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Lustenau - Der Kapfenberger SV bleibt der schlechteste Bundesligaabsteiger der vergangenen zehn Jahre. In der siebenten Runde der Fußball-Erste-Liga kassierten die Steirer am Freitag beim 0:2 (0:1) gegen den FC Lustenau die dritte Niederlage und halten weiterhin bei nur vier Zählern. Der erneut schwache Nachzügler aus der Steiermark ging durch Tore von Daniel Luxbacher (23.) und einen von Enes Novinic verwandelten Foul-Elfer (85.) k.o., musste aber rund eine halbe Stunde zu zehnt spielen.
Während Lustenau erstmals in dieser Saison auch zu Hause über einen Dreipunkter jubeln durfte und sich vor dem Abendspiel zwischen Vienna und Altach auf Rang vier vorarbeitete, ist Kapfenberg saisonübergreifend bereits zwölf Partien en suite bzw. seit 21. April ohne Sieg.
Die Steirer hatten ihr Feuer eigentlich schon in den ersten vier Minuten verschossen, nachdem FC-Goalie Lukse zwei Chancen von Ramos und Elsneg vereitelt hatte. Beim ersten Gegentor präsentierte sich die Von-Heesen-Elf defensiv desolat, nach vorne ging in der Folge einer spielerisch mäßigen Partie nur mehr wenig. Als Wolf wegen wiederholten Foulspiels nach gut einer Stunde (63.) Gelb-Rot sah, war der Abend gelaufen.
First Vienna FC nicht mehr Letzter
Die Vienna hat hingegen endlich ihren ersten Saisonsieg gefeiert. In der siebenten Runden setzten sich die Wiener gegen Altach dank eines Foul-Elfmeters in der Nachspielzeit gegen Altach mit 2:1 (1:0) durch, kletterten auf Rang acht und gaben die Rote Laterne an Bundesligaabsteiger Kapfenberg ab. Altach musste etwas unglücklich die vierte Niederlage hinnehmen, der Rückstand des Fünften auf Leader Austria Lustenau wuchs auf bereits zehn Punkte an.
Die Vienna, bei der Kapitän Dospel gesperrt fehlte, erwischte einen idealen Start und eine indisponierte Vorarlberger Defensive: Altach vertändelte nach einer Vienna-Ecke den Ball, Dober - der allerdings im Abseits war - bediente per Flanke schließlich ideal Hinterseer, der zum 1:0 einköpfelte.
Erst nach und nach kamen die favorisierten Gäste, die ebenfalls ohne ihren verletzten Kapitän Netzer antreten mussten, in Fahrt. Die Vienna benötigte schließlich die Hilfe von Schiedsrichter Schüttengruber, der den vermeintlichen Ausgleich durch Schösswendter wegen eines angeblich vorangegangenen Fouls aberkannte (33.), und von Fortuna. Die verhinderte mehrmals das 1:1, etwa als Schösswendter kurz vor der Pause die Stange traf.
Nach der Pause gestaltete die Vienna das Spiel ausgeglichener. Altach dominierte dennoch, zeigte aber wenig Kreativität und keine Chancen. In einer turbulenten Schlussphase versenkte dann Aigner nach einem Foul den Ball vom Elfmeterpunkt (79.), die Gäste drängten in der Folge auf den Siegtreffer. In der Nachspielzeit zog Altach-Goalie Kobras aber die Notbremse gegen Becirovic, der selbst zum Siegtreffer verwandelte.
Tausende Gulden für St. Pölten
Grödig-Trainer Adi Hütter wollte "Geschichte schreiben" und als erster Punkte aus der neuen NV-Arena in St. Pölten entführen. Und das gelang ihm und seinem Team am Freitag durch eine engagierte und vor allem sehr disziplinierte Mannschaftsleistung letztendlich auch. Mit dem 3:0-Erfolg im Spitzenspiel überholten die Salzburger die Niederösterreicher in der Tabelle und sind nun mit fünf Punkten Rückstand erster Verfolger von Spitzenreiter Austria Lustenau.
Die 3.800 Zuschauer sahen vom Start weg eine flotte Partie, in der die Gäste die ersten Rufzeichen setzten. Zuerst war es Öbster, der mit einem Weitschuss SKN-Keeper Christoph Riegler prüfte, dann rettete Peter Brandl nach einem Kopfball von Tai auf der Linie. Die Führung gelang dann unter kräftiger Mithilfe von Torhüter Riegler, der sich von einem seitlichen Freistoß von Thomas Salomon aus gut 30 Metern überraschen ließ.
Das 0:1 war ein Weckruf für die Hausherren, denn in der nächsten Aktion verfehle Rödl per Kopf nur denkbar knapp. Kurz darauf scheiterte Gorka per Kopf an Kevin Fend. Nach der Pause ging es in dieser Tonart weiter. St. Pölten drängte auf den Ausgleich, Kerschbaumer vertändelte jedoch alleine im Strafraum. Aber dann folgte der nächste Tiefschlag: In der 51. Minute versuchte es Öbster aus der Entfernung - und wieder ließ sich Riegler überraschen, womit es 2:0 für die Salzburger hieß.
Die St. Pöltner fanden auch in der Folge kein Mittel, die gut organisierte Defensive der Grödiger zu knacken. Dafür setzten diese in der 82. Minute noch einen drauf - und wieder war es ein Heber aus großer Entfernung: Tai versuchte sein Glück, und Riegler schaute zum dritten Mal an diesem Abend ganz schlecht aus.
Austria Lustenau auswärts grundsolid
Mit einem verdienten 4:2 (3:1)-Erfolg beim saisonübergreifend seit zehn Pflichtspielen sieglosen FC Blau-Weiß Linz hat Spitzenreiter SC Austria Lustenau seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit und die "weiße Weste" in der Fremde behalten. Zwischenbrugger (7.), Kampel (13.) und Thiago Silva (15.) legten früh den Grundstein zum sechsten Dreier der Gäste, die ihren Vorsprung in der Tabelle ausbauten. Huspek und Hartl trafen für den Tabellenachten, der damit seinen "Vorarlberg-Komplex" behielt und das dritte Heimspiel in Folge gegen ein Team aus dem Ländle verlor.
Der vor Selbstbewusstsein strotzende Spitzenreiter, bei dem Boller für den angeschlagenen Dunst in die Start-Elf rückte und früh mit zwei Assists glänzte, übernahm vom Anpfiff das Kommando. Und wurde von den auf drei Positionen veränderten und verunsichert wirkenden Linzern in der Anfangsviertelstunde regelrecht zum Toreschießen eingeladen. Der "Austria-Torexpress" rollte im Eilzugtempo, und Zwischenbrugger (7.) mit sattem Flachschuss von halbrechts (5. Saisontor), Kampel per Kopf nach Boller-Freistoß (13.) sowie Solo-Stürmer Thiago Silva (6. Saisontor), der nach Boller-Querpass nur noch ins leere Tor vollenden musste (15.), kamen allesamt freistehend zum Abschluss.
Nach einer Viertelstunde war damit bereits das Frühjahrsresultat (0:3 im April an gleicher Stätte) hergestellt. Blau-Weiß-Coach Thomas Weissenböck reagierte auf den "Anfangs-Spuk", brachte in der 23. Minute zwei Neue, von denen Huspek für viel Schwung sorgte und nach feiner Einzelleistung sogleich zum 1:3 (29.) traf. Keeper Kofler kassierte damit heuer das erste Auswärtsgegentor.
Nach der Pause hielten die abgeklärten Gäste die Oberösterreicher kontrolliert auf Distanz. Abwehrspieler Stückler stellte per Kopf nach Roth-Eckball den alten Abstand wieder her (53.), Hartl verkürzte nach prächtiger Vorarbeit von Huspek zum 2:4-Endstand (58.).
Rückschlag für Hartberg
Der stark gestartete TSV Hartberg hat indes einen Rückschlag erlitten. Die Steirer mussten sich vor 1.200 Zuschauern Aufsteiger SV Horn verdient mit 0:2 (0:1) geschlagen geben und kassierten die erste Niederlage nach vier Partien. Sandro Gotal war mit einem Doppelpack (23., 58.) der Matchwinner für die Truppe von Chefcoach Michael Streiter.
Nach einem gegenseitigen Abtasten taten die Horner mehr für das Spiel und wurden auch belohnt. Nach weiter Dilic-Flanke traf der am langen Eck stehende Gotal mit einem Volleyschuss wuchtig ins Kreuzeck (23.). Zudem musste sich Hartberg-Tormann Rindler bei einem Zulechner-Schuss auszeichnen (32.).
Die Gastgeber wachten erst kurz vor der Pause auf, ein Adilovic-Freistoß ging genauso daneben (40.) wie ein Tieber-Abschluss nach Parapatits-Vorarbeit (45.+1). Nach dem Seitenwechsel fanden die Steirer kein Mittel, um sich in Szene zu setzen, die Niederösterreicher hatten die Partie im Griff und ließen keinen Zweifel über den Sieger aufkommen. Für die endgültige Entscheidung sorgte abermals Gotal, der seine Goalgetter-Qualitäten nach Pantic-Hereingabe neuerlich unter Beweis stellte (58.). Rindler konnte nicht mehr entscheidend abwehren.
Die Horner, die sich zuletzt zu Hause mit 1:1 von Blau-Weiß Linz getrennt hatten, präsentierten sich damit einmal mehr als auswärtsstark, haben sie doch bereits sieben Punkte in der Fremde geholt.
Fußball-Erste-Liga (7. Runde):
FC Lustenau - Kapfenberger SV 2:0 (1:0). Lustenau, Reichshofstadion, 1.200, SR Aiginger
Tore: 1:0 (23.) Luxbacher, 2:0 (85.) Novinic (Foul-Elfmeter)
Lustenau: Lukse - Kloser (76. Tosun), Vucur, Haselberger, Dudu (86. Zellhofer) - Bolter - Luxbacher, Aydogdu, Felix, Osman (78. Terzic) - Novinic
Kapfenberg: Kostner - Standfest, Schönberger, T. Burgstaller (80. Felfernig), Pürcher - P. Wolf, Barragan, Sencar, Wendler (80. Weinberger) - Elsneg, Ramos (46. Kuljic)
Gelbe Karten: Dudu bzw. Barragan, Kuljic, Schönberger, Pürcher Gelb-Rot: P. Wolf (63./wiederholtes Foulspiel)
Vienna - SCR Altach 2:1 (1:0). Wien, Stadion Hohe Warte, 1.500, SR Schüttengruber
Tore: 1:0 ( 8.) Hinterseer, 1:1 (79.) Aigner (Foul-Elfer), 2:1 (94.) Becirovic (Foul-Elfer)
Vienna: Mandl - Dober, Lebedev, Bauer, Speiser - Hinterseer (40. Gültekin), Fallmann, Becirovic, Dogan - Rotter (77. Strohmayer), Pink (83. Gökcek)
Altach: Kobras - Jäger, Sulu (68. Zachhuber), Sereinig, Erbek - Lienhart - Schösswendter, Cuntz, Erhart (68. Seeger) - Ngwat Mahop (76. Flatz), Aigner
Gelbe Karten: Rotter, Bauer, Dober, Dogan bzw. Jäger, Aigner, Lienhart, Kobras, Gelb-Rot: Cuntz (92.)
SKN St. Pölten - SV Grödig 0:3 (0:1). St. Pölten, NV-Arena, 3.800 Zuschauer, SR Kollegger
Tore: 0:1 (37.) Salomon, 0:2 (51.) Öbster, 0:3 (82.) Tai
St. Pölten: Riegler - Zwierschitz, Popp, Rödl, Holzmann - Kerschbaumer (56. Egger), Jano, Brandl (69. Peinsipp), Gorka - Gruberbauer, Sadovic (56. Segovia)
Grödig: Fend - Schubert, Taboga, Cabrera, Zündel - Leitgeb, Nutz - Tai, Öbster (77. Tschernegg), Salomon (83. Handle) - Leo (85. Witteveen)
Gelbe Karten: Rödl, Kerschbaumer, Egger bzw. Zündel, Leitgeb
FC Blau-Weiß Linz - SC Austria Lustenau 2:4 (1:3). Linzer Stadion, 1.600, SR Eigler
Tore: 0:1 ( 7.) Zwischenbrugger, 0:2 (13.) Kampel, 0:3 (15.) Thiago Silva, 1:3 (29.) Huspek, 1:4 (53.) Stückler, 2:4 (58.) Hartl
Blau-Weiß Linz: Wimleitner - Bubenik, Maier (23. Höltschl), Knabel, M. Guselbauer - Koll - D. Guselbauer, Lindner (23. Huspek), Wawra (71. Nikolow), Hartl - Pavlov.
Austria Lustenau: Kofler - Salomon, Stückler, Patocka, Soares - Dürr, Kampel - Roth (82. Krajic), Zwischenbrugger (73. Tipuric), Boller (87. Miesenböck)- Thiago Silva
Gelbe Karten: Koll bzw. keine
TSV Hartberg - SV Horn 0:2 (0:1). Hartberg, Stadion Hartberg, 1.200, SR Heiss
Tore: 0:1 (23.) Gotal, 0:2 (58.) Gotal
Hartberg: Rindler - Vukajlovic, Miljatovic, Tauschmann, Huber - Adilovic, Hopfer (54. Rossmann), Foda, Gremsl (77. Kanalas) - Tieber (54. Krisch) - Parapatits
Horn: Stankovic - Pantic, Djordjevic, Friess, Stangl - Dilic, Milosevic, Cehajic, Zulechner - Gotal (59. Cetinkaya), Wojtanowicz
Gelbe Karten: Keine bzw. Milosevic
Wiener überholen mit 3:1 Niederösterreicher und sind Sechster
Blau Weiß biegt St. Pölten - Austria gewann 37. Lustenau- Derby - Kapfenberg vs. Grödig 1:1, Altach in Hartberg erfolgreich - Abbruch bei Vienna gegen Horn
Tabellenzweiter Altach feiert einen 3:1-Triumph über die Vienna - Kapfenberg wieder auf der Siegerstraße - Keine Punkte für BW Linz in Lustenau - Grödig geht's langsam an
Club: "Es konnte für die nächste Saison keine gemeinsame Linie gefunden werden"
Bundesliga-Aufsteiger Grödig kämpft aber mit der Infrastruktur
Erste Niederlage des Jahres für KSV hievt Wiener auf Rang 6 - St. Pölten schlägt Austria Lustenau und schielt auf Platz 3
Niederösterreicher überholen mit 3:0 die Vienna, Hartberg bleibt wo es ist - Horn wird abspecken und Streiter nicht mehr Trainer sein
Salzburger bezwingen Austria Lustenau mit 2:1 und fixieren den ersten Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte
Der Kärntner David Witteveen ist Topstürmer des Aufstiegsaspiranten SV Grödig. Einst traf er für Heart of Midlothian gegen die Glasgow Rangers. Doch der Traum von der großen Karriere auf der Insel realisierte sich nicht
Neo-Blau-Weiß-Linz-Coach Edi Stöhr über die momentane Krise beim Schlusslicht, Kicken bei 45 Grad, Dortmund und ÖFB-Team
Am Freitag rollt zum letzten Mal ein Ball auf dem traditionsreichen St. Pöltner Voith-Platz, nach dem Match gegen die Lustenauer Austria übersiedelt der SKN in die neue NV Arena. Ein Abgesang
dass Alfred Tatar aus dieser "billig"-zusammengestoppelten und spielerisch relativ "beschränkten" Rumpftruppe eine Kämpferelf mit Herz gebildet hat und sich - entgegen der Mehrheitsmeinung - als Motivator mit Durchhaltevermögen und kluger Menschenführung erweist, der aus praktisch "Nichts" etwas mehr macht...! Respekt für diese Leistung und Respekt vor den Spielern, die zeigen, dass nicht nur das viele Geld und das große Talent entscheidend sein müssen! Dem blau-weissen Linz sei geraten, sich vor Trainer(schnell)abschüssen und ähnlichem zu hüten. ThoWei ist ein ambitionierter Vertreter seiner Zunft. Dass sich Kontinuität und Geduld bezahlt machen, beweist Austria Lustenau...
Das Zusammenkaufen von Kickern von größeren Vereinen, die den Zenit bereits lange überschritten haben oder sich dort mangels Qualität nicht durchsetzen konnten, hat noch nie funktioniert und wird auch nie funktionieren.
"Wo woar mei Leistung" als tolles Beispiel irgendwas populistisches loszulassen, ohne dass dies irgendwie stimmt.
Ein Blick auf die Fakten zeigt, dass der KSV ein junges Team hat und eine Mischung aus Alt und Jung bevorzugt. Dass nach einem Abstieg ein Umbau fällig ist, ist die normalste Sache der Welt (Verträge laufen aus, die finanziellen Mittel verändern sich, ...).
Hier zum Nachlesen:
http://www.transfermarkt.at/de/erste-... rb_A2.html
Das liegt daran, dass bei uns vom Trainer bis zu den Fans alle irgendwie einen an der Klatsche haben ;-). Tatar-Interview: http://www.youtube.com/watch?v=N... CY5CSOpBQ. Er ist nach dem Sieg vor dem Fanblock rumgehüpft wie ein Rumpelstilzchen, die Tribüne feierte, als ob gerade irgendein Titel gewonnen wurde. Einfach sympathisch das ganze und mit tausendmal mehr Herz wie der Millionenfußball - auch wenn die Spielerei öfter mal grausam zum Zusehen ist...
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