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DER STANDARD-Schwerpunktausgabe "Die Zukunft der Mobilität"
vergrößern 800x412"Solange es Wasser gibt, so lange wird es die Schifffahrt geben!" Kapitän Ticu Bejan mit Frau Valentina und Tochter Iulia vor Anker in Passau.
Der Schiffskapitän Ticu Bejan lebt das ganze Jahr auf dem Wasser. Die Mobilität ist sein Lebensmotor. Wojciech Czaja ging mit ihm und seiner Familie an Bord.
"Mein Schiff heißt Valentina - so wie meine Frau. Ich habe es letztes Jahr für wenig Geld gekauft und fahre seitdem unter rumänischer Flagge zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. Das Schiff wurde in Mannheim gebaut, Baujahr 1962, aber es ist immer noch in einem guten Zustand. Meine Valentina ist 80 Meter lang und acht Meter breit. Maximale Tonnage 1144 Tonnen. Hier wohne ich, hier bin ich zu Hause.
Früher, als ich noch auf anderen Schiffen gearbeitet habe, war ich immer wieder daheim bei meiner Frau und bei meiner Tochter Iulia in Galati in Rumänien. Ich habe noch eine zweite Tochter und einen Sohn, aber die sind schon erwachsen. Und jetzt? Jetzt lebe ich zwölf Monate im Jahr auf dem Wasser. Natürlich vermisse ich meine Familie, doch zum Glück sind Valentina und Iulia im Sommer immer wieder für ein paar Wochen auf Besuch. Und dann fahren sie mit mir durch Europa.
Wir leben zu zweit auf diesem Schiff: mein Steuermann Neculet Marian und ich. Wir führen ein recht spontanes Leben. Manchmal bekomme ich von meinem Auftraggeber Multinaut, der mich regelmäßig chartert, einen Anruf, und dann müssen wir morgen in Regensburg einladen und übermorgen in Linz wieder löschen - das ist Schiffsdeutsch für 'ausladen'. Es ist lustig, weil ich manchmal wirklich nicht weiß, was nächste Woche sein wird. Aber ich habe keinen Stress und keine Sorgen. Das Leben meint es gut mit mir. Ich habe sogar die Finanzkrise überlebt.
Die meisten Strecken fahre ich auf der Donau, auf dem Rhein und am Main. Kommt ganz darauf an, welchen Auftrag ich hab. Manchmal bin ich auch auf den kleinen Kanälen in Frankreich und Holland unterwegs. Im Moment liegen wir in Passau vor Anker. Morgen oder übermorgen geht's weiter nach Linz. Ich habe gerade eine Ladung Sojaschrot an Bord. Meistens transportiere ich Nahrungsmittel oder Tierfutter, also Weizen, Sonnenblumen, Biomais oder Soja.
Es ist eine anstrengende Arbeit. Ich arbeite 14 Stunden pro Tag, sitze meist im Steuerhaus und mache die Navigation. Ich muss alles im Blick behalten. Neculet kümmert sich um die ganzen Maschinen, macht die Wartung und kontrolliert den Ölstand. Das ist die Arbeitsteilung.
In meiner Freizeit bin ich meist in meiner Kajüte und lese oder schaue fern. Meine Kajüte hat circa 40 Quadratmeter und besteht aus einem Wohnzimmer, einer Küche, einem kleinen Bad mit Dusche und zwei Schlafkabinen. Alles ist klein und gemütlich, geheizt wird mit Strom, das reicht. Am liebsten schlafe ich während der Fahrt, dann ist ausnahmsweise mal Neculet am Steuer, aber das kommt selten vor. Die Wellen, das Brummen der Motoren, das leichte Schaukeln auf dem Wasser - da schlaf ich wie ein Baby!
Oben an Deck hab ich einen kleinen Garten. Das ist meine Pausenbeschäftigung, wenn ich in der Schleuse bin und nichts zu tun hab. Ich mag Gartenarbeit. Außerdem erinnern mich die Blumen an Zuhause. Ansonsten, wenn ich gerade vor Anker liege, geh ich viel spazieren und schau mir die Städte an. Meine Lieblingsstädte sind Rotterdam, Regensburg, Budapest und Wien. Und natürlich die ganz kleinen, unbekannten Dörfer am Ufer. So schön!
Der Zukunft blicke ich gelassen entgegen. Ich sage immer: Solange es Wasser gibt, so lange wird es die Schifffahrt geben! Der Transport ist besser als alles andere. Mit einer einzigen Ladung kann man mehr, billiger und noch dazu umweltschonender bewegen als mit Lkw, Zug oder Flugzeug. Der einzige Nachteil: Es dauert. Aber da sag ich: Na und? Zeit auf dem Wasser ist etwas Schönes. Ich liebe das Leben an Bord." (DER STANDARD, 25./26.8.2012)
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Mein Post kam nicht durch. Vielleicht aber im zweiten Anlauf.
Frage an die Redaktion: Warum wird das Wohngespräch der Printausgabe des Standards von letzter Woche mit dem Herrn Direktor Schröder v. der Albertina nicht auch on-line veröffentlicht?
Zu seinen Anmerkungen bzgl. der seiner „Stellung angemessenen“ Wohnung und den Enfiladen gäbe es einiges zu posten.
Bitte um Antwort der Redaktion warum die on-line Publikation unterbleibt.
Wo ist eigentlich die Online-Ausgabe des vorwöchigen Wohngesprächs mit Klaus Albrecht Schröder geblieben? Ich kann mir vorstellen, dass es da so einige Poster juckt, passende Kommentare darauf abzugeben!
Tja, da fragt man sich wirklich, warum der Artikel über diesen "Promi", seine "Enfiladen" und die seiner "Stellung" als Direktor angemessenen Wohnung, nicht auch online publiziert wurde.
Scheut man die Kommentare der Poster und PosterInnen ?
Antwort und Erklärung der Redaktion ist möglich ?!?!
Werte Redaktion!
Danke für Ihre Info. Bitte um ergänzende Info:
1. Wieso konnte dann in der Print-Ausgabe des Standards ein Photo abgedruckt werden?
2. Man kann ja on-line das Wohngespräch auch ohne Foto veröffentlichen. Das Foto war ohnehin nicht spektakulären Inhaltes. Wandfarbe etwas eigen aber sonst .... Der Text ist vieeeeel interessanter ........
MfG
User
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