minderheiten in der Region finden können, dann wird das eine Last für Frieden und Stabilität sein."

Viele Serben im Kosovo meinen, dass der Dialog über die heikelste Frage, nämlich den Norden nur gelingen kann, wenn die lokalen Serbenführer einbezogen werden. "Man muss die Bürgermeister konsultieren", sagt etwa Oliver Ivanović in Nordmitrovica. Durch die Sparmassnahmen der serbischen Regierung, würden auch die Serben im Kosovo künftig weniger Geld aus Belgrad bekommen, erklärt er. Die Situation sei angespannt.

Der Norden des Kosovo ist für Belgrad eine Herausforderung. Die vergangene Regierung konnte sich hier nicht durchsetzen. Und auch der neue Präsident Tomislav Nikolić könnte hier schnell an Sympathien verlieren, obwohl er hier viel mehr Unterstützung hat als Tadic es je hatte. „Nikolić ist nicht an die Reaktionen hier gewöhnt", sagt Ivanović. Nordmitrovica ist in den vergangenen Jahren zu einer Art Protestschauraum geworden, der immer mehr verwildert. Manche Straßen sind noch immer durch Schotterhaufen versperrt, überall hängen Plakate mit der Aufschrift "Kosovo ist Serbien" und serbische Flaggen, kaum ein Auto hat eine Nummerntafel. 

Gescannte Unterlagen

Während der Norden die schwierigste Herausforderung bleibt, haben Serbien und der Kosovo immerhin begonnen, gegenseitig ihre Universitätsdiplome anzuerkennen. Sehr langsam geht es bei der Lieferung der Kopien der Zivilregister und Kataster voran, die die serbischen Behörden nach dem Abzug aus dem Kosovo nach der Nato-Intervention 1999 mitgenommen haben und nun nach Prishtina schicken sollen. Laut Tahiri wurden erst 205 von 12.000 Büchern gescannt. Die vereinbarte Frist für die Übertragung der Register ist längst abgelaufen. Weil nichts weiterging, bezahlt nun die EU ein Projekt über eine Million Euro, um die amtlichen Unterlagen innerhalb eines Jahres in Serbien zu scannen.

Die Zivilregister und Kataster sind besonders wichtig, um Eigentumsverhältnisse im Kosovo zu klären. Weil die Bücher seit 1999 nicht zugänglich sind, wurde in der Zwischenzeit viel manipuliert: Leute verkauften Grundstücke, die ihnen gar nicht gehörten. In anderen Fällen sollen etwa Albaner aus Albanien Ansprüche auf soziale Unterstützungen angemeldet haben, obwohl sie niemals im Kosovo registriert waren. Die Kataster und Zivilregister sind also dringen notwendig, um mehr Rechtssicherheit in den Kosovo zu bringen. Die EU-Rechtsstaatsmission kontrolliert diesen Prozess.

Die EU will nicht, dass sich Serbien und der Kosovo auf ihrem Weg nach Europa gegenseitig in Geiselhaft nehmen, indem sie Fortschritte des jeweils anderen blockieren. Serbien erhält demnächst den nächsten Fortschrittsbericht. Als Zuckerl kann man jetzt ein Datum für den Beginn von Beitrittsgesprächen anbieten. Es ist allerdings ungewiss, dass so ein Datum noch heuer vergeben wird. Der Kosovo wartet wiederum auf eine Machbarkeitsstudie, um ein erstes EU-Abkommen zu unterschreiben. Besonders gefinkelt ist die Frage, wie es ein solches Stabilisierungsabkommen aussehen kann, wo doch fünf EU-Staaten den Kosovo nicht einmal anerkennen. Aus Diplomatenkreisen ist zu hören, dass es bereits eine rechtliche Lösung gibt. Vor der Wiederaufnahme des Dialogs - diesmal mit der neuen Regierung in Belgrad spricht ein hochrangiger EU-Vertreter von "wachsender Unruhe" im Kosovo.

Auch Edita Tahiri ist skeptisch, was den Dialog mit dem neuen Serbien unter Präsident Tomislav Nikolićund Premier Ivica Dačić geht. "Was die Vorgeschichte der beiden betrifft, bin ich nicht optimistisch." Die Aussagen Dačićszum Kosovo hätten die bisherigen Vereinbarungen mit Belgrad bereits beschädigt", so Tahiri. Die kosovarische Politikerin sieht zudem keine "keine klare außenpolitische Ausrichtung von Serbien". Diese habe es allerdings auch nicht unter dem früheren Präsidenten Boris Tadić gegeben.

Von der EU fordert Tahiri eine klare Strategie zur Erweiterung. „Ich weiß, dass Serbien weit vorne liegt bei der EU-Integration. Aber der Grund dafür ist paradox. Denn Serbien hat den Krieg nicht zuhause gemacht, sondern hier im Kosovo und in Bosnien und in Kroatien. Die staatlichen Kapazitäten von Serbien blieben daher intakt, unsere Institutionen, unsere Wirtschaft und unsere Leute haben aber Schaden erlitten. Das Paradoxe ist, dass Serbien jetzt die Standards erfüllen kann und bei uns verzögert sich das." (Adelheid Wölfl, DER STANDARD, 27.8.2012)

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Zitat Stan: sind deine um 180 Grad verdrehten Aussagen / besonders der vom 3.9 um 11:17!

Was soll daran verdreht sein?

Zitat @kuq_e_zi vom 28.08.2012:
"Kosovo ist Albanien"

Wunsch nach einem Grossalbanien vielleicht?

Zitat 27.8.2012, 22:22
"Und sicher gab es Anschläge auf serbische Polizisten --> nachdem albanische Schulen geschlossen wurden."

Hört sich für mich nach Gut heißen an.
Dazu habe ich auch dann einen ausführlichen Bericht der Islamischen Zeitung zitiert, warum man Schulen vll geschlossen hat und dass man in einem Land wo nach Demokratie gestrebt wird, man nicht gegen Polizei Terroranschläge führen darf.

Und zu den gelöschten Comments (Namen nenne ich nicht) : war hier einer zuständig der sich die infantilen Verallgemeinerungen nicht mehr anhören konnte ! ;-)

Ach ja ...

Es gibt da noch OSZE Berichte, die berichten das die UCK, diese Schulen terroristisch angegriffen hat,kein Wunder das die serbische Regierung Schulen schließen musste !

Wer nach Quellen fragen will, den kann ich herzlichst damit bedienen !

Aber wen interessieren denn solche Berichte schon, etwa Kabarettisten od Personen die nur drauf aus sind andere Menschen ihren Charakter zu beschmutzen ?

Einfältig aber gar nicht Dumm solche Vorgehensweise und ich weiß von was ich hier rede.

Natürlich weißt Du, wovon Du redest, da Du Dir diese Technik ja ausgiebig zu Nutze machst!

Ich hoffe doch nur, dass Du nicht wirklich daran glaubst, dass Deine Tarnung nach wie vor funktioniert?!?

"dass Deine Tarnung nach wie vor funktioniert"

Realitätsverlust ?
od
Lechzen nach Aufmerksamkeit ?

Eigentlich sehe ich beides bei ihnen, stehe ich mit meiner These bei ihnen Richtig?

Finden sie es nicht selbt ermüdend,

wenn Menschen wie Sie Tag für Tag den gleichen Singsang starten ?

Zitat @stan73: Natürlich weißt Du, wovon Du redest, da Du Dir diese Technik ja ausgiebig zu Nutze machst!

Schwaches und unbegründetes Statement von
ihnen !

LOS Versuchen sie es nochmals, ach ja lieber Herr Stan versuchen sie es auch mit einschalten ihrer Grauer Zellen, denn Denken Hilft ! ;-)

Schade das sie an mir vorbeireden, so kann auch kein ordentliches Gespräch mit ihnen stattfinden.

Schade, dass Sie nicht begreifen, dass für das "aneinander vorbeireden" nicht nur ich verantwortlich sein kann :-) Zurück zum Thema:

-serb. Zivilisten im Norden werden von serb. Nationalisten und serb. Schmugglern dazu genötigt, unter keinen Umständen den Staat Kosovo zu akzeptieren! Belgrad fördert das auch noch
-Der Staat Kosovo ist ein Multiethnischer Staat, also auch für Serben. Er ist der jüngste und demnach auch der modernste Staat mit der Wahrung aller Rechte für alle Minderheiten
-Die Serben im Rest Kosovos haben das glücklicher Weise erkannt und leben genauso gut/schlecht, wie die Albaner im Kosovo
- Sie und ein paar Ihrer Kumpanen erzählen hier Märchen, um die "gefährliche Lage" der Serben im Norden zu demonstrieren

Dabei wissen wir alle, die Gefahr geht einzig von den paar Serben im Norden aus, die genau die Rechtstaatlichkeit um jeden Preis verhindern wollen

@Stan73

"-serb. Zivilisten im Norden werden von serb. Nationalisten und serb. Schmugglern dazu genötigt, unter keinen Umständen den Staat Kosovo zu akzeptieren! Belgrad fördert ..."

Aha so mein Fehler wusste nicht dass man sich die Situation im Kosovo so einfach erklären kann.
Hier ein Mensch der so was rational erklären kann:
http://www.euractiv.de/328/inter... ung-005219

"Er ist der jüngste und demnach auch der modernste Staat mit der Wahrung aller Rechte für alle Minderheiten."

So, So Wahrung aller Rechte für Minderheiten....
http://www.amnesty.de/asylpolit... -im-kosovo

"Sie und ein paar Ihrer Kumpanen erzählen hier Märchen."

Eine bodenlose Unterstellung, mit viel Polemik !

Verstehe:
http://www.amnesty.de/2011/4/7/... en-stoppen
Soviel zur Demokratie und Achtung der albanischen Minderheit in Presheva,das nicht mal Schulbücher in albanischer Sprache ausstellt,sich aber immer as Opfer darstellt.
http://science.apa.at/site/bild... 13_SCI0140

Gjaku i Kastrioti

Sie dürfen aber nicht vergessen, dass sich momentan in Serbien vieles tut, um den Roma eine bessere Zukunft zu gewährleisten:
http://www.euro.who.int/de/where-... and-beyond

Ich zittiere ihre zweite Quelle:
Dialoge wurden ja zwischen Belgrad und Pristina geführt und man hat sich über die Anerkennung der Universitätsdiplome geeinigt...
künftig soll eine Universität in der Region, der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica, zuständig sein. Bis die Einigung erfolgt bleibt aber vielen Albanern aus Südserb. der Zugang zum Arbeitsmarkt noch versperrt.
Dialoge werden zwischen Pristina und Belgrad geführt bei solch heiklen Themen und dass ist auch Gut so.

Freut mih das sich etwas tut in Thema Minderheitsschutz dennoch sind Sinti und Roma einer großen Diskriminierung auch wenn sich etwas was geändert hat ausgelifert.

Es haben sich Belgrad und Prishtina geeignigt,was eigentlich Podgorica damit zutun hat ist mir ein großes?

Wahnsinn,

so viel Text und doch nur wieder ein Beitrag der Marke: meine Glaskugel hat gesagt... ;-)

@Komita

Ist mir nicht bewusst das Amnesty International in eine Glaskugel schaut, um die Lage im Kosovo zu durchblicken... ist mir relativ Neu was sie da von sich geben.

Haben sie eine Quelle hierzu vielleicht ? ;-)

Ihre Aussagen klingen ja richtig mysteriös und verheißungsvoll­... schnell popcorn! ;-)

@Komita

Sind sie ein Narr, der die Flucht sogar vor sich selbst zugibt ?
Vergessen sie zum Popcorn ja nicht ne kalte Cola zu trinken, könnte ja sein, dass sich da ein Sarkasmus-Korn in ihrer Kehle verfängt. ;-)

Ich schreib jetzt einfach mal übers Wetter, bloss damit der Quatsch von dem Darunter nicht an oberster Stelle steht :-)

Es ist trocken und sonnig!

Und ich hab mir echt die Mühe gemacht, alles durchzulesen.

@Mediator:
Noch schlimmer, als nationalistische Parolen einiger serbischer "Cetnik-Befürworter", sind deine um 180 Grad verdrehten Aussagen / besonders der vom 3.9 um 11:17!

Sie ergäben nur dann Sinn, wenn Du in einen Spiegel schreibst.

Jeder weiß doch, was im Kosovo passiert. Nun ich meine auch Ihr wisst das - also warum immer diese Bemühung des Selbstbetruges, lieber Mediator?

Serbien soll Kosovo anerkennen und fertig. Dann haben die Kriminellen keine Chance mehr und den Serben im Norden geht es gut. So gut, wie den Albanern und Serben im Süden Kosovos.

Nicht besser, aber auch nicht schlechter.
Was soll Dein Theater?

Was ist denn im Kosovo passiert? Aber jetzt antworten Sie mir nicht mit den gefälschten Medienberichten von 1998/99. Selbst Scharping und Petritsch geben zu, dass damals manipuliert wurde was das Zeug hielt. Dies weiß wiederrum auch schon jeder.
Wo geht es denn einem Albaner oder Serben im Süden gut? Oder vielleicht besser als in Serbien? Oder besser als in N-Kosovo? net bös sein, aber ein wenig am Boden der Tatsachen zu bleiben würde Ihnen gut stehen!
Warum sind Sie nicht fähig diesen Konflikt halbwegs objektiv zu betrachten?

Im Kosovo geht es allen Ethnien gleich gut oder gleich schlecht. Es ist nun mal nicht von heute auf morgen zu reparieren, welchen Müllhaufen die Serben in den letzten Jahrzenten auf dem Balkan hinterlassen haben.

Am besten erkannt man das, indem man sich die Wirtschaftszahlen aus Belgrad reinzieht. Serbien braucht übrigens auch Hilfe aus dem Ausland - nicht nur der Kosovo!! Also bitte nicht überheblich werden.

Objektiv betrachet sieht die Lage im Kosovo nun mal so aus:

Serben und Albaner leben gleichberechtigt in einem Staat. Jeder kann Präsident, Professor werden, bzw. ein Firmenimperium gründen.
Zu Zeiten, als noch Serbien seine Hoheit über Kosovo ausüben durfte, konnten nur Serben tatsächlich im Kosovo etwas werden. Und als die Albaner anfingen, sich darüber zu beschweren, griffen "serbische" Mörder zu Ihren Waffen, Flugzeugen und Panzern und töteten 10000 Albaner. 800000 waren auf der Flucht!
Zahlreiche albanische Frauen wurden vergewaltigt!

Mein Gott, dass ist doch wiederum nur Ihre einseitige Sicht der Dinge! Die "serbischen" Mörder -wie Sie sie bezeichnen - waren Soldaten die eine Terrorbande, welche unschuldige Zivilisten und Polizisten ermordeten, zur Strecke gebracht haben. Zivile Opfer hat es auf beiden Seiten gegeben. Oder was waren Bombenanschläge auf Cafes in welchen junge unschuldige Serben saßen? Oder sind Serben in Ihren Augen per se schuldig? Einzig Ihr Vermerk, dass Serbien auch auf Auslandshilfe angewiesen ist, stimmt. Das im Kosovo andere mit Albanern gleichgestellt sind, entstammt Ihrer Phantasie! Ist zwar eine nette Wunschvorstellung, deckt sich aber leider nicht mir der Realität.

Es ist eine dieser "urban legends",

dass Milosevic`s Politik Friedvoll und Kompromissbereit gewesen ist ;-)

Milosevic sitzt im Gefängnis. Thaci in der Regierung. Jetzt frage ich Sie: Was ist skurriler? Wo war Thaci's friedvolle Politik und wo ist seine Kompromissbereitschaft?

Wo war Thaci's friedvolle Politik und wo ist seine Kompromissbereitschaft?

Wieso wählte Milosevic ncht den Weg von Rugova,ich bezweifle sehr er(Hashim Thaci) wer jemals ein großer Politiker in Kosova geworden.
Milosevic wählte diesen Weg des Krieges,und Hashim Thaci ist kein Held,sondern ein normaler Mann der nicht als Nächster im Hof seines Hauses getötet wird.

Das dürfen Sie mich nicht fragen! Ich habe Milosevic's Politik nie gutgeheissen!

Diese Ausreden sind lahm und ermüdend.

Heißen Sie die Politik von Nikolic gut?

Wenn nicht, in welchem Namen sprechen Sie überhaupt? Hier geht es um Kosovo und Serbien. Serbien wird dabei von Nikolic vertreten.

Ich spreche/schreibe in meinen Namen! Muss man einer Gruppe angehören um eine Meinung zu haben? Ich heiße die Politik Nikolic nicht gut! Doch ein wenig mehr als die Verlogenheit eines Thacis! Oder wer fühlt sich wohl bei einem 100% USLakeien als Regierungschef?Dazu benötigt man die Unabhängigkeit? Lächerlich!
Ich schreibe hier meine Meinung laut und deutlich und verwehre mich, dass die Serben per se als schuldige Täter und Kroaten, Bosniaken, Albaner per se als unschuldige Opfer bezeichnet werden. Weil es nicht so war! Serbien steht deshalb in einem so schlechten Licht, da es die Kraft der Jugoslawischen Armee in einem Krieg verwendete und daher stärker war. Wäre eine ander Volksgruppe militärisch stärker gewesen, wäre diese die "Bad Boys"

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