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Jakarta/Berlin - Indonesien will 100 Leopard-2-Kampfpanzer in Deutschland kaufen. Das Verteidigungsministerium in Jakarta bestätigte am Freitag erstmals offiziell die Kaufabsicht und erklärte, das Parlament habe bereits zugestimmt. Über den Preis der in den 80er Jahren produzierten Gebrauchtpanzer wird allerdings noch verhandelt und die Genehmigung der deutschen Bundesregierung steht ebenfalls noch aus. Deutsche Grüne und Linke warnten unter Verweis auf die Menschenrechtslage in dem Land vor dem Panzerdeal.
Bundeskanzlerin Angela Merkel war im Juli in Indonesien und hatte mit Präsident Susilo Bambang Yudhoyono über das möglichen Geschäft gesprochen. Das Land will seine Streitkräfte besser ausstatten und eine eigene Rüstungsindustrie aufbauen. Das Verteidigungsbudget 2011 bis 2014 umfasst 156 Billionen Rupien (13 Milliarden Euro).
"Die Panzer sind nicht teuer"
Der deutschen Bundesregierung liegt bisher lediglich ein Antrag auf Lieferung von vier Testpanzern des Typs Leopard 2A4 und vier Marder-Schützenpanzern zur Vorführung in Indonesien vor. Nach Angaben eines Sprechers des indonesischen Verteidigungsministeriums ist aber auch der Kaufantrag auf den Weg gebracht, der vermutlich an die Rüstungsindustrie gerichtet wurde. Die Münchner Waffenschmiede Krauss-Maffei Wegmann, die den Leopard 2 produziert, war am Freitag nicht für eine Stellungnahme erreichbar.
Jakarta will offenbar Leopard-Panzer des Typs 2A4 erwerben, der Mitte der 80er Jahre entwickelt wurde. Nach einem Bericht des "Jakarta Globe" gab Indonesien dem deutschen Angebot den Vorzug vor einer deutlich teureren niederländischen Offerte. Der Preis liege zwischen 800.000 und 1,5 Millionen US-Dollar (640.000 bis 1,2 Millionen Euro) pro Stück, heißt es dort unter Berufung auf einen Parlamentarier. Die Niederländer hätten 2,5 Millionen US-Dollar gefordert. Der Sprecher des indonesischen Verteidigungsministeriums, Hartind Asriner, sagte dazu lediglich: "Eins ist sicher: Die Panzer sind nicht teuer."
Dem "Jakarta Globe" zufolge sollen in dem geplanten Deal neben dem Leopard auch weitere, leichtere Panzer enthalten sein. Dazu könnte der Schützenpanzer Marder zählen, den die Bundeswehr in Afghanistan einsetzt. In den nächsten Jahren will sie ihre 409 Exemplare aber ausmustern und durch den Puma ersetzen. (APA, 24.8.2012)
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super, dass also vermutlich rund um den 1.9., dem antikriegstag in deutschland ein sehr bedenkliches waffengeschäft diskutiert und womöglich auch genehmigt wird.
es ist mir unverständlich, warum der indonesische inselstaat 100 panzer braucht - um die grenze zu malaysien zu sichern?? oder um die eigenen staatsbürgerInnen unter druck zu setzen?? gerade angesichts der menschenrechtslage in westpapua (und vermutlich auch in anderen teilen indonesiens) ist so ein verkauf schon sehr kritisch. würde dieses geld doch in langfristig friedenssicherende massnahmen - wie bildung, zivile infrastruktur, gesundheit etc. gesteckt werden, wäre wohl mehr menschen gedient, ausser natürlich deutscher rüstungsindustrie und indonesischen regierungsbeamten
Nachdem Österreich ihre eigenen Leopard 2A4 um einen Hankuss an Deutschland verkauft hat, verkaufen die sie wieder mit einem riesen Gewinn weiter. Super Deal. Vielleicht sollten wir ihnen auch unsere Eurofighter um 100€ verkaufen.
Da Schweden auch ein "neutrales" (+ plus einst blockfreies) Land war, das ebenfalls in der EFTA war (so wie Österreich) und von Sozialdemokraten regiert wurde, die mit den österreichischen eng befreundet waren (insebsondere wegen Kreisky) war es wesentlich einfacher und naheliegender von dort Flugzeuge (Draken) zu kaufen, als von den Natostaaten oder von Russland.
Da man nun die Zusammenarbeit gewohnt war, der Gripen um einiges weniger kostet als Eurofighter Typhoon und speziell für die Luftraumverteidigung kleiner Länder entwickelt wurde, wäre das wiederum naheliegend gewesen.
Durch den Eurofighter haben wir jetzt NATO-Technik und deshalb viel strengere und teurere Sicherheitsmaßnahmen in Zeltweg. Und Schüssel wollte ja in die NATO.
° ... eng befreundet waren (insebsondere wegen Kreisky) war es wesentlich einfacher und naheliegender von dort Flugzeuge (Draken) zu kaufen ... "
ja, auch das nennt man lobbying - auch wenns manche nicht gern hören/lesen wollen.
die kostenfrage als auch die nato-sache lass ich mal so stehen (da eine diskussion darüber hier nicht möglich ist).
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