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Wien - Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt im Rahmen des Buwog-Verfahrens bereits seit längerem zur Privatisierung des Dorotheums im Jahr 2001 und wird sich den am Donnerstag erschienenen Rechnungshofbericht über den Verkauf auf weiterführende Hinweise "ansehen", sagte Erich Mayer, Sprecher der Behörde. Mayer bestätigte damit Aussagen der Grünen Abgeordneten Gabriela Moser.
Moser erklärte der Zeitung ferner, sie würden den Dorotheum-Deal gerne im parlamentarischen Untersuchungsausschuss untersuchen. Moser vermutet einen Zusammenhang zwischen dem "günstigen Erwerb" des Dorotheums durch eine Käufergruppe, der auch der heutige Herausgeber der Kronen Zeitung, Christoph Dichand angehörte, und einer "freundlichen Berichterstattung der Kronenzeitung über den damaligen Finanzminister Grasser". Dass eine Ausweitung des Untersuchungsauftrags des Ausschusses eine Mehrheit fände, sieht Moser freilich selbst als wenig realistisch an.
Peter Pilz, Fraktionschef der Grünen im Ausschuss, lässt derzeit einen Antrag prüfen, wonach der Ausschuss entweder um zusätzliche Themen erweitert wird - oder aber ein neuer U-Ausschuss nach Abschluss des jetzigen eingesetzt werden soll.
Der Rechnungshof hatte wie berichtet die Dorotheums-Privatisierung unter dem damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser scharf kritisiert. Der Verkauf des Dorotheums sei "zu einem wirtschaftlich ungünstigen Zeitpunkt" erfolgt, der Verkauf sei für den Staat kein gutes Geschäft gewesen. Der Verkaufserlös des Bundes lag mit 70,57 Mio. Euro "um rund 10 bis 20 Mio. Euro unter der Verkaufspreisempfehlung seitens der Investmentbank", heißt es in dem Bericht. (APA, 24.8.2012)
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Bekanntlich müssen Belege der Buchhaltung 7 Jahre aufbewahrt werden, dass heisst alles vor 2005 ist bereits vernichtet!!!! Das hätte man schon in 2006 spätestens 2008 machen sollen! Weil hier der Dichandbub auch beteiligt ist, hat die damalige sozialistische Justizministerin Berger stillgehalten, von wegen Faynachtsmann Inserate ...
Es ist nicht alles so einfach, wie man es sich gerne zusammenreimen möchte.
Ungereimtheiten bei der Privatisierung des Dorotheums entstanden erst 2010 bzw. Ende 2009, da bei den Buwog-Ermittlungen unerklärliche Geldflüsse aufgedeckt wurden, die man dem Deal rund um das Dorotheum zuschrieb.
Maria Berger war nur bis Ende 2008 (Neuwahlen) Justizministerin der Republik Österreich.
http://derstandard.at/127733946... ng?seite=1
Gott sei Dank wird dieser Paradefall von politischer Korruption einmal angegangen. Das Pfandl war immer in den schwarzen Zahlen, brachte also der Republik Geld. Der Deal der Kärntner Connection (Grasser, Soravia u.a.), unter Schüssels Verantwortung, bestand darin sich ein Filetstück des Republikvermögens herauszuschneiden ...
(Nur so nebenbei: An Wiedergutmachung bezüglich der teils "arisierten" Immobilien hat dabei sowieso niemand gedacht!)
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