Mindestens 48 Tote nach Explosion in Öl-Raffinerie

28. August 2012, 13:00

Auch mehrere Wohnhäuser schwer beschädigt

Caracas - Durch die Explosion in Venezuelas wichtigster Ölraffinerie sind nach jüngsten Angaben mindestens 48 Menschen ums Leben gekommen. Sieben Schwerverletzte in Krankenhäusern seien inzwischen aber außer Lebensgefahr, sagte die Gouverneurin des betroffenen Bundesstaats Falcón im Nordwesten des Landes, Stella Lugo, am Montag. Zuvor hatten die Behörden die Zahl der Toten mit 41 angegeben.

Die Explosion in der Paraguana-Raffinerie in der Nacht zum Samstag löste nach Angaben der Gouverneurin des Staates Falcon, Stella Lugo, einen Großbrand aus. In benachbarten Ortschaften brach nach der Explosion und wegen des Brandes Panik aus. Einige Wohnblocks wurden evakuiert.

Nach Angaben von Ölminister Rafael Ramirez wurde das Unglück durch ein Gasleck in einer Olefinanlage ausgelöst. Das entweichende Gas sei explodiert und habe mindestens zwei Öltanks in Brand gesetzt. Die Explosion und der Brand hätten schwere Schäden verursacht. Die Anlage in der Stadt Amuay im Nordwesten Venezuelas gehört zu den größten Raffinerien weltweit.

10-Jähriger unter den Toten

Unter den Toten sei auch ein zehnjähriger Bub, sagte die Gouverneurin des Staates Falcon, Stella Lugo, dem Fernsehsender VTV. Vizepräsident Elias Jaua sagte, die Mehrheit der Toten und Verletzten seien Nationalgardisten. Die Druckwelle habe auf dem Gelände die Unterkünfte der Nationalgarde, die für die Sicherheit der Anlage verantwortlich war, voll getroffen.

Präsident Hugo Chavez ordnete drei Tage Staatstrauer an. Die Tragödie treffe die gesamte "venezolanische Familie", sagte er in einer Telefonkonferenz mit Kabinettsmitgliedern. Venezuela ist der fünftgrößte Öl-Exporteur der Welt. Die Raffinerie von Amuay ist die größte des Landes. Normalerweise werden dort rund 645.000 Barrel Rohöl pro Tag verarbeitet. 

Untersuchungskommission eingesetzt

Eine Untersuchungskommission sei eingesetzt worden. Venezuela ist der fünftgrößte Öl-Exporteur der Welt. Die Raffinerie von Amuay ist die größte des Landes. Normalerweise werden dort rund 645.000 Barrel Rohöl pro Tag verarbeitet.

Bereits vierter Brand

Es war bereits der vierte Brand in venezolanischen Erdöleinrichtungen in diesem Jahr: auch davor gab es immer wieder Unfälle in Werken des Konzerns. Die Erdölarbeitergewerkschaft macht dafür mangelnde Fortbildung, schlechte Wartung und Schlamperei verantwortlich. (APA, wiss/DER STANDARD, 26.8.2012)

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Doch nicht im staatlichen Unternehmen!

"Die Erdölarbeitergewerkschaft macht dafür mangelnde Fortbildung, schlechte Wartung und Schlamperei verantwortlich."

Dazu kommen noch Unterkünfte

für Familien, Kinder direkt im Explosionsgebiet einer Raffinerie, welche regelmäßig Brände und Explosionen hat.

Sowas gab's, gibt's und wird es nur im Kommunismus und Diktaturen geben.

Den Golf von Mexiko hamma auch scho wieder vergessen oder?

Wenn man das Raffinerie-Areal mit Google Earth betrachtet,

fällt unweigerlich auf, dass einige große Brandflecke zu sehen sind. Anscheinend brennt es dort immer mal wieder.

Das sind sicher keine Brandflecken, sondern verunreinigte Oberflächen durch sogenannte "schwarze" Produkte. Das sind Produkte wie z.B. Bitumen, schwere Heizöle, Petrolkoks, etc.

Solche schwarze Bereiche finden sie in jeder Ölraffinerie - auch in Europa!

Sicheres Staatsunternehmen halt

"Nach Angaben von Ölminister Rafael Ramirez wurde das Unglück durch ein Gasleck in einer Olefinanlage ausgelöst."

ahh... wunderbar...
errinnert mich an:

http://derstandard.at/131918273... n-getoetet

"Die iranischen Behörden behaupten, bei der Explosion in dem Munitionslager habe es sich um einen Unfall gehandelt."

Hauptsache verstaatlichen....

Das kommt davon, wenn Firmenbosse auf Politik machen und vom Geschäft keine Ahnung haben.

weißt du, was man wirklich verstaatlichen sollte?

die zentralbank der usa, fed genannt.

wie kommen eigentlich privatleute dazu, das geld eines staates zu drucken und an diesen gegen zinsen zu verleihen?

Richtig

Es ist absurd, Zentralbanken in privater Hand zu haben. Geldverwaltung und -schöpfung kann nur staatliche Aufgabe sein.

Genauso gehört wieder eine Bankentrennung nach Commercials und Investmentbanken nach Glass/Steagall eingeführt.

Aber das hat nichts mit Industrieunternehmen wie der Raffinerie zu tun.

das ist die frage. venezuela hat eben entschieden, dass das volksvermögen erdöl in staatlicher hand sein soll. das ist legitim, weil von der großen mehrheit der bevölkerung getragen.

in staatlicher hand sein soll,

ja,.. aber nicht in der hand einer partei und die nebenbei auch nie eine richtige jahresbilanz abliefert. derzeit wird pdv als blackbox zur finazierung aller möglichen und unmöglichen geschichten direkt von chavez ohne controlling der asamblea benutzt.

Privatisierte Sicherheit?

Wie wir alle wissen, haben ja private Unternehmen im Gegensatz zu den Verstaatlichten primär Sicherheit und Umweltschutz im Sinn. Und dann lang nix, oder?
Und: ja doch, es ist verlockend, wie in Venezuela zur Abwechslung mal um knapp 2 Cent/Liter zu tanken.

klar ist es schön für 2 cent/liter zu tanken

aber man sollte auch wissen, dass die unfähige erdolindustrie venezuelas diesen sprit bei den verteufelten impeiralisten usa, zu internationalen preisen, einkauft. was ja das ganze ein bisschen unsinnig erscheinen lässt,.. nicht war?http://www.el-nacional.com/noticia/2... EE-UU.html

Ja, z.B. BP hat ja eindrucksvoll bewiesen wie sicher privat betriebene Öl-Förderung ist *facepalm*

Naja,

was bei den alten Kommunisten-Pipelines alleine in der Tundra pro Jahr an Öl ausleckt, übersteigt alle privaten Unfälle.

Jedes Jahr, seit den nun schon über 40 Jahren. Aber da gibt es ein tolles staatliches Vorgehen: Nachrichtensperre.

Toll, dein Kommunismus. Wirklich toll und erstrebenswert.

Ich warte immernoch auf ein schlagendes Argument, dass dieser Unfall dran gelegen ist, dass die Raffinerie staatlich betrieben wird.

Unfälle gibts bei staatlich betriebener Öl-Förderung. Unfälle gibts bei privater Öl-Förderung

Private Autounfälle ...

... forden über eine Million Tote jährlich. Macht 40 Millionen in den letzten 40 Jahren. Alleine mit dem ausgeflossenen Benzin könnten die Wiener ein halbes Jahr lang fahren.

Nicht alles, was gewaltig hinkt,

eignet sich für einen Vergleich.

Natürlich, gutes privates kapitalistisches Ethylen und Propylen

explodiert nicht, das machen nur böses staatliches kommunistisches Ethylen und Propylen.

Staatliche Industrieanlagen

verfallen und werden kaum modernisiert. Sicherheitsmängel, Produktionsmängel und Umweltverschmutzung sind die Folge.

Ein Blick in die alten Ostblockstaaten beweist das ebenso wie in die alten staatlichen chinesischen Fabriken, Nordkorea, etc.

sorry to say

aber sie sind hier auf dem holzweg.

ihre ansicht dass westliche anlagen modern sicher und sauber sind beruht auf einen sehr begrenzten blick.

von sich aus würden die wenigsten unternehmer anlagen modernisieren, sicherer machen, sauberer machen ...

staatliche auflagen, behördlcihe kontrollen und ein paar idealistische unternehmer (allerdings nicht viele) ... das sind die grundlagen.

Da schmeck dazua

http://de.wikipedia.org/wiki/Kata... von_Bhopal

Und jetzt einfach mal ruhig sein.

Dann werfen Sie bitte einen Blick auf die privaten US-Industieanlagen

und Stromversorgung Schlimmer gehts nimmer.

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