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Washington - Jedes Kind lernt seinen Namen in der Schule, in aller Welt sind Straßen und Gebäude nach ihm benannt. Neil Armstrong war der erste Mensch, der den Mond betrat, danach hat er sich zurückgezogen. Nun ist die Weltraumlegende 82-jährig gestorben, zwei Wochen nach einer Bypass-Operation an seinem Herzen.
38 Jahre alt war Armstrong, als er am 20. Juli 1969 den Fuß auf den Erdtrabanten setzte und den legendären Satz sprach: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit." Unverschämt gut sah er aus auf den offiziellen NASA-Bildern im Astronautenanzug, mit dem Helm in der Hand - einfach ein Traummann, intelligent, visionär, wagemutig, attraktiv.
Damit hätte er wohl auch das nötige Zeug zum Politiker gehabt, wie der Astronaut John Glenn, der 1974 in den Senat einzog. Aber auch davon, genauso wie von lukrativen Redevorträgen, wollte Armstrong nichts wissen - ein Weltraumheld, der zu einer Art Rätsel wurde. Schon kurz nach seinem historischen Spaziergang auf dem Mond verschwand er aus der Öffentlichkeit, die letzten Jahre lebte er äußerst zurückgezogen.
Er trat nur alle fünf Jahre kurz ins Scheinwerferlicht, beim traditionellen Empfang des jeweiligen US-Präsidenten für die legendäre Besatzung der "Apollo 11", zuletzt am 20. Juli 2009. Die Feier zum 40. Jahrestag der Mond-Mission war die letzte, bei der das Trio Armstrong, Michael Collins und Edwin "Buzz" Aldrin vollzählig im Weißen Haus erschien. US-Präsident Barack Obama würdigte Armstrong und seine beiden Kollegen damals als "amerikanische Helden".
Wie immer bei Berühmtheiten ranken sich auch um Armstrong, der deutsche und schottisch-irische Wurzeln hat, viele Geschichten über eine frühe Leidenschaft und Berufung zum späteren Erfolgsjob. Geboren in Wapakoneta (Ohio) soll er schon als Zweijähriger von Flugzeugen fasziniert gewesen sein. Bereits mit 16 brachte er es zur ersten Fluglizenz - noch vor dem Autoführerschein. Armstrong studierte dann an der Purdue University Luftfahrt-Ingenieurwissenschaften, wurde Marineflieger und absolvierte 78 Kampfeinsätze im Koreakrieg.
Mitte der 50er Jahre begann eine mehrjährige Karriere als unerschrockener Testpilot. Über 50 verschiedene Maschinen erprobte Armstrong. Wiederholt kam er dabei in brenzlige Situationen - und erreichte bereits Höhen von über 62 Kilometern. Aber er wollte noch höher hinaus, und 1962 war der erste Schritt erreicht: Die NASA akzeptierte Armstrong als Astronauten. 1966 gelang ihm als Chefpilot von "Gemini 8" das Andocken an ein unbemanntes Raumfahrzeug im Orbit - das erste Rendezvous im All.
Drei Jahre später ging dann der größte Traum in Erfüllung. Armstrong leitete die "Apollo 11"-Mondmission, steuerte die kleine Landefähre "Eagle" im Endanflug per Hand auf den Erdtrabanten und trat als erster aus der Luke, vor seinem Kollegen "Buzz" Aldrin. "Unsere Chance, beim ersten Versuch auf dem Mond zu landen, sah ich bei 50 Prozent", sagte Armstrong heuer in einem seiner seltenen Interviews.
In den ersten Wochen nach der Rückkehr ließ sich Armstrong mit der Crew noch feiern, rund um die Welt. Er gab dann aber schon wenig später bekannt, dass er nicht mehr ins All fliegen wolle und verließ die NASA 1971 ganz, um acht Jahre als Professor an der University of Cincinnati Luft- und Raumfahrt-Ingenieurwissenschaften zu lehren. Danach nahm der in zweiter Ehe verheiratete Armstrong hier und da Sprecherfunktionen an und war Vorstandsmitglied in Unternehmen.
Aber Fernsehauftritte etwa gab es kaum. Und in den vergangenen beiden Jahrzehnten weigerte sich Armstrong partout, Autogramme zu geben - nachdem er herausfand, wie viel Geld damit und mit anderen Armstrong-Memorabilia gemacht wird. Auch sein langjähriger Friseur bekam seinen Unmut zu spüren, als er eine Haarsträhne seines prominenten Kunden verkaufte: Er musste den Erlös für einen guten Zweck stiften.
Doch die Raumfahrt blieb ihm bis zum Schluss ein Herzensanliegen. Als US-Präsident Obama vor zwei Jahren die Abkehr von einem neuen NASA-Mondprogramm verkündete, protestierte Armstrong in einem offenen Brief gegen die drohende "Zweitklassigkeit" der USA in der Weltraumforschung. Erst vor drei Wochen machten ihm seine NASA-Kollegen dann ein besonderes Geburtstagsgeschenk: Der Mars-Rover "Curiosity", der den roten Planeten erforschen soll, landete nämlich am 82. Geburtstag Armstrongs auf dem Mars. Kurz darauf unterzog sich die Weltraumlegende jener Herzoperation, von der er sich nicht mehr erholen sollte. (APA, 25.8.2012)
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Neil Armstrong, der erste Mensch auf dem Mond, ist nach einer Herzoperation verstorben
Fünf Objekte kommen bei Internet-Auktion unter den Hammer
Zeitplan der erfolgreichen Mondmission im Jahr 1969
US-Präsident zeigte sich "tief betrübt" über Tod des Astronauten
War 1969 erster Mensch auf dem Mond - Hatte sich vor zwei Wochen einer Herzoperation unterzogen
Sechs bemannte Apollo-Missionen landeten auf dem Trabanten
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auf servus tv gabs mal eine großartige talk im hangar sendung mit neil armstrong und alexej leonov ("erster mensch im weltall der eine kapsel verließ")
sehenswert für jeden, der sich auch nur annähernd für das thema raumfahrt interessiert.
http://goo.gl/vg2W7
Wenn man bedenkt, das heute jedes Smartphone ungleich mehr Rechenleistung als der damalige Bordcomputer hat, war es eine der mutigsten Leistungen, auf die sich die Jungs damals eingelassen haben. Kann mich noch genau an jene Momente erinnern... R.I.P. Neil!
Die meisten Rechenoperation wurde auf der Erde durchgeführt und dann zur Mondfähre übermittelt. Davon mal ab: Unsere Computer, ob daheim oder in der Hosentasche, müssen alles können. Sie können auch alles. Aber sie können nichts wirklich gut. Computer in der Raumfahrt können nur wenig, aber das, was sie können, können sie so effizient wie kein "irdischer" Computer.
Von daher ist der Vergleich mit Smartphones zwar ganz niedlich, aber irreführend und nicht wirklich zulässig.
Der AGC war zwar eine technische Meisterleistung (mit einigen innovativen Ansätzen, die man bis heute in Echtzeitbetriebssystemen findet), aber er war auf einige wenige Aufgaben hochspezialisiert. Die Mission war zum allergrößten Teil auf der Erde "vorgerechnet". Ein modernerer Rechner wäre leichter zu bedienen gewesen (die Dateneingabe war recht mühsam) und flexibler gewesen, aber sonst kein gewaltiger Unterschied.
Ich finde die Leistung der ganzen Apollo-Hardware rundherum noch wesentlich beeindruckender. Was man hier mit wenig Praxiserfahrung und extremen Einschränkungen bauen musste um 3 Leute lebend über so eine gewaltige Distanz hin- und zurückzubringen, ist bis heute unglaublich.
dass der Hersteller des Eagle nur eine 25% Chance einräumte, vom Mond wieder weg und zur den Mond umkreisenden Apollo zu kommen.
Dann der "Computer" mit dem Minitape wo Programme herunergeladen werden mussten...
Manchmal muss man sich den Mond anschauen - so richtig - mit einem Feldstecher. Man sieht die Bergekämme, man sieht das alles. Und es wird bewußt, dass da eine Kugel um uns herumschwirrt - geil einfach geil. Und ein paar Typn waren schon dort und, ja, der selbe Schotter wie hier.
Und ich fürchte, sie haben nicht verstanden, worum es geht. Neil Armstrong hat mit seiner Arbeit als Professor Geld verdient und nicht mit seinem Namen und der Mondlandung. Und genau das ist der springende Punkt, der Armstrong von so vielen anderen "Berühmtheiten" unterscheidet.
An der Uni war er lediglich bis (nicht einmal) 50. Und danach war er in einem guten Dutzend Unternehmen im Vorstand oder Aufsichtsrat.
Das wird von mir auch in keiner Weise kritisiert. Sehr wohl aber die Aussage des Redakteurs, dass sich Armstrong nach der Landung "zurückgezogen haben" soll. Der Arme wurde sogar wochenlang wie ein Zirkuspferd durch die USA gezerrt und den Leuten vorgeführt.
es geht darum, dass er sein leben nicht in talkshows verbracht hat und lieber ernsthaft gearbeitet und sein fachwissen weitergegeben hat.
natürlich war die professur ein rückzug, nämlich von der totalen öffentlichkeit, die von ihm erwartet und von anderen praktiziert wird, die auch nur annähernd so etwas leisten wie er es getan hat.
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