Wenn die Letzten die Ersten werden

Kommentar | Philip Bauer, 24. August 2012, 13:10

Sollte Lance Armstrong tatsächlich seine sieben Tour-Siege verlieren, darf es keine Gewinner geben

Wer wird als Sieger in die Bücher eingetragen, sollte Lance Armstrong tatsächlich seine sieben Siege bei der Tour de France verlieren? In deutschen Medien wird bereits spekuliert, ob Jan Ullrich in diese Rolle schlüpfen könnte. Ziehen wir das Jahr 2000 als bestes Beispiel heran, um das Problem einer glaubwürdigen Nachbesetzung zu verdeutlichen. Zweiter wurde damals Ullrich. Wegen Dopings verurteilt. Dahinter Joseba Beloki. In die Affäre Fuentes involviert. Christophe Moreau oder Richard Virenque? Beide mit Festina aufgeflogen. Roberto Heras? EPO! Botero, Escartin, Mancebo: Doping, Doping, Doping. Womit wir bereits beim zehntplatzierten Daniele Nardello wären. Er wurde tatsächlich nie erwischt.

Bis in die späten Sechziger gab es keine Dopingkontrollen. Man kann sich leicht vorstellen, was die Sportler zuvor alles einwarfen und muss schon recht gutgläubig sein, um auch nur an einen einzigen sauberen Tour-Sieger im letzten Jahrhundert zu glauben. Oder an einen sauberen Leichtathletik-Weltrekord. Oder an sonst eine Höchstleistung in einer dopingaffinen Sportart. Es gibt sie, aber sie bilden wohl die ganz seltene Ausnahme, Armstrong hingegen den Normalfall.

Ein Aufrücken in den Ergebnislisten hätte nur Sinn, wenn man die Glaubwürdigkeit des Radsports wiederherstellen könnte. Das ist schlichtweg unmöglich, egal ob man nun Ullrich, Nardello oder zur Sicherheit gleich den Letztplatzierten heranzieht. Die Überführten müssen aus den Siegerlisten gestrichen werden, um den Kampf gegen Doping nicht vollkommen obsolet zu machen. Sie aber nachzubesetzen, wäre lediglich ein juristischer Formalakt, der weder dem Sport noch dem neuen Sieger weiterhelfen würde. (Philip Bauer; derStandard.at; 24.8.2012)

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ich sag es an der stelle wieder mal:
wer im profi sport etwas erreichen will muss dopen. somit sind alle spitzensportler gedoped. der unterschied ist letztendlich wer erwischt wird und wer nicht. da trennt sich die spreu vom weizen und nirgend sonst!

eine freigabe dieser illegale drogen wäre aus jetztiger sicht nicht vertretbar oder wird dann auch speed,mdma,cannabis oder kokain legal? mit doping zerstört man seinen körper nämlich eben so. achtet doch mal auf spitzensportler die während oder nach ihrer kariere an krebs oder am herz erkranken. bestes bsp sind die top bodybuilder: entweder bis spätestens 50 eine herz-op oder tot.

Dem ist nichts hinzuzufügen.
Bei den Dopingkontrollen können nur die
Mittel chemisch nachgewiesen werden,
nach denen auch gesucht wird.
Es gibt über 1000 Chemische
und Physikalische Manipulationen

Ist Fußball kein Sport?

Das moderne Doping hat sich in der Olympiade zwischen 1968 und 1972 zur Einsatzreife entwickelt. Das laesst sich anhand von Tonnen von Dokumenten penibel nachvollziehen[1]. Alle Ergebnisse seit 1972 sind unter Einsatz von Dopingmitteln zustandegekommen.
Leistungsport ist eine Freakshow, hat aber mit echter sportlicher Leistung nichts mehr zu tun.

[1] sehr schoen z.b. hier:
Brigitte Berendonk: Doping. von der Forschung zum Betrug

gerhard

zadrobilek?

Für Sportfans durchaus klassisch.

Jetzt ist ntürlich alles gar nichts mehr wert.

Es wird gerade so getan als sei er ein reiner Betrüger. Als ob er nie trainiert hätte.

naja, es geht alles, schüssel wurde als letzter auch erster, auch mit tricks ...

dopingregeln sind ohnehin willkuer. schluss mit der heuchelei und voellige freigabe waere der ehrlichste schritt.

genau, und nachdem die geschwindigkeitslimits auf den straßen immer wieder von einigen rowdies missachtet werden, schaffen wir sie am besten gleich ab!

Es würde Tote geben!!!

Die gibts sowieso

Da fällt ja immer mal einer vom Rad siehe Pantani. aber wenn das Dopen erlaubt ist wird nicht so viel gepfuscht, man hört ja z.B. vom Eigenblutdoping ganz üble Dinge.

Und wenn man schon alle Radfahrer zu Asthmapatienten erklärt, dass sie Medis zur Weitung der Bronchien nehmen können, ist der Schritt zu EPO auch nimmer so weit.

nicht nur die Radfahrer

haben asthma, Interessanterweise auch viele Schirennfahrer... Lasse Kjus hatte immer so ein Spray mit...;) ein Schelm der Böses denkt... Also hackt mir nicht nur auf die Profiradler herum...

genau!

und wenn sie nicht gleich vom Rad fallen, dann eben 20 Jahre später...

Nein, ich will keine Zombies im Sport sehen.
Das überlebt der Sport im 21. Jahrhundert nicht, denn dann würden die Sportler gewinnen, die willens sind, ihren Körper zu zerstören.

es

es ist betrug an jenen die sauber sind und an den zuschauern. Solange sich die Verbände qusai selbst kontrollieren, ist die WADA machtlos.

eine der voraussetzungen fuer erfolg im spitzensport ist dass der sportler robuste organe hat die das doping (zumindest seine aktive zeit lang) gut aushalten. wenn einer schwach auf der leber ist hat er im spitzensport heute sowieso keine chance.

sehr viele spitzensportarten ruinieren den körper und sind oft tödlich. mit erlaubtem doping könnte man das gesundheitsrisiko stark verringern.

Inwiefern? Warum soll Doping Gesundheistrisiko beim Sport vermindern?
Vielleicht sehe ich es nur nicht, ist für mich aber schwer nachvollziehbar.

my bad, hab ich unzureichend erläutert. erlaubtes doping kann weniger gesundheitsschädliche mittel verwenden, da es nicht ums erwischt werden geht.

Machen sie sowieso schon

Das Dopingverbot wurde zum Schutz der Athleten eingeführt, damit sie nicht ihren eigenen Körper zerstören.

asterix bei den olympischen spielen lesen und lächeln

- erschien übrigens schon 1968. der rest ist ioc

der radsport oder besser gesagt der spitzensport ist nur mehr reine heuchlerei

ganz Ihrer Meinung. Aber Usain Bolt nimmt nix, der ist ein Wunderknabe.

und erst recht sein kumpel, der kleine muskelprotz Blake

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