Der Frauenförderung fehlt das System

24. August 2012, 17:22

BCG-Studie: Interne gläserne Decke ist Thema, Versäumnisse im Recruiting

Die meisten Führungskräfte sehen eine klare Verbindung zwischen Mitarbeitervielfalt und Unternehmenserfolg. Acht von zehn messen der Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen sogar die höchste Priorität innerhalb des Diversity-Managements bei. Dennoch verfügt nur knapp jedes fünfte Unternehmen über eine eigene Recruiting-Strategie für Frauen, nur jedes vierte bietet die Möglichkeit zum Jobsharing in Managementpositionen. Maßnahmen wie etwa das Angebot von Frauennetzwerken und Mentorenprogrammen oder spezielle Diversity-Trainings sind zwar inzwischen verbreitet und gehen in die richtige Richtung, reichen allerdings nicht aus, um Diversity in einen Wettbewerbsvorteil für Organisationen umzuwandeln.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "Shattering the Glass Ceiling: An Analytical Approach to Advancing Women into Leadership Roles" der Boston Consulting Group (BCG), für die rund 100 HR-Führungskräfte von 44 international agierenden Konzernen befragt wurden. "Die größte Herausforderung für Organisationen liegt nicht im fehlenden Bewusstsein für das Thema Diversity, sondern in der Identifizierung der eigenen internen ,gläsernen Decke‘. "Der Mangel an weiblich besetzten Führungspositionen ist vor allem ein Problem des internen Talentmanagements; Frauen werden deutlich seltener befördert", erklärt Rainer Strack, Senior Partner und Managing Director bei BCG. (kbau, STANDARD, 25./26.8.2012)

ich wette...

KEINES der untersuchten unternehmen verfügt über eine recruiting-strategie für MÄNNER.

wetten?!?

zumindest keine bewusste.
das bedeutet aber nicht, dass es keine gibt!

Weniger das System als die Berechtigung. Alle Menschen sind gleich, wieso soll eine Gruppe, die sich nur nach den Geschlechtsmerkmalen unterscheidet, gefördert werden? Statt Leistungen zu fördern, werden Zufälligkeiten der Natur gefördert.

Hier wurden wieder einmal Konzerne und die dort typischen Karrieremechanismen untersucht. Themenverfehlung! Denn erstens gibt es in diesen Organisationen Anforderungen um weiterzukommen, die wirklich nicht erstrebenswert sind. Und zweitens findet die Mehrzahl der beruflichen Tätigkeit ausserhalb der Konzerne statt. Leider wird dort aber nicht so gut bezahlt (was ich für ungerecht halte).

Eine Führungsposition lässt sich selten mit der von den meisten Frauen angestrebten work-life-balance vereinbaren.
Nicht die "gläserne Decke" ist das Problem, sondern die "warme Badewanne" eines gemütlichen nine-to-five-jobs mit freien Wochenenden!

genau so ist es....leider!! ich hätte mir schon einige wochenenden/abende/feiertage an arbeit erspart, wenn meine kollegIN nicht um punkt 16.00 ihren hund/mann/kind nicht irgendwo hätte holen/hinbringen müssen.........

Dort wo es eine durchgehende Kinderbetreuung gibt( in unserem LKH auch in der Nacht) arbeiten Frauen gerne.

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