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FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache hat eine Karikatur veröffentlicht, als deren geistigen Schöpfer man getrost Joseph Goebbels bezeichnen darf und die so auch im Nazi-Kampfblatt "Der Stürmer" hätte erscheinen können.
In der ursprünglichen Version der Karikatur sitzt auf der einen Seite des Tischs ein Bankier, der sich die Backen vollstopft mit Essen, das ihm von der Regierung in Form des Obers aufgetischt wird. Auf der anderen Seite darbt das Volk in Gestalt eines abgemagerten Mannes, dem nur ein kleiner Knochen auf dem Teller bleibt. Banal genug für ein komplexes Thema.
In Straches Version der Zeichnung aber hat der Bankier noch eine Hakennase und trägt Manschettenknöpfe mit Davidsstern. Er entspricht so genau dem Bild, das die Nazis und ihre Vordenker erfolgreich in die Welt gesetzt haben: Die reichen Juden nehmen das arme Volk aus, und die mächtigen Politiker helfen ihnen dabei.
Die Schamlosigkeit des politischen Brandstifters Strache kennt anscheinend keine Grenzen. Zu den üblen Methoden dieser Person gehört es, sich selbst nach jeder seiner Provokationen auch noch als Opfer einer Kampagne und als Unschuldslamm darzustellen und an jeder Ecke Verschwörungen gegen sich zu vermuten.
Glaubt man Strache, dann wird er ständig missverstanden und fehlinterpretiert. Die Liste seiner Verfehlungen ist lang. Lauthals beteuert er auch diesmal wieder, dass er Antisemitismus und Rassismus strikt ablehne.
Aber wir Juden haben ihn sehr genau verstanden. Wir kennen Leute seines Schlages leider zur Genüge.
Was soll man im Ausland von einem Land halten, in dem der Vorsitzende der drittgrößten Partei offenen Antisemitismus betreibt? Welche politische Kultur muss in einem westlichen, demokratischen Land herrschen, dass so etwas überhaupt möglich ist?
Und auf welches Fundament vertraut ein solcher Hetzer, dass er sich sicher fühlen kann, mit solchen Tricks durchzukommen? Der Fall Strache müsste in Österreich eigentlich alle Alarmglocken schrillen lassen. Doch der Kreis jener, die ihm öffentlich widersprechen, wirkt überschaubar. Den meisten scheint es wichtiger zu sein, möglichst schnell zur Tagesordnung überzugehen und die unappetitliche Geschichte zu vergessen.
Aber muss man dann doch einmal die Frage stellen dürfen: Wie kann es ein Politiker mit solchem Gedankengut und der dazugehörigen Vorgeschichte als Rechtsextremist überhaupt so weit bringen in der österreichischen Politik?
Weil ich Österreich und seine Menschen so mag, ärgert es mich besonders, dass dieser Mann die Politik in Wien mitbestimmt. Er ist eine Gefahr für Österreich. Es ärgert mich, dass nicht mehr Österreicher aufstehen und ihn in die Schranken weisen.
Wo ist das Österreich, das ich kennen- und schätzen gelernt habe? Das Land, das stolz sein kann auf seine Leistungen in Kunst und Wirtschaft, auf seinen selbst erarbeiteten Wohlstand und auf seine Gastfreundschaft?
Wo ist das gute, das anständige Österreich, welches sich gegen Leute wie Strache energisch zur Wehr setzt, wenn sie antisemitische oder ausländerfeindliche Statements abgeben? Man hört es leider viel zu wenig. (Ronald Lauder, DER STANDARD, 27.8.2012)
Ronald S. Lauder (68) ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC). 1986-1987 war er US-amerikanischer Botschafter in Wien.
der Mann tut was konkretes und hauptfinanziert eine Hochschule in Wien:
http://lauderbusinessschool.com/
Noch nie ist es dem nationalen Lager gelungen, in Österreich den Regierungschef zu stellen.
Schönerer war nicht erfolgreich, die Deutschnationalen in der ersten Republik nicht, die Nazis waren in Ö zu schwach um aus eigener Kraft an die Macht zu kommen und nach dem Krieg war das dritte Lager selbst im Höhenflug auf ein Drittel begrenzt.
Warum sollte ausgerechnet Strache der erste Nationale sein, der das schafft?
Es gab sehr wohl einen "nationalen" Regierungschef.
Seys-Inquart wurde Nachfolger von Kurt Schussnig. War zwar nur eine Kurzzeitregierung, und nicht demokratisch legitmiert. Aber waren das die Regierungen in der Monarchie auch?
...Seyß , der zweieinhalb Tage "regierende" Bundeskanzler von Adolfs Gnaden.Fast hätte er den "Rekord" des Herrn Breisky ( der war einen Tag Bundeskanzler) aus 1922 eingestellt.
Und Sie nennen andere Erbsenzähler.
In einem Land wie Österreich, das seine in großen Teilen wenig ruhmreiche, weil undemokratische Geschichte noch in bis zu 3 Schulstunden pro Woche den Schülern aufzwingt und so deren Zeit stiehlt, dafür aber es bis heute nicht geschafft hat, anderswo übliche Schulinhalte wie Verfassungskunde, Freiheitsrechte im Bildungswesen zu verankern, wundert es wenig, wenn eben für einen großen Teil der Bevölkerung alles Mögliche, nur nicht Individualrechte identitätsstiftend sind. Es mag schon sein, dass auch Wittgenstein, Schrödinger, Gödel, Boltzmann und Hayek in Wien gelebt haben, aber keine 5 % der Österreicher haben intellektuell Zugang zu diesen Menschen - die Zeitvergeudung in den Schulen ist zu substanzraubend.
Geschichte ist schon wichtig, aber nur wenn die oben genannten Inhalte einfließen. Aber das ist solange eine Illusion, solange die Lehramtsabsolventen die von den Unis kommen keine Ahnung davon haben welche philosophischen und staatsrechtlichen Prozesse in der Neuzeit zur Herausbildung des modernen Rechtsstaates und zur Emanzipation der Bürger zu gleichberechtigten Individuen geführt haben. Das sind zugegebenermaßen komplexe Zusammenhänge deren Herausbildung sich vom Ende des Mittelalters bis in die Jetztzeit hineinziehen. Aber so lange für "unbedeutende Episoden" wie die französische Revolution und amerikanische Revolution vielleicht zusammen 2 Stunden zur Verfügung stehen, braucht man sich nicht wundern.
George W. Bush und jetzt Leute im republikanischen Lager... sind die anständig, und wie harmlos erscheint im Gegensatz dazu ein Strache, der sicher kein Guantanomo einrichten wird und keinen Krieg anfangen wird. Warum bietet man ihm hier so viel Platz?
Wo war Ronald Lauder seit Straches Israel-Besuch? Er steht doch der Likud nahe, oder etwa nicht? Langfristig sieht es nämlich nach einer Annäherung zwischen Europas und Israels Rechten aus, um sich im Kampf gegen den Islam zu vereinen. Und wie es aussieht ist der größte Schutz dagegen nicht Leute wie Ronald Lauder sondern die extreme Verwirrtheit der FPÖ.
http://www.spiegel.de/internati... 77175.html
http://www.unzensuriert.at/Tags/Likud
- letztendlich hilft gegen die rechten bauernfänger nur eines: bildung.
ich meine nicht "ausbildung" - juristen, betriebswirte und informatiker ect. gibt's eh schon zum saufüttern.
es geht bei bildung nicht darum, einen beruf zu erlernen, sondern darum, die fähigkeit zu erlangen, strukturen zu erkennen, zusammenhänge zu sehen, dinge historisch einordnen zu können, kurz: sich des eigenen verstandes nicht nur als mittel zum zweck zu bedienen.
ist aber nur längerfristig verwirklichbar. was man kurzfristig tun kann, um den leuten in in simmering oder lustenau darzulegen, was für eine (gefährliche) partie heißer luft diese fpö ist... ich weiß es nicht.
sich nötig wäre ein entschiedeneres auftreten von spö & övp gegen diese leute.
Aber kritische Menschen sind in keiner politischen Richtung erwünscht.
Politische Bewegungen bilden einen einheitlichen Block und zu diesem Zweck ist es notwendig gemeinsam zu lügen, weil die gemeinsame Lüge zum Zusammenhalt führt.
Und dies gilt für alle pol. Richtungen.
Ein kritischer Mensch würde ja sofort die Lügen der eigenen Gruppe hinterfragen und somit zum Innenfeind werden, der nicht geduldet werden kann.
.. Strache ist eine Gefahr für weniger als 1 % der Österreicher
(hohe rote und schwarze Bundes und Landes Poltiker, deren Seilschaften und Netzwerke, wozu übrigens auch einige Personen zählen die sich von Strache permanent diffamiert fühlen)
Wenn Strache an die macht kommen würde profitieren blaue netzwerke und blaue seilschaften.
Das wars dann und für 99% der Österreicher ändert sich nichts bewegendes.
So funktioniert Demokratie, Kampf um Macht unter den (weniger als 1%) mächtigen Österreichern.
Um die blauen Seilschaften nicht?
Die sind nämlich nicht nur korrupt (siehe Seibersdorf/ARC unter Federführung von Martin Graf) -
sondern die "blauen Seilschaften" sind ZUSÄTZLICH auch noch gewalttätig:
Schwere Misshandlung eines Demonstranten auf der Anti-WKR-Ball Demo mittels Schlagring,
Prügeleien durch Küssel zur Unterstützung der Strache-Sekretärin, ....
.,.
Sind daran die Korruptionsfälle schuld - von AKH, Lukona bis KHG,Buwog, Telekom, Beratungshonorare (Vranitzky, Strasser) und Parteienfinanzierung?
Oder ist es ein Langzeiteffekt von zu viel Verschweigen und Leugnen realer Probleme aus politischer Korrektheit (Zuwanderung, Asylschwindel, Fremdenkriminalität).
Oder ist es die Reaktion auf Jahrzehnte von Lügen zwecks Schaffung eines EU-Superstaates?
Strache hat die Zustände nicht verursacht und er ist auch nicht die eigentliche Gefahr für Österreich - er ist einfach die Reaktion auf die existierenden Zustände und diese sind die wirkliche Gefahr für Österreich.
Wenn es Strache und die FPÖ nicht gäbe, dann würde das angefressene Volk im Handumdrehen etwas äquivalentes erfinden.
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