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26 Teams aus aller Welt schicken heuer ihre Roboter an den Start.
Was für Menschen die Olympischen Spiele und die Paralympics sind, ist für Roboter der Fira RoboWorldCup. Die Weltklassesportler aus Bauteilen laufen Marathon, kicken und stemmen heuer in Bristol bis zu 100 DVDs.
Während sich London zwei Wochen nach den Olympischen Spielen für die am Mittwoch beginnenden Paralympics rüstet, wetteiferten in den vergangenen Tagen in Bristol kleine Maschinenmenschen und ihre Erbauer um die besten Plätze. 26 Teams aus aller Welt messen sich bis 25. August beim Fira RoboWorldCup 2012 in einer Reihe von Disziplinen - von Fußball, Basketball über Gewichtheben, Klettern bis hin zum Mini-Marathon.
Der Usain Bolt der Roboter kam dieses Mal aus Singapur. Der kleine Sprinter von der Nanyang Polytechnic in Singapur übertrumpfte den bisherigen Weltrekord von 42 Sekunden mit einer Zeit von 31 Sekunden. Angesichts ihrer kurzen Beinchen müssen die von Studenten erschaffenen Kerlchen allerdings keine 100 Meter bis ins Ziel zurücklegen. Drei Meter hin und zurück sind für sie schon Challenge genug.
Auch beim Marathon wird Rücksicht auf die Kondition der Maschinensportler genommen. Die für ihre menschlichen Kollegen lange Strecke von 42,195 Kilometern wurde für sie auf überschaubare 42 Meter verkürzt. Doch auch für sie heißt es bei dieser Disziplin wie für viele andere Athleten: Dabeisein ist alles, gibt David Pollard vom Bristol's Universitys Robotics Laboratory im Gespräch mit BBC zu. "Um ehrlich zu sein, sind wir schon froh, wenn es unsere Roboter überhaupt ins Ziel schaffen."
Zumal die Challenge noch dadurch erschwert ist, dass den Teams vorher nicht mitgeteilt wird, wo der Lauf stattfinden wird. Denn auf einer Tischfläche sei es einfacher als auf einem Teppichboden, meint Pollard. Faktoren, die über den Sieg entscheiden können, vorausgesetzt, die Läufer können dafür eingestellt werden.
Viele der ungelenkig dreinschauenden Roboter werden von ihren Vätern und Müttern von der kleinsten Schraube an selbst gebaut. Teilnehmen dürfen aber auch Teams, die ihre Sportler vorgefertigt im Geschäft gekauft haben. Da Selbstbauer ihre Wettkämpfer in- und auswendig kennen, können sie sie oft auch besser "motivieren".
Gewichtheben mit DVDs
Hauptaugenmerk bei den Olympischen Spielen für Roboter liegt auf Fußball. Doch sie zeigen auch "Muckies". So liegt der Rekord beim Heben von 89 DVDs. Beim heurigen Training haben einige der kleinen Gewichtheber aber schon bewiesen, dass sie 100 Stück stemmen können. Unerbittlich für alle Robot-Sportler gilt wie auch wie für jene aus Fleisch und Blut: Sobald der Startschuss gefallen ist, sind sie ganz allein auf sich angewiesen. (kat, DER STANDARD, 25.08.2012))
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