Skandinavien, das Paradies für Mediziner

Guido Gluschitsch
2. September 2012, 17:00
  • Daniel Schubert verließ Wien nach dem Studium, um seinen Turnus in Schweden zu machen. Ausschlaggebend war, dass er dort auf der Stelle gleich mehrere Turnusplätze angeboten bekam, in Österreich aber lange hätte warten müssen.
    foto: daniel schubert

    Daniel Schubert verließ Wien nach dem Studium, um seinen Turnus in Schweden zu machen. Ausschlaggebend war, dass er dort auf der Stelle gleich mehrere Turnusplätze angeboten bekam, in Österreich aber lange hätte warten müssen.

  • Österreich gab den Mediziner gerne frei, Schweden empfing ihn mit offenen Armen. Da war die Rückkehr nach Österreich komplizierter, obwohl hierzulande ein Ärztemangel droht.
    foto: daniel schubert

    Österreich gab den Mediziner gerne frei, Schweden empfing ihn mit offenen Armen. Da war die Rückkehr nach Österreich komplizierter, obwohl hierzulande ein Ärztemangel droht.

Immer mehr Ärzte wandern nach Skandinavien ab, während in Österreich ein Ärztemangel prognostiziert wird. Daniel Schubert erzählt von seinen Erfahrungen in Schweden

"In sechs Wochen kann ich Sie zwischenschieben", sagt die Assistentin eines Kardiologen in Wien-Simmering, "aber nur, wenn es dringend ist. Sonst muss ich Ihnen einen regulären Termin geben." Die Rückfrage bei anderen Kardiologen zeigt ein ähnliches Bild: Vier bis acht Wochen muss man warten - wenn es dringend ist.

Diese Situation wird sich in den kommenden Jahren verschlimmern, zeigt eine Ärztebedarfsstudie, die Gesundheitsministerium, Wissenschaftsministerium und Ärztekammer erstellen ließen (derStandard.at berichtete). Demnach werden im Jahr 2030 bis zu 2.800 Ärzte in Österreich fehlen - davon rund 1.200 Fachärzte.

Pensionierungen, Quotenregelung und Ausland

Die Gründe für den kommenden Ärztemangel sind heute schon klar: Viele praktizierende Ärzte stehen kurz vor der Pensionierung, während der Bedarf an ärztlicher Versorgung durch die Überalterung der Gesellschaft ständig steigt. Und der Nachwuchs macht ebenfalls Sorgen. Fällt die Quotenregelung für heimische Studierende, hat Österreich weniger Absolventinnen und Absolventen, als es braucht. Zudem wandern einige jener, die ihr Studium abschließen, ins Ausland ab. Vor allem Skandinavien, Großbritannien und Deutschland sind beliebte Ziele für Mediziner.

Auch Daniel Schubert verließ Österreich nach seinem Medizinstudium im Juli 2009, um in Schweden zu arbeiten, "weil ich hierzulande noch eineinhalb Jahre auf einen Turnusplatz hätte warten müssen", während man ihn in Skandinavien mit offenen Armen empfing. "Ich habe mich in Schweden beworben und hätte sofort an drei oder vier verschiedenen Stellen anfangen können", erinnert sich Schubert. Seine Frau ging mit ihm, auch wenn sie als Physiotherapeutin in Schweden nicht so leicht Arbeit fand.

Ein Wisch und Tschüss

Das Abwandern machte man dem fertigen Mediziner denkbar leicht. "Es war ein Wisch von der Ärztekammer, und Tschüss", sagt Daniel Schubert lapidar. Auf der anderen Seite haben die Schweden alles darangesetzt, ihm den Standortwechsel möglichst angenehm zu machen. Das Krankenhaus hat von den Kosten für die Bewerbungsreise über die Anreise, den Umzug und die Organisation der Unterkunft bis hin zum Sprachkurs alles übernommen. Er hatte sogar "kaum bürokratischen Aufwand".

Daniel Schubert hat seinen Turnus kurzerhand in Schweden, auf Höhe des Polarkreises in Kalix und Övertorneå, gemacht. "Die Ausbildungszeiten werden in Österreich zwar für den Turnus angerechnet", sagt er, "aber nicht der österreichische Turnus als Ganzes." In Schweden hat Schubert in 21 Monaten seinen Turnus abgeschlossen, in Österreich bräuchte er dafür aber 36 Monate - somit ist er nach seiner Rückreise approbierter Arzt, aber ohne Ius practicandi - er ist folglich in Österreich kein ausgebildeter Allgemeinmediziner.

Bessere Arbeitsbedingungen in Schweden

Doch die offenen Arme der Schweden sind nur ein Grund für Mediziner, nach Skandinavien zu gehen. Ein weiterer ist, wie Daniel Schubert sagt, dass die "Arbeitsbedingungen in Schweden deutlich lukrativer, besser und personalorientierter sind. Die Ärzte werden freigespielt, so dass sie sich auf ihre Hauptkompetenz konzentrieren können." Hauptgrund für ihn, nach Schweden zu gehen, war aber, dass er dort sofort einen Ausbildungsplatz bekam. "Es hat mich schon immer gereizt, ins Ausland zu gehen. Während des Studiums habe ich das nie geschafft." Aber jetzt, im Nachhinein, kann er nur jeder Medizinerin und jedem Mediziner empfehlen, den gleichen Schritt zu machen, weil "in Schweden die Ausbildung noch großgeschrieben wird".

Im Norden von Schweden gibt es jetzt schon einen Ärztemangel. Den bekämpft man unter anderem damit, dass man Fachkräfte ins Land holt und auch lokal ansässigen Arbeitskräften mehr bezahlt als in Südschweden. Für die entsprechende Fortbildung sorgt man dann vor Ort - von Fachausbildungen bis hin zum Sprachkurs.

Sprachbarrieren gab es nicht

Die fremde Sprache war für Daniel Schubert keine Hürde. "Gerade Schwedisch ist nicht so schwer zu lernen, wenn man Deutsch spricht." Er hatte schon in Österreich mit einem Sprachkurs begonnen und diesen dann intensiv in Schweden fortgesetzt. "Der Rest war dann learning by doing."

Ressentiments erfuhr er in Schweden keine. "Es gab in dem Krankenhaus schon österreichische Ärzte, mit denen man im Krankenhaus gute Erfahrungen machte. Die Patienten sind den Umgang mit ausländischen Ärzten gewohnt, sie sind sehr geduldig und du kannst jeden bitten, dass er etwas dreimal wiederholt, bis du es verstanden hast." Nur mit Englisch sollte man sich nicht drüberretten, meint er, denn es sei mehr akzeptiert, schlecht Schwedisch zu reden als perfekt Englisch.

Zurück in Österreich

Seit März ist Daniel Schubert nach zweieinhalb Jahren in Schweden wieder in Österreich und arbeitet jetzt im Krankenhaus Horn als Assistenzarzt. Obwohl er in Schweden weniger arbeiten musste, mehr verdiente und ihm bei seiner Abreise eine ganze Reihe von Stellen offen stand. Zurückgekommen ist er, weil er im Mai 2011 Vater geworden ist und das Heimweh deshalb immer größer wurde. "Wir wollten die Familie und die Freunde wieder in der Nähe haben. Familie geht vor - da muss die Arbeit zurückstehen", erklärt er.

Schuberts Stelle im Krankenhaus Horn ist bis Ende Jänner befristet, da er sich dort wohlfühlt, hofft er auf Verlängerung. Außerdem hat er seinen Turnus in Österreich noch nicht abgeschlossen, obwohl er in Schweden ein vollwertiges Ius practicandi erworben hat. Seine Rückkehr war ein Hürdenlauf durch die heimische Bürokratie. Während er, um wegzugehen, nur ein Formular der Ärztekammer brauchte, war es sehr mühsam, die Arbeit in Schweden anrechnen zu lassen - was daran liegt, dass die Ausbildungssysteme in beiden Ländern unterschiedlich sind. Der Anrechnungsprozess ist noch immer im Laufen.

Verschärfte Arbeitsbedingungen, weniger Geld, eine erschwerte Rückkehr nach Österreich - und ein aufkeimender Ärztemangel in Österreich. Das ist das Bild, das Daniel Schubert zeichnet. "Ich glaube, dass der Ärztemangel vor allem an der Peripherie ein Problem wird. In Horn, wo ich derzeit arbeite, spüren wir in einigen Abteilungen jetzt schon, dass es schwer ist, Mediziner hierherzubekommen. Ich kann jedoch eine Empfehlung für den Standort abgeben." (Guido Gluschitsch, derStandard.at, 2.9.2012)

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Es gibt in Wien 96 Kardiologen mit eigener Praxis ohne Kassenvertrag.
Wenn sich jemanden die Mühe machen würde, bekäme er wohl noch diese Wochen einen Termin.
Die oben angesprochene Wartezeit wird also nicht an der Anzahl der niedergelassenen Fachärzte bedingt sein, vermute ich mal ganz stark ;)

Paradies für Mediziner?

Drei Gedanken dazu:
1. Im Ausland eine Zeit zu arbeiten, kann nur als Bereicherung verstanden werden. Dass Ausbildungspläne innerhalb Europas so divergieren, ist aber ein Manko, das behoben gehört.
2. Es gibt kein Paradies für Mediziner. Kompetenz erwerben und Mitmenschen helfen ist der Fokus. Wenn danach gesucht, werden immer und überall Nachteile gefunden werden können.
3. Die Politik sollte endlich den Mut haben, zu sagen, dass medizinische Spitzenleitung kostet und Doppelgleisigkeiten/Redundanzen im Gesundheitssystem abbauen (zB gleiche Leistungen in Spitalsambulanzen und bei niedergelassenen Ärzten)

Wir haben keinen Ärztemangel, wir haben zu viele Idioten die wegen jedem Schwachsinn zum Arzt rennen ...

Da hab ichs als BVAler noch gut, wenn ich einen grippalen Infekt, Schnupfen oder Dünnsch... hab, dann kann ich einen Tag daheim bleiben ohne zum Arzt zu rennen (wozu brauch ich eine Diagnose wenn ich eh weiß was ich hab).
Und ich glaub jetzt nicht dass der Missbrauch der Regelung so groß ist, zumal Ärzte sowieso für alles und jeden Krankschreibungen ausstellen.

Gesundheitssystem ist in Schweden nicht gut. Lange Wartezeiten, wenig Ärzte vor Ort..

zwar noch besser als in England oder Südeuropa, aber sicher nicht Vorbild. Vorbild aber für Ausbildung des Medizinischen Personals

Habe meinen Turnus in Norwegen gerade absolviert. 18 Monate, davon 6 Monate Innere Medizin, 6 Monate geteilt Ortho/Weichteilchirurgie und 6 Monate als Allgemeinpraktiker. Bis ich einen Turnusplatz gelandet habe, hatte ich befristete Jobs. Als Turnusarzt war ich first-line, und habe die Akutbetreuung von COPD Exazerbationen, Pneumonien, NSTEMIs, akut eingesetztem Vorhofflattern unsw. selbsständig entschieden. Der Assistenzarzt hat die post-Aufnahme/ Terapieanfangsphase von allen Patienten im ganzen Haus überblickt, und halt operiert beim chirurgischen Turnus. Ich wäre gerne in Ö geblieben, und ich würde gerne zurückkehren, nur fehlen mir die Monate in jeweils HNO, Gyn, Haut, unsw. Die Ö Ärzte müssen sich freuen. Weniger Wettbewerb.

ich kann dem voll und ganz zustimmen...

Unterschied haushoch

man kann überspitzt sagen, daß die österreichischen Turnusarztarbeiten in Schweden von Schwestern, Schreibkräften erledigt werden. Als Arzt braucht man sich wirklich fast nur um Dinge kümmern, die ein Medizinstudium erfordern. Das Klima ist ja tatsächlich nicht ideal, aber das zwischenmenschliche Klima und die dort praktisch unbekannten maligenen Persönlichkeiten in der oberen Hierarchie sind ein Gewinn. Hierarchie ist überhaupt flacher und die Menschen würden persönliche Grenzüberschreitungen nie tolerieren, die in diesem Land "halt üblich" sind. Es zeigt einem auch, daß es andere Gesellschaften gibt als unsere und wie die funktionieren.

Alles hat seine Vor- und Nachteile:

ich nehme mal an, daß die Stellen in Nordschweden weit weg von der nächsten größeren Stadt sind - und die Nächte im Winter werden schon ziemlich auf die Psyche drücken.

Ich kenne genug, die dort oben den schwedischen Turnus gemacht haben, der ohnehin nur 21 Monate dauert. Hinzu kommt eine Ausbildung, die der österreichischen um Welten überlegen ist und dank eines fairen Zeitausgleichsmodell locker 10 Wochen Urlaub im Jahr, da geht man gern mal in die Pampa und fliegt schnell mal runter in den Süden statt den Spritzenschani in Weltkulturstätten wie Rohrbach, Güssing, Oberwart oder weiss der Teufel wo in der österreichischen Einöde zu spielen...

Mag sein, dass es feiner ist, in Schweden Arzt zu sein. Patient hier in Schweden zu sein ist jedenfalls nicht so lustig. Meine Schwangerschaft war rein von der Betreuung her eine totale Katastrophe, wie in den 50er Jahren. Gynäkologen hab ich keinen einyigen gesehen, weder während der Schwangerschaft noch bei der Geburt. Die Plazenta musste manuell entfernt werden (das waren dann schon Ärzte), aber danach hat mich niemand mehr untersucht. erst 4 Monate später hat die Hebamme mal einen kurzen Blick reingeworfen! Nur als Beispiel.

Ansonsten bin ich froh, dass ich bisher gesund war. Im Notfall muss ich halt nach Ö fliegen...

wen wunderts

schweden lebt immer noch im mythos der 50-er jahre, die schweden glauben heute noch sie wären das einzig zivilisierte land der welt, und halten gern den moralischen zeigefinger auf andere. dabei sind sie selbst einer der größten waffenexporteure, "ikea made in china" rodet wälder (natürlich außerhalb schwedens), h&m verkauft billigsdorfer gewand made in bangladesh (natürlich unter dem dortigen mindestlohn)..

die liste der heuchelei wäre noch lang, aber back to topic: wir schreiben das jahr 2012 und auch wenns den schweden nicht passt, in vielerlei hinsicht ist das land hinterwäldlerisch, auch wenn es technikverliebt ist.

Da kann ich jedes Wort nur doppelt unterstreichen, das deckt sich zu 100% mit meinen Erfahrungen.

ich habe selbst in Schweden gelebt..

.. und ich verstehe, dass aus Sicht der Ärzte das System wunderbar ist. Aus Patientensicht ist es aber problematisch. Beim Anruf in der Vårdcentralen (meine Übersetzung: Ärztezentrum) spricht man mit einer Krankenschwester, die meist mal rät, einige Tage zu warten. Und einen Termin zu bekommen, ist schwierig und zieht oftmals wochenlange wenn nicht monatelange Wartezeit nach sich (best of: meine damalige schwed Freundin wartete über ein Jahr auf einen Zahnarzttermin). Weiters kenne ich einen Fall, die heute noch Nervenschäden von einem Autounfall hat, nachdem sie monatelang auf die richtige Behandlung warten hat müssen. Da sitze ich dann doch lieber 3+ h in einem Wartezimmer/in einer Ambulanz, bekomme aber rasch Hilfe...

Solange man die Ambulanzen noch mit Ärzten besetzen kann ja und da ist bald schluss mit lustig...

skandinavien...

habe selbst dort turnus und facharztausbildung gemacht. nach schweden bringen mich jedoch keine 10 pferde mehr. lebensqualität in Ö ist jedenfalls um einiges besser, schon mal angefangen vom gräßlichen klima und den langen dunklen wintern dort oben.

aber: wenns um rein die arbeitsbedingungen ginge würde ich nach norwegen gehen. das steht fest... aber da man sein leben nicht nur nach der arbeit ausrichten soll werde ich mir den schritt nach norwegen gut überlegen. wenns in Ö weiter so den bach runter geht im gesundheitswesen dann bin ich vielleicht wirklich eines tages wieder weg.

ich weiß nicht, mir gefällts eigentlich überall besser als in Österreich. Egal ob Rumänien oder Schweden. Leider sieht das die Liebe anders -.-

lass mal die kirche im dorf

in jedem land gibts was auszusetzen, österreich hat unterm strich hohe lebensqualität. aber die ärzteausbildung ist trotzdem unter aller sau.

wann werde ich mal irgendwo lesen, dass österreich ein vorreiter ist im vergleich zu anderen?

vermutlich in meinem leben - kaum. ich sehs einfach nicht. das land hängt; geht nix mehr weiter. das ist nicht einmal eine vermutung, sondern traurige gewissheit.

hier:
- ärztemangel - aber bekommen es nicht auf die reihe.
- ärzte wandern ab - ditto
- leute 'gehen gerne ins spital'

kein Problem. Ö ist Vorreiter bei den Frühpensionen!

nicht zu vergessen eine generell steigende Aggressivität gegenüber Akademikern, ganz besonders Geisteswissenschaften (was kann man damit machen, wofür braucht man das). In weniger als 20 Jahren werden Österreich die gut ausgebildeten Uni Abgänger davonlaufen, sofern sie hierzulande überhaupt noch eine gute Ausbildung bekommen.

Seien Sie mir nicht böse, ich habe selbst BWL studiert, aber Wirtschaftler, Juristen und Geisteswissenschaftler braucht man einfach viel weniger als Naturwissenschaftler und Techniker. Weder Soziologen noch "Marketingprofis" oder Winkeladvokaten werden unseren Wohlstand erhalten, soviel steht fest.

Das einzige, wo wir Spitzenreiter sind,

ist die Höhe des Budgets. Wir geben irre viel Geld für mittelmäßige Leistung aus. Natürlich haben sie recht damit, dass Österreich de facto in den 70er Jahren stecken geblieben ist.

produktion schon in asien. riesenberg schulden. bald zuwenig ärzte. immer schneller steigende armut der bevölkerung.

das bild vervollständigt sich langsam aber stetig.

Das Erfolgsmodell Neoliberalismus halt...

in österreich?

bitte verraten sie mir, wo genau, ich würde gerne hinfahren.

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